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Ursprünglich hätte an dieser Stelle meine Vorstellung des DC Verlages stattfinden sollen. Ursprünglich. Aber wie üblich ist etwas dazwischen gekommen. Keine Sorge, der Rundgang durch die amerikanische Verlagslandschaft wird fortgeführt.
Momentan erleben wir mit, wie viele Verlage immer mehr Tradepaperbacks auf den Markt werfen. Es ist eine deutliche Steigerung zu erkennen, im Vergleich zu früher. Das liegt vor allem auch an Marvel, das seine Fehler von damals wieder gutmacht. Was ist überhaupt ein Tradepaperback? Ein Tradepaperback ist eine Sammlung einer Storyline innerhalb eines Bandes, zusammengestellt aus einigen bestimmten Heften oder einer Miniserie. Hinzu kommen noch diverse Extras, und ein niedriger Preis. Niedriger, als wenn man den Preis jedes einzelnen Heftes aufaddieren würde.
Schon jetzt wird häufig auf dieses Format hingearbeitet. Bei Marvel erscheinen Stories fast nur noch in Mehrteilern von vier oder sechs Teilen, damit man sie besser ins Tradepaperbackformat übertragen kann. Der amerikanische Viz Comicverlag, einer der größten Mangaverlage in Amerika, hat sogar seine Heftproduktion gänzlich eingestellt, und konzentriert sich vollends auf die Tradepaperbacks.
Hier in Europa ist das Albenformat eh schon gang und gebe. Sehr viele Titel, wie zum Beispiel Lucky Luke, oder Spirou und Fantasio, kennen wir schon gar nicht anders als im Albenformat. Und Mangas erscheinen in Deutschland auch im handlichen, und sehr preiswertem Taschenbuchformat, was auch eine Art von Sammelalbum darstellt.
Was ich persönlich etwas schade finde. Denn ich selbst bin mit den Heften sozusagen aufgewachsen. Ich fiebere dem nächsten Erscheinungstermin einer Serie entgegen, wenn ich einen Hammer-Cliffhanger gelesen habe. Ich kann es dann kaum erwarten, mir die nächste Ausgabe zu kaufen, zu lesen, zu erfahren wie es weitergeht. Diese Spannung würde durch das Tradeformat verloren gehen. Denn wenn eine ganze Storyline in einem Trade versammelt wird, dann verlieren natürlich die gesamten Cliffhanger am Ende jeder Einzelausgabe an Spannung, an Wirkung. Theoretisch müsste dann die gesamte Erzählweise umgestellt werden.
Wollen wir in Zukunft wirklich nur Comics in Form von einer Graphic Novel haben, wo man bei einer Softcoverversion mindestens 17$ zahlen muss? DC scheint das zu bejahen, und hat den Ausstoß an Graphic Novels erhöht. Klar sind da auch gute Stories mit drunter, wie zum Beispiel JLA/JSA: Virtue and Vice. Aber dennoch klammert sich schon allein wegen des Preises ein Teil der Leserschaft aus.
Aber, ich will das Tradeformat nicht zu schlecht reden. Es hat seine unbestrittenen Vorteile. Es ist sozusagen die DVD des Comics. Man bekommt für wenig Geld viel Material. Würde sich also lohnen.
So, demnächst DC. |
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