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![]() Anfang der 90er Jahre entstand ein Comicverlag, der einen erheblichen Einfluß auf die Comiclandschaft hatte und auch heute noch teilweise hat. Der Verlag nannte sich Image, und wurde den damals sieben größten Comickünstlern ins Leben gerufen. Einer dieser Comickünstler war Jim Lee, berühmt geworden durch seine Zeichnungen bei Marvels Flagschiffserie „X-Men“. Die Wild.C.A.T.S.-Teammitglieder bestanden aus Androiden, Außerirdischen, die auf den Namen Kherubim hörten, und Mischlingskindern zwischen Kherubim und Menschen. Gekämpft wurde gegen die Bedrohung der Daemoniten. Wem dieses Grundkonzept bekannt vorkommt, der hat Recht. Anfangs war das ein arger Griff in die Klischeekiste. Vor allem deshalb, weil die Daemoniten wirklich hässlich waren. Erst unter den späteren Autoren besserte sich das etwas.
1998 verkaufte Jim Lee seinen Verlag an DC. Kurze Zeit später wurde Wild.C.A.T.S. mit Ausgabe #50 eingestellt, doch ein Relaunch war bereits angekündigt. Und der fand noch Ende 1998 statt. Aus den Wild.C.A.T.S. wurden die Wildcats. Autor war Scott Lobdell, Zeichner Travis Charest. Die Serie sollte zweimonatlich erscheinen, und jedes Heft eine eigene, abgeschlossene Story bilden. Leider gab es Probleme mit Travis Charest, der sich teilweise nicht an die Plots hielt, und seine eigene Geschichte erzählte. Und der trotz der zweimonatlichen Erscheinungsweise nicht fähig war, die Deadlines einzuhalten.
So kam es, dass mit der #8 das Kreativteam komplett ausgewechselt wurde. Neuer Autor wurde Joe Casey, der damals noch relativ unbekannt war. Lorbeeren hatte er sich allenfalls durch seine guten Stories bei der Marvel-Mutantenserie „Cable“ geerntet, und durch seine Stories bei der Superman-Klonserie „Mr. Majestic“ (deren Zeichner Ed McGuiness nach Ausgabe #6 zum Original überwechseln durfte). Neuer Wildcats-Zeichner wurde der allenfalls durch seine Vertigo-Arbeit aufgefallene Sean Phillips. Eigentlich sah es so aus, als ob die Serie nur noch den Bach runter gehen könnte. Tat sie aber nicht! Joe Casey und Sean Phillips harmonierten perfekt, und brachten Stories raus, die nicht mehr viel mit den klassischen Superheldenplots der ersten Wildcatsserie zu tun hatten. Das Team wurde im Laufe der Serie gewaltig auf den Kopf gestellt, Kostüme bekam man überhaupt nicht mehr zu Gesicht. Kurzum, die Serie wurde sehr beliebt. Trotzdem wurde sie mit Nummer #28 eingestellt. Allerdings war schon wieder längst ein Relaunch in Planung. Und dieser Relaunch hat jetzt stattgefunden. Im August 2002 erschien Wildcats Ver. 3.0 #1 unter DC's neuem Mature Reader-Label, Wildstorm: Eye of the Storm. Der Autor ist derselbe geblieben. Nur, dass Joe Casey in der Zwischenzeit sehr berühmt geworden ist. Er hat die Uncanny X-Men geschrieben (mit gemischtem Erfolg), wo er zum Schluss wieder mit seinem Kollegen von Wildcats, Sean Phillips, zusammenarbeiten durfte. Er verfasst momentan eine monatliche Supermanserie. Der neue Zeichner wird Dustin Nguyen sein, der mir bislang nur durch die Fill-In Ausgaben bei „The Authority“ bekannt war. ![]() In Deutschland ist bislang nur die erste Wildcats-Serie erschienen. Der Splitter-Verlag veröffentlichte sie (mit der bekannten Splitterpünktlichkeit und -Qualität) bis zur #26, bis der Verlag Pleite gegangen ist. Seitdem hat kein anderer Verlag Interesse an den Wildcats bekundet. Schade, wie ich finde! Dieses Special stellt Euch darum die US-Ausgaben von Wildcats Vol.2 und der neuen Wildcats Vers.3.0-Serie ausführlich vor. |
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