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Stephan Erdman (aka "Loki") zur Aussicht der Superheldencomics in Deutschland
Tabula Rasa!
Das könnte man zur momentanen Umgestaltung des Superheldenmarktes in Deutschland sagen.
-Die JLA wird umgestellt auf Sonderbände
-die Titans fallen weg
-YJ erscheint zweimonatlich
-Green Lantern erscheint zweimonatlich
-Superman wird gerebooted
Tabula Rasa!
So sind die Auswirckungen eines hoffnungslos überwirtschafteten Marktes,der sich Superheldencomics nennt.
Wie entstand eigentlich dieser überlastete Markt?
Das klärt sich leider sehr einfach,wenn man die Zahl der neu erschienenen Superheldencomicreihen und die Zahl der Superheldencomicleser vergleicht.
Allein Dino hat Green Lantern, Flash und Young Justice in kürzester Zeit herausgebracht.
Gleichwohl blieb die Gesamtzahl der Leser konstant und mit dem größeren Programm, das alle Verlage in dieser Sparte in Folge des großen Boomes der letzten Jahre errichteten, begann das Selektieren.
Kaum einer liest alle Reihen.
Sei es durch mangelndes Interesse,mangelnde Identifikation mit der Reihe oder durch mangelndes monatliches Budget.
Was folgte waren die Ein- und Umstellungen,wegen sinkender Auflagenzahlen.
Was daraus folgte...
Tabula Rasa!
In vieler Hinsicht!
Neben der teilweise panisch anmutenden Umstürtzungen der Verlagsprogramme,findet sich auch unter der Leserschaft ein einziges Tabula Rasa!
Wärend viele schon das Ende vorhersagten, finden sich auch jetzt noch viele, die weitere Serien fordern.
Nicht genug:
Die Serien haben auch noch billiger zu werden, und um das DCFP-Forum zu zitieren:
"Von mir aus sollen sie dann Dutzende Werbeseiten reinpacken!"
Aber genau hier ist leider einer der Gründe des Zusammenbruchs zu finden!
Wer die Superheldencomics mal etwas genauer betrachtet,wird feststellen, daß fast ausschließlich Werbung für eigene Reihen des Verlages zu finden ist, also nichts woran der Verlag verdient.
Wie kommt sowas wird sich der eine oder andere fragen.
Nun um das zu erläutern will ich etwas weiter ausholen:
Eine Firma die gedenkt Werbung zu betreiben sucht nach einem Medium, das von ihrer Zielgruppe bevorzugt genutzt wird. Dies kann Fernsehen, das Internet, Kino oder eben auch Zeitschriften und Comics sein.
Die Frage die sich nun stellt, welche Firma versucht in Comics zu werben?
Die Frage ist dieselbe wie "Was glaubt der Durchschnittsmensch wie alt man ist, wenn man Comics liest". Die allgemeine Meinung ist, die bevorzugte Leserschaft von Comics sei unterhalb von 14 Jahren.
Wir finden also Interessenten, die nach einem gut gelesenen Comic mit einer Zielgruppe von unterhalb von 14 Jahren sucht.
Nun gibt besagte Firma ihrer Werbeabteilung ein solches Comic zu finden und siehe da....
Wer auf der Dino-Verlagseite mal in den Firmenteil hineinsah,wird feststellen,daß keine Superheldenreihe eine derart junge Leserschaft hat.
Folglich wirbt besagte Firma in Funnys oder Gamecomics.
Wir sehen also eine Verminderung des Preises mittels Werbung ist sehr unwahrscheinlich.
Die Folge ist natürlich, daß die hohen Kosten für ein Comic (5,90 sind für die jüngere Leserschaft ja schon etwas) neue junge Leser abschreckt und damit die Zahl der Leser weiterhin niedrig bleibt.
Zu niedrig für ein solches Programm!
Eine weitere Forderung,die man relativ häufiger findet ist den Preis mittels höherer Auflagen niedrig zu halten.
Prinzipiell funktioniert das und irgendwann findet man so auch genug Leser, die die höheren Kosten aufwiegen, jedoch dürfte jeder Verlag bei einer derartigen Aktion vorher pleite gehen.
Tabula Rasa!
Fanboy Geheule!
Dies sind die Bezeichnungen wie sie mittlerweile fast alltäglich geworden sind!
Tabula Rasa!
Ich will.............
Das ist es was man nunmehr ständig hört!
Tabula Rasa!
Der Verlag ist sch.....................
Auch das hört man und liest man recht häufig!
Tabula Rasa!
Und alles kein Sinn!
Zu hoffen wäre eine Initiative von Verlag und Fans inwiefern sich die allgemein schlechte Lage der Superheldencomics in Deutschland verbessern ließe.
Wer Interesse hat soll mal im Forum rüberwechseln zum Splashpagesforum.
Einen Thread mit diesem Thema und durchaus interessanten Beiträgen findet sich dort.
Fakt ist nunmal:
Trotz dem größten Gezeter verbessert sich keine Lage!
Eher verschlechtert sie sich dadurch, wegen des geringer werdenden Kontaktes und Gedankenaustausches zwischen Verlag und Fans.
Drum vergeßt endlich den Wunsch nach Chaos und überlegt wie man dieses überwindet!
----------euer aller Prinz der Lügen aus Asgard Stephan Erdmann
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