Who is Who Kolumnen Specials Besprechungen Batman Superman JLA DCU Home News Forum Besprechungen












Startseite -> Vertigo -> Besprechung: Swamp Thing: Love in Vain




  Vertigo  


USA:
Swamp Thing: Bad Seed TP

Swamp Thing: Love in Vain TP

The Originals

Sandman presents: Bast

It's a Bird!


Panini:
Swamp Thing #1
Swamp Thing #2
Swamp Thing #3



Bücher der Magie 1: Die Einladung


     







Swamp Thing:
Love in Vain



Swamp Thing: Der Fluch
Autor:
Joshua Dysart

Zeichner:
Enrique Breccia, Timothy Green II

Preis:
14,99 $US

144 Seiten

Erscheinungsdatum:
September 2005

aus der Reihe „Swamp Thing“ bei DC/Vertigo


Klappentext:

You can´t keep a bad man down.

Though he once wielded the combined power of all the Earth´s elemental forces, the creature known as Swamp Thing has renounces his omnipotence and returned to his original status as the avatar of the Green – the web of energy connecting all of the world´s plant life. But the sacrifice has left him fragmented and vulnerable – a state which his oldest enemy is now ready to exploit. Proving that not even Hell itself can contain the pure malice of his soul, Arcane is about to break out of his eternal damnation into the world of the living – and his designs for revenge threaten to sink not only the Swamp Thing and his family but everything else under the sun into a never-ending nightmare of corruption and despair.

Collecting issues 9-14 of the ongoing Vertigo series, Swamp Thing: Love in Vain teams new writer Joshua Dysart (Vilent Messia) with artists Enrique Breccia (Lovecraft) and Timothy Green II (2005 Russ Manning Award nominee for the Most Promising Necomer) for two tales of Hell and Heaven on Earth.

Disturbing, haunting, but human and inhuman at the same time ... it´s all one could ask for in a horror tale of this sort.” – Comic Shop News




Einleitende Worte

Eigentlich bin ich jemand, der sich auf jedes der Comichefte, die er sich bestellt hat, freut. Und der in der Regel auch gerne seiner Arbeit nach kommt und die passenden Rezensionen dazu schreibt. Mit Bad Seed im Hinterkopf, einer Preiserhöhung vor Augen und bereits nach wenigen Minuten des Lesens mit einem unguten Gefühl in der Magengegend, sah es diesmal aber bei Weitem nicht so rosig aus.
Wenn du Nichts gutes über jemanden zu sagen hast, heißt es, dann sage lieber überhaupt nichts. Unangenehmerweise habe ich diese Rezension aber fest zugesagt, und so bleibt es mir vergönnt, den Band kommentarlos ins Regal zu stellen und mit Verachtung zu strafen.

Rezension / Inhalt:


Ich bin bis auf wenige Ausnahmen ein Trade-Leser, wenn es um US-Ausgaben geht, und gerade bei Swamp Thing, das in der Vergangenheit komplexe Storybögen hatte, die sich im Gesamten einfach viel angenehmer als in Heftform gelesen haben, hat es sich bei mir eingebürgert, auf den Sammelband der Ongoing zu warten. Dass man nun aber zwischen Bad Seed (beinhaltet die Bände 1-6) und Love in Vain (9-14) zwei Ausgaben weggelassen hat, das ist schon ein großes Stück. Ich kann verstehen, dass man zwei komplette Storylines abdrucken wollte, doch sollte man sich vielleicht überlegen, was für ein Ende der erste Band hatte, und wo man weiter macht. Ich hatte aufgrund der Preiserhöhung sogar erst gedacht, dass es diesmal acht anstelle der üblichen sechs Originalhefte sein würden ... aber Pustekuchen (mehr zur Preisproblematik am Ende dieser Seite). Nunja, kommen wir zur also zu den beiden Geschichten: Dem namensgebenden Love in Vain und A Measure of Faith.

Wir erinnern uns, dass Swamp Thing am Ende von Bad Seed nicht gerade in geistiger und körperlicher Höchstform war. Was in den beiden ausgelassenen Heften – ich will nun wirklich nicht darauf Rumreiten, aber ... – geschehen ist, können wir nur vermuten. Jedenfalls macht Swamp Thing, als es auf den ersten Seiten der Geschichte Love in Vain auftaucht, immer noch keinen allzu frischen Eindruck, und wie viel Alec Holland noch in seinem Bewusstsein steckt - oder was nur aufblitzende Fragmente seiner Vergangenheit als mächtiges, intelligentes Elementarwesen geblieben sind - das weiß unser grüner Freund wahrscheinlich selbst nicht so genau.

Swamp Thing trifft auf ein kleines Indianermädchen, das mit einem toten Waschbären als Puppe auf dem Arm durch die Gegend rennt und sich furchtlos mit dem unheimlichen Wesen aus dem Sumpf (Swamp Thing, nicht dem Waschbären) unterhält. Swamp Thing mag das Kind (vielleicht auch den Waschbären, ich weiß es nicht), ernennt es kurzerhand zum Swamp Child und schenkt ihm einen Teil seiner Essenz in Form einer Art Blume (wer Szenen dieser Art kennt oder sich an großartige Stories der Vergangenheit erinnert fühlt, der möge bitte die Hand heben).

Zehn Jahre später stirbt die Mutter des kleinen Mädchens und lässt die mittlerweile zur jungen Frau herangewachsenen Sallie damit alleine in der Welt des Sumpfes zurück; einer Welt, in der sie sich verloren fühlt, und in der sie all die Jahre auf Alec – Swamp Thing – gewartet hat, der ihr ein Wiedersehen versprochen hatte. Um sich vor der Einsamkeit zu schützen, beschwört sie einen übergroßen Lehmklumpen und pflanzt ihrem daraus entstandenen „Alec“ eine Samenkapsel der Pflanze ein, die Swamp Thing ihr als junges Mädchen geschenkt hatte. Dass sie mit ihrem faulen Indianerzauber jedoch keinesfalls Alec, sondern unter anderem auch Arcane – Swamp Things ärgsten Feind – einen Weg aus der Hölle bereitet hat, das soll sie erst viel, viel später merken ...

Die ganze Sache endet nach einigem hin und her schließlich in einem großen und übertrieben blutigen Showdown in einem Krankenhaus, wo sich Tefé und Abby sowie deren aktuellen Liebschaften aufhalten. Und dann wäre da ja noch Swamp Thing, der nie weit ist, wenn sein ebenso teuflischer wie hartnäckiger Widersache Arcane sein Unwesen treibt...

Ein Zwischenfazit nach dem ersten Storyakt Love in Vain fällt nicht besonders positiv aus, da sowohl die Zeichnungen, als auch die Geschichte selbst nicht überzeugen können. Selbst Diggles Story aus dem ersten Trade, an der ich einiges zu bemängeln hatte, war da ansprechender. Einzig das Ende – und damit die letzte Seite – bleibt etwas länger in Erinnerung, da es ein wenig an den Charme früherer Tage anschließt (und wäre ich ein Zyniker, dann würde ich darauf hinweisen, dass es außerdem eine schöne Seite ist, da sie Dysarts erste Storyline abschließt). Schade nur, dass es über ein halbes Tradepaperback braucht, um sich dieses Charmes zu erinnern und ihn – zwar mit einiger Mühe, aber immerhin – einzufangen...

In A Measure of Faith treffen wir dann Jake wieder, Abby´s musikalischen Lover, den wir schon in der ersten Story kennen gelernt haben. Wundert sich jemand besonders, wenn ich sage, dass er nach den Ereignissen aus dem ersten Teil, als Abby ein riesiges grünes Etwas mit Rotglühenden Augen Alec genannt hat, ziemliche Schwierigkeiten und Zweifel hat? Nein? Gut. Wenigstens etwas. Der Rest der Geschichte – um einen Wanderpriester mit üblen Machenschaften und Verbindungen zur Hölle, die mutige Tefé, sowie Swamp Thing, das durch das Grün erfährt, was Sache ist, und Jakes Eltern vor dem Priester und seinen dämonischen Freunden rettet – entbehrt zwar nicht eines gewissen Reizes, ist aber bestenfalls Durchschnitt.




Fazit:


Mit dem zweiten Sammelband der neuesten Abenteuer des Swamp Things sehe ich den Tatsache endlich ins Auge: Swamp Thing wird so schnell nicht mehr an die herausragenden Geschichten aus den 90ern heran reichen. Dafür sind die Autoren zu mittelmäßig, die Zeichner zu unausgereift. Was sich im ersten Trade dieser neuen Serie abgezeichnet hat, das setzt sich auch in Love in Vain fort, zumal hier noch erschwerend hinzu kommt, dass uns zwischen dem ersten und diesem zweiten Trade die letzten beiden Ausgaben von Diggles Run fehlen – was in diesem Fall sogar bedeutet, dass der Cliffhanger aus Bad Seeds allenfalls nur mäßig aufgelöst wird.

Hinzu kommt, dass ich mit dem grundliegenden Tenor des Bandes so meine Probleme haben: Gerade in der ersten, namengebenden Story zielt mir Dysart häufig auf Ekel, Sex und Splatter. Swamp Thing hat sich in der Vergangenheit nie ausschließlich durch diese Dinge ausgezeichnet, und frühere Autoren und Zeichner sind durchaus in der Lage gewesen, eine Horrorgeschichte zu erzählen, ohne Unmengen von Blut gebrauchen oder zwei deformierte „Dämonenleichen“ im Bett (!) zeigen zu müssen.

Dennoch muss erwähnt werden, dass manchmal so etwas wie „echtes Swamp Thing-Feeling“ durchblitzt – nur leider nicht oft genug, um über die Schwächen des oftmals zu wirren Artworks oder auch manchmal verworrenen Storytellings hinwegzutäuschen. Ich möchte der Geschichte auch kein Potential absprechen – aber es fehlt ihr doch noch ein gutes Stück, um es auszuschöpfen. Mit einem anderen Zeichner an Bord, soviel sei an dieser Stelle noch einmal bemerkt, würde das ganze vielleicht anders aussehen. Häufig sind es ja stimmungsvolle Zeichnungen, die die Schwächen einer Geschichte kaschieren können. Das ist hier in keinster Weise der Fall – weder bei Breccia in Love in Vain, noch bei Green in der zweiten Storyline A Measure of Faith, wobei mir dessen Artwork im direkten Vergleich zu Breccias deutlich besser gefallen hat. Auch die Story der zweiten Geschichte kam näher an das für mich typische Flair von Swamp Thing heran. Doch da das Trade aber im Gesamten beurteilt werden muss, hilft das nicht so viel, zumal auch A Measure of Faith wieder seine Löcher in der Story hatte, und es mir irgendwie nicht in den Kram passt, eine mittelmäßige Geschichte über die Maße zu loben, weil ich sie mit einer unterirdisch schlechten vergleiche.

Drei Storylines, zwei verschiedene, aber in keinem Fall überzeugende Zeichner. Ist da vielleicht der Grund zu suchen, dass diese Serie nicht aus dem unteren Teil der Mittelmäßigkeit heraus kommt? Die Charakterisierung der Figuren nicht tief genug erscheinen? Ich weiß es nicht, und ich möchte nicht in der Haut des Chefredakteurs stecken, der dies seinen Vorgesetzten erklären muss.

Doch was machen wir nun mit diesem Band? Wieder kam Swamp Thing nicht aus dem Sumpf der Mittelmäßigkeit hinaus, und das tut zumindest mir richtig, richtig weh. Wieder waren die Erzählung, das Artwork und sogar das Cover (wieso hat man nicht ein Totleben-Cover genommen? Totleben gehört zu Swamp Thing wie Bissette, wie Moore, Veitch und wie Alcala. Das wäre immerhin ein Lichtblick gewesen) bestenfalls eine mittelmäßige Ergänzung der Legende um das Ding aus den Sümpfen von Louisiana. Ich kann und will niemandem vorschreiben, was er machen soll, aber ich für meinen Teil werde auf Spontaneous Generation, welches im Januar 2006 erscheinen wird und die nächsten der klassischen Veitch-Ausgaben beinhaltet, die direkt an den Moore-Run anschlossen, warten. Denn damals war die grüne Swamp Thing-Welt noch größtenteils in Ordnung...

Randnotizen


· Die Cover zu A Measure of Faith, der zweiten in diesem Trade enthaltenen Storyline von Joshua Dysart, sind von Swamp Thing-Altmeister John Totleben und so ziemlich das beste an diesem Band... Auch wenn es mir wohl auf immer ein Rätsel bleiben wird, wieso man keines dieser Bilder aufs Titelbild genommen und sich statt dessen für dieses grässliche Breccia-Cover entschieden hat.

· Gleicher Umfang, jedoch fünf Dollar Preisaufschlag zum (sogar noch etwas besseren) Vorgänger – muss das wirklich sein? Oder ist Swamp Thing schon dem Ende nahe, so dass man das Trade nur durch den höheren Preis überhaupt auf den Markt bringen kann? Es wäre zwar schade, wenn diese Figur wieder einmal in den Tiefen der Höllen verschwinden würde, doch überraschen täte es mich bei den derzeitigen Geschichten ehrlich gesagt nicht. Die Zukunft wird es wohl zeigen, was mit Swamp Thing passiert ... und vielleicht ist es sogar besser, diesen Teil seiner Geschichte zu begraben, ein wenig (Sumpf-)Gras über die Sache wachsen zu lassen und es in ein oder zwei Jahren mit einem neuen Kreativteam zu versuchen. Dann vielleicht auch mal mit einem Zeichner, bei dem sich mir nicht die Haare aufstellen, und unter Umständen ja sogar mit einem Autoren, der nicht fünfmal pro Heft den Eindruck erweckt, als wüsste er nicht genau, was er da tut ...

· Seufz. Was habt ihr meinem Grünen Freund angetan?



by Christian Endres


Black Dog Comics

Specials
JLA/Avengers Special

DC FAQ

Episode Guides

Batman: Hush - Die neuen Abenteuer

Our Worlds At War

Just Imagine: Crisis









© 2003 DC Fan-Page, siehe Impressum


ZurückNach oben