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Whazz Up? – Der Comic CheckMonat für Monat versuchen unsere DC Fanpage-Redakteure unvoreingenommen kritische Comic-Rezensionen zu verfassen. Doch jeder Objektivität sind Grenzen gesetzt –der eine steht auf gewaltige Epen, der andere auf subtile Charakterisierung und ruhige Untertöne. Batman ist eh viel besser als alle anderen Helden –oder war es doch Green Lantern? Und dann sind da natürlich noch die Zeichnungen... Um es kurz zu machen: Hinter jedem Redakteur stecken immer noch individuelle Vorlieben. Die Frage ist doch aber... Wer sind diese Kerle eigentlich? In unserer neuen Rubrik Whazz Up stellt sich jeden Monat ein DCFPager vor –über die Comics, die er gerade liest. Vergiss alle Objektivität! für die Dauer von dieser einen Seite zählen einmal nur persönliche Geschmäcker. In verschiedenen Kategorien nominieren wir jeweils ein aktuelles Schundheftchen, das gerade in den stürmischen Untiefen unserer Geschmacksverirrungen herumschippert. Aus welchen Gründen auch immer. Bereit?
![]() Michael Heide
Name im Comicforum:
DC-Comics aus ÜberseeMit Abstand auf dem ersten Platz befindet sich H-E-R-O, eine recht ungewöhnliche Serie von Will Pfeifer und Kano. Am ehesten lässt es sich vielleicht noch als Kreuzung aus 100 Bullets und Resurrection Man beschreiben, aber auch das wird der Serie nicht wirklich gerecht.Es geht um die „Dial-H-for-HERO“-Device, die im Laufe der Serie verschiedene Hände durchläuft und den Alltag unterschiedlicher Personen gravierend verändert. Wie sehr verändern Superkräfte Dein Leben? Eine Frage, die zunächst Jerry Feldon gestellt wird, der in einem schäbigen Diner arbeitet. Eines Tages entdeckt er beim Spülen ein merkwürdiges Gerät, das einer der Gäste zurückgelassen haben muss. Nach einigem Herumspielen verwandelt er sich in den Superhelden Afterburner. Aber Superhelden sind nicht unfehlbar. Eine Lektion, die Jerry auf die harte Tour lernt.
Anfangs sah es nicht besonders gut um die Serie aus. Nach erschreckend niedrigen Bestellungen sah sich Geoff Johns sogar gezwungen, Lesern eine Geld-Zurück-Garantie zu bieten. Wem #1 nicht gefiel, der sollte Johns das Heft zuschicken und seine $2,50 zurückbekommen. Nach dem neuestem Stand gingen exakt Null Leser auf dieses Angebot ein, das Heft scheint allen gefallen zu haben und war sogar innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Auch Heft 2 hat DC mittlerweile nicht mehr auf Lager. Grund genug, beide Ausgaben in einem Doppelheft nachzudrucken (ähnlich den ersten beiden Ausgaben der Hush-Storyline). Trade Paperbacks sind abzusehen, allerdings nur, wenn sich die monatliche Serie weiterhin gut verkauft. Ansonsten könnte es der Serie gehen wie Major Bummer oder Aztek Mitte der Neunziger Jahre. Und das wäre verdammt schade.
DC Comics von PaniniHier könnte ich eigentlich wortwörtlich Ruppoman’s Worte zu Batman übernehmen. Weil das nicht geht, muss ich auf den Flash ausweichen, der seine Abenteuer in DC Legends bestreitet.
Die Stories sind spannend und unterhaltsam, die Zeichnungen von Skott Kolins auf den ersten Blick eher gewöhnungsbedürftig, passen aber perfekt zur Atmosphäre der Serie. Auch optisch hätte man den Schritt von den guten, aber ziemlich festgefahrenen Waid-Stories weg, hin zur "Ära Johns", nicht besser machen können. Und vielleicht lässt sich Panini ja doch noch irgendwann dazu überreden, den ersten Flash-Mehrteiler von Johns, Wonderland, abzudrucken...
DC-SublabelsDas war jetzt wirklich eine harte Entscheidung. Y hatte Lukas ja zum Glück schon letzten Monat erwähnt, aber nehme ich jetzt Fables, Wildcats 3.0, oder die neue Miniserie Blood and Water? Habe mich letzten Endes für Fables entschieden.
Mehr erzähle ich nicht, das sollt Ihr mal schön selbst lesen. Das erste Paperback Legends in Exile enthält nämlich genau diese Storyline. Das zweite, Animal Farm, ist bereits angekündigt.
Jenseits des TellerrandesSchwere Entscheidung auch hier. Aber weil ich eh gerade für Soundwords einen Beitrag über Boneyard erstellt habe, mache ich mir jetzt mal keine Extraarbeit und übernehme den größten Teil daraus. Verdient hat es die Serie allemal.
Am Friedhof angekommen, wird Paris allerdings von zwei sprechenden Wasserspeiern begrüßt – und sie sind bei weitem nicht die einzigen merkwürdigen Gestalten. Der Friedhof wird von den unterschiedlichsten Monstern bewohnt. Paris muss sich entscheiden, auf wessen Seite er sich schlägt. Denn die Monster sind zwar sympathisch – aber eben Monster. Bürgermeister Wormwood hingegen scheint vordergründig zwar edle Motive zu haben, wirkt allerdings eher suspekt. Und als Paris sich dann auch noch in die hübsche Vampirin Abby verguckt, bekommt er natürlich Probleme, objektiv zu bleiben.
Richard Moore, Independent-Lesern bekannt durch die Fantasy-Western-Miniserie Far West, schafft es spielend, die Monster als sympathische Figuren zu schreiben und zu zeichnen. Der nicht gerade hyper-realistische Schwarz-Weiß-Zeichenstil trägt angenehm zur humorvollen Atmosphäre der Serie bei. Außerdem dürfte es die einzige Serie sein, in der ein Bikini-Special Teil des Handlungsstrangs ist. Mit anderen Worten: Diese Serie lohnt sich.
Eine Ausgabe von Boneyard kostet $2,95, ist allerdings jeden Cent wert. Und da das erste Paperback mit „Volume One“ betitelt ist, kann man wohl mit weiteren rechnen.
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