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Cover:
Peter Doherty, Scott Williams

Preis:
$3.95

Wildcats Mosaic



Wildcats Mosaic


Autor:
Scott Lobdell

Zeichner:
Peter Doherty
Inker:
Richard Bennet



Manifest Destiny

Jacob Marlowe liegt in einer Seitengasse, als er sieht, wie eine junge Polizistin von einer Gruppe von Männern angegriffen wird. Er greift die Gruppe an, und erledigt sie alle nacheinander. Danach macht er sich auf den Weg, nach irgendwo hin.


Später sitzt er in einem U-Boot, und steuert das Wrack des Raumschiffes an, mit dem er und seine Mit-Kherubim auf der Erde strandeten. Er geht an Bord, und zieht sich eine zeremonielle Robe über. In einem Tempel fängt er an zu beten, zu beten und auf eine Art Antwort zu warten. Erschöpft bricht er zusammen, und als er zu sich kommt, kriegt er eine Antwort in der Gestalt einer Liebe, die er mal hatte. Sie und die anderen Hohen Lords der Kherubim wollen ihm helfen, bei seinem Aufstieg zu einem wirklichen hohen Lord.


Er wird einer Reihe von Tests und Aufgaben unterzogen, und nach jeder Aufgabe fühlt er sich befreiter. Und ebenso kriegt er neue Fähigkeiten, wie zum Beispiel telepathische Kontrolle. Dass sein Körper dabei immer schwächer wird, stört ihn nicht. Und dann, kurz vor seiner endgültigen Prüfung, beobachtet er noch mal alle seine Wild.C.A.T.S. und es macht ihn traurig, dass er Spartan nicht spüren kann.


Und dann ist es soweit: Nachdem er sich in eine Art Kokon eingehüllt hat, und dort für eine ganze Weile drinnenblieb, schlüpft aus diesem Kokon, ein Jacob Marlowe, dessen Körper jetzt sehr gnomenhaft ist, was ihn aber nicht stört. Er steht jetzt kurz vor der endgültigen Übergang zu einem Hohen Lord, und er fühlt sich glücklich.


Kommentar:

Dies ist eine sehr stark Personenbezogene Story. Sie konzentriert sich vor allem auf Jacob Marlowe, oder besser gesagt, auf einen der wichtigsten Momenten im Leben von Jacob Marlowe. Dass dabei andere Charaktere zur Nebensache geraten stört nicht wirklich. Denn so kann Scott Lobdell zeigen, was er draufhat.


Sein Jacob Marlowe ist sich seiner Schwächen voll und ganz bewusst. Und das macht die Figur so faszinierend. War sie bislang meines Erachtens nach nur einer der typischen Geldgeber für ein Superheldenteam, ohne das viel aus ihrem Potential gemacht wurde, so ist sie mit diesem Heft deutlich interessanter geworden. Und auch deutlich anders, nicht nur in physikalischer Sicht.


Die ganze Story hat eine leicht melancholische Atmosphäre, gemischt mit einer kräftigen Portion Hoffnung. In ihr geht es nicht um die üblichen Superheldengeschichten, sondern um eine Person, die ihren Weg sucht, und dann letzten Endes findet. Und anstatt bei dem Finden halt zumachen, begleitet die Story Jacob Marlowe bis kurz vor dem Ende des Weges!


Die Zeichnungen von Peter Doherty, unterstützt von Richard Bennet tragen wesentlich zu dieser gut gelungenen Story bei. Dass so ganz nebenbei nahezu alle Charaktere die gleichen Gesichtszüge haben, stört nicht wirklich, da die Hauptperson, Jacob Marlowe, nahezu die meiste Zeit alleine ist.





Autor:
Scott Lobdell


Zeichner:
George Tuska


Inker:
Scott Williams



Spartan

Die Wildc.a.t.s greifen unter der Führung von Spartan den Schurken Helspont an. Während des Kampfes fragt Spartan ob Voodo ihm vertraut, und sie antwortet mit immer. Das ganze Szenario wird plötzlich gestoppt, und man erfährt, dass es sich um eine Erinnerung von Spartan handelt. Dessen neuer Körper braucht ein bisschen mehr Arbeitsspeicher, weshalb Jacob Marlowe alle Erinnerungen löschen will, bis auf die Erinnerung, an der ihm am meisten liegt. Jacob erklärt Spartan noch mal, das es leider keine andere Möglichkeit gibt, und das man die Erinnerungen auch nicht speichern kann. Ehe jedoch die Programmierung beginnt, befreit sich Spartan, und demoliert das Labor, bis auf die nötigen Instrumente, für seine Neu-Programmierung. Und während Spartan sich auf seinen liebsten Moment konzentriert, beginnt die Programmierung.



Kommentar:

George Tuska ist nun so ein Name, der mir so gar nichts sagte. Aber wohl Scott Lobdell, der in einem Artikel, der im selben Heft ist, über George Tuska schwärmt.


Berechtigterweise?


Man muss sagen, dass George Tuska schon das gewisse Etwas hat. Im Vergleich zu anderen Zeichnern, die ebenfalls recht lange im Geschäft sind, strahlen seine Zeichnungen eine perfekte Mischung aus neu und alt aus. Während das Eröffnungsszenarion größtenteils etwas mies gezeichnet war, steigerte sich George Tuska von da an Seite für Seite. Er wirkte nicht mehr altmodisch, aber auch nicht gerade sehr modern. Eine Art Zwischending.


Die Story selber ist Makulatur, meines Erachtens nach. Sie ist vorhanden, mehr nicht.


Aber das stört merkwürdigerweise nicht, da trotzdem Scott Lobdell uns einen kurzen Einblick in die Psyche von Spartan gewährt!

Fazit: Ein eher ungewöhnliches Sonderheft, mit zwei guten Stories. Kein Muss, aber auch keine Empfehlung zum Finger-weg-lassen!

Weiter mit Wildcats Vol.2 #1


Götz "comicfreak" Piesbergen


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