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Eines Tages löste J'Onns Bruder Ma’alefa’ak, der als einziger keine telepathischen Fähigkeiten besaß, die "Hronmeer’sche Seuche" aus, eine telepathisch übertragene Krankheit, die die Körper aller Marsianer verbrennen ließ, da sie nicht in der Lage waren, sich von der telepathischen Verbindung, genannt die "große Stimme", zu trennen. Alle Marsianer starben - bis auf eine Gruppe von bleichen Marsianern, die nach einem Krieg in eine andere Dimension verbannt worden waren und noch bis heute am Leben sind. Lediglich J’Onn war in der Lage, sich rechtzeitig von der "großen Stimme" zu lösen und so dem Flammentod zu entgehen.Nachdem er hilflos den Tod seiner Frau und seiner Tochter hatte mitansehen müssen, erkannte J'Onn, daß Ma'alefa'ak für den Tod seines gesamten Volkes verantwortlich war, und nachdem er ihn in einem langen und anstrengenden Kampf augenscheinlich getötet hatte, wanderte er einsam und dem Wahnsinn nahe durch die Wüsten des Mars und versuchte sich damit abzufinden, daß er alles verloren hatte, was er kannte und liebte. Doch wie aus heiterem Himmel wurde der überraschte J'Onn von einem Energiestrahl erfaßt, der ihn gegen seinen Willen zur Erde teleportierte. Dr. James Erdel, ein irdischer Wissenschaftler, hatte mit Hilfe uralter marsianischer Technologie, die er entdeckt hatte, eine Maschine entwickelt, die die Grenzen von Raum und Zeit überwinden und nach intelligentem Leben im All suchen sollte. Nach vielen Fehlschlägen gelang es ihm Mitte der 50er Jahre schließlich, einen Außerirdischen von seiner Welt und aus seiner Zeit zur Erde zu holen. Erdel starb an einer Herzattacke, nachdem seine Maschine aufgrund einer Fehlfunktion explodiert war, doch zuvor gelang es J'Onn noch, auf telepathischem Wege von ihm zu erfahren, wo er war und wie er dort hingelangt war. Kurz darauf tauchte ein Polizist namens John Jones, der durch die Explosion aufmerksam geworden war, in Erdels Labor auf und entdeckte J'Onn. Dieser war so beindruckt von dem Polizisten, daß er sich ihm anschloß, um von ihm mehr über die Erde in Erfahrung zu bringen. Nachdem ihn sein Partner, der in den Diensten eines Mafiabosses stand, gegen den Jones aussagen sollte, getötet hatte, nahm J'Onn dessen Identität an, sagte an seiner Stelle aus und brachte den Mafiaboß so ins Gefängnis. Während der nächsten Zeit versuchte J'Onn, einen Platz in der menschlichen Gesellschaft zu finden. Eine große Hilfe für ihn waren dabei das Fernsehen und - nach eigener Aussage - Comics, durch die er viel über das Leben auf der Erde in Erfahrung bringen konnte. Für J'Onn, der es von seinem Planeten gewohnt war, die Gedanken eines Geschichtenerzählers zu lesen und die Geschichte auf diese Weise quasi aus erster Hand zu erfahren, war es eine völlig neue Erfahrung, das überraschende Ende einer Geschichte nicht im Voraus zu kennen, weshalb ihn die irdische Art des Geschichtenerzählens faszinierte. Außerdem nahm er - in Anlehnung an seine neue Identität - einen für Menschen verständlicheren Namen, "J'Onn J'Onzz", an und wählte für sich ein neues Aussehen, das einen Kompromiß zwischen seiner ursprünglichen, marsianischen Gestalt und dem äußeren Erscheinungsbild eines Menschen darstellte. Die meiste Zeit über lebte J'Onn das Leben von John Jones, nur selten nahm er seine "normale" Gestalt an, um mächtigere Gegner zu bekämpfen. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Tod des echten John Jones täuschte er seinen Tod vor, um seine Kollegen vor seinen Feinden zu beschützen. Später ließ er John Jones jedoch wieder aufleben und erneuerte seine Freundschaft mit seinen Kollegen. Für einige Zeit zog er ziellos umher und nahm die Identität von "Marco Xavier" an. Die Bedrohungen, gegen die er antrat, wurden immer mächtiger, doch nach wie vor hielt er sein "wahres" Aussehen vor der Öffentlichkeit verborgen. Erst als mehr und mehr Menschen mit Superkräften als kostümierte Superhelden gegen das Verbrechen antraten, entschloß sich auch J'Onn, öffentlich in Erscheinung zu treten und als "Manhunter vom Mars" gegen das Verbrechen zu kämpfen. Kurz nach seinem Debüt als Superheld gründete er gemeinsam mit Green Lantern, Flash, Black Canary und Aquaman die Justice League of America, die für ihn schnell zu einer Art "Ersatzfamilie" wurde. Um seine Teamkameraden besser verstehen zu können, spionierte er sie und zahlreiche andere Superhelden in verschiedenen Identitäten aus. Als seine Teamkameraden ihm jedoch später zufällig auf die Schliche kamen, hielten sie J’Onn für einen Verräter. Erst als er im Kampf gegen die außerirdischen Appellaxianer sein Leben riskierte, faßten seine Teamkameraden wieder Vertrauen zu ihm.In gewisser Weise ist die Justice League bis heute seine einzige Heimat geblieben. J’Onn, der von allen Mitgliedern als der "weise Mann" im Team angesehen wird, genießt das uneingeschränkte Vertrauen und den Respekt seiner Kollegen. Er gehört in die Justice League als ruhender Pol, der mit guten Ratschlägen und taktischer Weisheit stets allen zur Seite steht. Obwohl er von seinen Teamkameraden als Gruppenältester angesehen wird, arbeitet er am liebsten mit den jüngeren, unerfahrenen Mitgliedern des Teams zusammen. Eine besondere Freundschaft verbindet ihn seit langer Zeit mit Gypsy, mit der er auch den Kontakt aufrecht erhielt, als sie die Justice League wieder verließ. Im Laufe der Zeit erschuf J'onn für sich weitere Geheimidentitäten wie Johann Johnson, einen Taxifahrer aus Metropolis, oder Hino Rei, eine Finanzexpertin aus Tokio. Als Polizist John Jones wechselte er später den Beruf, wurde Privatdetektiv und zog nach New York City um. Als ihn ein mysteriöser Magier namens Bloodwynd um Hilfe bat, weil er Probleme mit seinem Seelenstein hatte, übernahm der Stein plötzlich die Kontrolle über J'Onns Geist. Während der echte Bloodwynd in den Stein verbannt wurde, nahm der verwirrte J'Onn dessen Identität an und trat als solcher der Justice League International bei. Später fand sein Teamkamerad Blue Beetle jedoch sein Geheimnis heraus und konnte J'Onn mit Hilfe von Atom und Ray von dem Einfluß des Steins, den er auf seiner Brust trug, lösen und so auch den wahren Bloodwynd aus dem Stein befreien, woraufhin dieser ebenfalls Mitglied der Justice League wurde. Kurz darauf wurde J'Onn auf Wunsch der UN zum Anführer der Justice League Task Force. Einige Zeit später sorgte der geheimnisvolle "Know-Man" mit der nicht ganz freiwilligen Hilfe des alten Justice League-Gegners Dr. Destiny dafür, daß Menschen auf der ganzen Welt Superkäfte bekamen. Im Gegenzug nahm er den Superhelden die Erinnerung an ihre Doppelidentitäten. J'Onn fand sich selbst in einer illusorischen Nachbildung seiner einstigen marsianischen Heimat wieder, wo er mit seiner Frau und seiner Tochter ein glückliches Leben führte. Als sein wiedergefundenes Glück von Agenten des Know-Mans zerstört wurde, wurde J'Onn durch den erneuten Verlust seiner Familie noch verbitterter, als er es ohnehin schon war. Dennoch gründete er im Zuge dieser Ereignisse gemeinsam mit Superman, Batman, Flash, Green Lantern, Wonder Woman und Aquaman die neue JLA.Durch seine Mitgliedschaft in allen bisherigen Justice League-Teams besitzt J’Onn geradezu unschätzbare Erfahrungswerte. Trotzdem ist er stets die ruhige, jedoch eindringliche Stimme im Hintergrund geblieben und würde wegen seiner großen Bescheidenheit Supermans Rolle als Anführer der neuen JLA nie in Frage stellen, doch selbst Superman hat großen Respekt vor J’Onn. Als einer der edelsten Superhelden wird er als Gruppenältester akzeptiert und kann dem Team den Rücken stärken, wenn Superman gerade unabkömmlich ist. Mittlerweile hat sich J’Onn entschlossen, sich mit seinen Heldentaten vermehrt Gebieten wie Afrika, Asien, Südamerika und Australien zuzuwenden, in denen - im Gegensatz zu Europa und den USA - bislang kaum Superhelden leben, die sich für das Wohl der Bevölkerung einsetzen. Da diese Aufgaben ihm kaum mehr Zeit für seine Pflichten als JLA-Mitglied lassen, hat er vorübergehend Abschied vom aktiven Dienst genommen und wurde durch Hourman ersetzt. J’Onn ist der letzte Überlebende einer untergegangenen, stolzen Rasse und jederzeit bereit, sein Leben für seinen angenommenen Heimatplaneten zu geben. Kürzlich kehrte J’Onn zum Mars zurück, um seiner alten Heimat einen Besuch abzustatten, ohne zu wissen, daß sein Bruder Ma’alefa’ak, der für die Ausrottung seiner Rasse verantwortlich war, noch lebt und darauf abzielt, sein Werk zu vollenden und auch den letzten Überlebenden seines Volkes zu töten. Ein schwerer Schlag für J'Onn war es, als Cameron Chase, eine Agentin der D.E.O., alle seine Geheimidentitäten - bis auf John Jones - aufdeckte und öffentlich publik machte. Seitdem beschränkt er sich auf eine menschliche Identität, was für ihn jedoch letztendlich sogar von Vorteil sein könnte. Es gibt Hinweise darauf, daß J’Onn im Jahr 85.271 noch am Leben sein wird, allerdings konnte bisher nicht geklärt werden, ob es sich dabei um die tatsächliche Zukunft oder lediglich um eine alternative Zeitlinie handelt. |
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