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Astro City
Local Heroes #3 (von 5)



Astro City: Local Heroes #3
Autor:
Kurt Busiek

Zeichner:
Brent Anderson

Cover:
Ales Ross

Preis:
$2.95

Erscheinungsdatum:
04. Juni 2003



Pastoral:

Ein typisches Großstadtmädchen wird von ihren Eltern zu Verwandten auf das Land geschickt, sehr zu ihrer Unzufriedenheit. Cammie, so der Name des Mädchens, findet kein Vergnügen daran, auf dem Land zu sein, und hält ihre Verwandten für etwas seltsam. Ebenso seltsam wie das Landleben, wo jeder jeden kennt. Und dann kommt der Jahrmarkt ins Dorf, worauf sich die Kinder schon sehr freuen. Zwar behauptet Lynn, die ältere Cousine, dass sie nichts daran findet, doch Cammie glaubt dies nicht.

Eines Tages wird die Bank überfallen. Doch noch während Cammie sich aufregt, erlebt sie mit, wie die Räuber von Roustabout, dem lokalen Superhelden, aufgehalten werden. Die Leute sind sehr stolz auf ihren Helden, sehr zu Cammies Unverständnis, die später sich über Roustabout informiert. Roustabout scheint das Ergebnis eines illegalen genetischen Experiments zu sein, und auf sein angebliches Alter Ego ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Und dann ist der Jahrmarkt in der Stadt, und während der Aufbauarbeiten entdeckt Cammie, wie einer der Arbeiter einen Stahlträger, der umfällt, mal eben so auffängt. Doch Cammies Verdacht wird besänftigt.

Und dann beginnt der Jahrmarkt, und Cammie sieht, wie die Leute sich amüsieren. Plötzlich greift ein Team von Tiermenschen die Menge an und sucht Roustabout. Der stellt sich ihnen auch entgegen und wird überwältigt. Doch die Dorfbewohner helfen im Team, den Feind „Carnivore“ zu besiegen. Cammie sieht ihren Verdacht bezüglich Roustabout bestätigt, und will später die Firma benachrichtigen, die für seine Entstehung verantwortlich ist. Doch dann entschließt sie sich anders, nachdem sie gesehen hat, wie ihre ältere Cousine mit Roustabout innige Küsse ausgetauscht hat. Und jetzt fühlt sie sich auch im Dorf heimisch.




Kommentar:

Brent Anderson schafft etwas, was ich eigentlich für unmöglich gehalten hatte: Er zeichnet einen hässlichen Menschen, ohne es aufgesetzt wirken zu lassen. Denn Cammie wirkt schon allein vom Aussehen her wie ein Stadtmädchen. Sie fällt auf, schon durch ihre Art sich zu kleiden.

Und dann sind da noch ihre realistischen Verhaltensweisen. Sie ist stolz auf ihre Stadt, und dadurch ignorant gegenüber den Ansichten der Dorfbewohner, die durchaus ein Recht auf einen eigenen Superhelden haben. Und Roustabout passt einfach zu der dörflichen Umgebung. Er ist freundlich, kennt jeden, und gibt sich rustikal. Er versprüht seinen eigenen Charme.

Die Story hat auch etwas von Erwachsenwerden! Cammie erlebt das erste Mal einen Sommer ohne ihre gewohnte Umgebung. Sie landet in einem anderen Umfeld, das ihr wie ein anderer Planet erscheint. Ihre Kontakte über das Internet sind sozusagen die letzten Versuche, sich nicht all zu sehr von der neuen Umgebung vereinnahmen zu lassen. Sie klammert sich dadurch an die Stadt, und sieht alles durch die Brille der Metropole. Doch ihre Begegnung mit Roustabout und ihren Verwandten ändert dies! Eine durchaus glaubwürdige Wandlung. Fazit: Diesesmal

Fazit: Diesesmal keine Anspielungen auf Superhelden, sondern eine eher psychologische Ausgabe.

Götz "comicfreak" Piesbergen


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