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25.12.2005
Comic Action 2005

25.12.2005
In my Opionion #4

16.12.2005
Ron Marz Chat Transkript

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In my Opionion #3

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In my Opionion #2

21.04.2005
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11.03.2005
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25.02.2005
I hate it here!

22.02.2005
70 Jahre DC

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Comic Action 2004

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The end of the World...

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Jim Lee Interview
30.11.03
Comic Action 2003

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Deutsch

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It’s the inavoidable Return of the great white dope

26.07.03
Every Day creates your History

25.05.03
Es ist ein Roß entsprungen

17.05.03
Turning Japanese

04.04.03
Leave without a Trace


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Panini-Konvent


02.03.03
Über dem Horizont geht's weiter

10.02.03
Only the Good die young

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Religion Superheld!

14.01.03
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Bad Boys, Bad Boys

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19.02.02
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DC Konvent II

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Zurück zur Erde

16.08.01
Autor oder Zeichner?

25.07.01
DC Konvent

24.07.01
Museums Edition - Batman #1

07.05.01
"Sie sind da" - die neuen DCs unter die Lupe genommen

20.04.01
"Warum DC besser ist als Marvel..." oder andersherum?

26.07.00
"Mythos Superman"

16.07.00
Zur Aussicht der Superhelden in Deutschland

29.05.00
Die Umstellung der JLA

29.10.99
Comic Action '99 - Impressionen

     







Eine kurze Geschichte
des DC UNIVERSUMS

Teil 4





Post-Crisis:
Die 80er und die 90er Jahre

Während man über einen Großteil der kulturellen Errungenschaften der 80er Jahre am besten den Mantel des Schweigens hüllen sollte, erreichte DC Comics seinen kreativen Höhepunkt ohne Frage 80ern. In jenem Jahrzehnt begann DC damit, sich einen Ruf als wegbereitender und vorwärts gewandter Verlag, der einige der meistrespektierten und Branchen-erschütterndsten Titel auf den Markt brachte, die Comic Fans je gesehen hatten - besonders hervorzuheben wären zweifelsohne die wegweisenden Watchmen und The Dark Knight Returns.

Vor der Crisis war DC hinter der mächtigen Marvel-Maschinerie zurückgefallen, die in den 1960er Jahren von Stan Lee und dem ehemaligen DC-Mitarbeiter Jack Kirby aufgebaut worden war. Marvel hatte sich mit draufgängerischen, angeblich realistischeren Superhelden-Konzepten wie Wolverine und den X-Men großer Erfolge erfreut. Frank Miller, der Zeichner und Autor einer von Marvels größten Erfolgsgeschichten, Daredevil, wechselte zu DC, um sich selbst mit seiner vierteiligen Miniserie The Dark Knight Returns von 1986 an der Wiederbelebung von Batman zu versuchen.

In The Dark Knight Returns präsentierte Miller einen deutlich extremeren, brutaleren und besesseneren Batman, als ihn die Leser gewöhnt waren. DKR erzählte die Geschichte einer dystopischen Zukunft, in der Bruce Wayne sein Fledermaus-Kostüm an den Nagel gehängt hatte und begeisterte damit Kritiker und Leser gleichermaßen. Mit DKR hatte Miller nicht nur die Dunkelheit wieder zum Dunklen Ritter zurück gebracht, sondern auch die Messlatte für Superhelden-Comics als ein Mittel zum Geschichtenerzählen höhergesetzt. Die Sammelband-Ausgabe von The Dark Knight Returns gilt heutzutage als "Muß" für jeden Comicleser.

Im selben Jahr veröffentlichte DC auch Alan Moores und Dave Gibbons eindrucksvolle und gewaltige “zwölfteilige Graphic Novel“, Watchmen. Watchmen definierte das Superhelden-Genre für eine neue Ära neu, demontierte das traditionelle Superhelden-Milieu und zeigte Lesern einen grimmigen, nur allzu menschlichen Ansatz im Superhelden-Dasein, was in der gesamten Branche Erschütterungen auslöste, die bis heute nicht völlig abgeklungen sind. Watchmen setzte mit seiner düsteren Welt einer nahen Zukunft voller fehlerbehafteter, brutaler Vigilanten und einer drohenden atomaren Katastrophe einen neuen Standard für strukturelle Komplexität und erzählerische Tiefe.

Ursprünglich war geplant gewesen, dass die Serie die kurz zuvor aufgekauften Figuren des untergegangenen Verlages Charlton Comics verwenden sollte. Charltons Repertoire an Figuren beinhaltete Captain Atom, The Question und den Blue Beetle. Später gelangte DC jedoch zu dem Entschluss, dass Moores grimmigem Epos besser gedient sei, indem man neue Figuren einführte, um nicht das kommerziellen Potentzal der Charlton-Figuren zu gefährden. Anstelle von The Question führte Moore Rorschach ein, während der Blue Beetle durch Nite Owl ersetzt wurde. DC führte später die Charlton-Figuren in sein primäres Universum, wo sie bis heute Stützpfeiler des DCUs darstellen.



Im Zuge des gewaltigen Erfolges von Watchmen sowohl bei den Kritikern als auch in kommerzieller Hinsicht fuhr DC damit fort, die Möglichkeiten ihrer Veröffentlichungen zu überschreiten. Während Alan Moore seinen Erfolg mit seiner Neubelebung des Swamp Things fortsetzte, begann DC, aktiv nach ähnlichen Talenten zu suchen - was zur “britischen Invasion“ führte, als sich DC an die Quelle der Comic-Schaffenskunst begab, die in Großbritannien sprudelte. Schon bald begannen “Mature Readers“-Reihen wie Neil Gaimans The Sandman, Grant Morrisons Animal Man und Peter Milligans Shade, the Changing Man, die Branche in helle Aufregung zu versetzen, was in den frühen 90ern zur Gündung des Vertigo-Labels führte - “eine Reihe, gewidmet den literarischeren und auf ein älteres Publikum ausgerichteten Themen“, das sich daran machte, einige der meistgefeierten Comics der letzten zwei Jahrzehnte zu herauszubringen. The Sandman, Animal Man und Shade machten den Weg frei für Titel wie Warren Ellis’ Transmetropolitan, Garth Ennis’ Preacher und Brian K. Vaughns aktuellem Erfolgstitel Y: The Last Man.

Um angesichts des Erfolges von Vertigo nicht ins Hintertreffen zu geraten, warteten die 90er mit einer der schockierendsten Comic-Storylines auf, die jemals bei DC erschienen sind, als der Verlag es wagte, den Mann aus Stahl - Superman selbst - in Superman #75 aus dem Jahr 1993 zu töten. In einer Ära der künstlich aufgeblasenen Werbegags (wie beispielsweise Marvels berühmt-berüchtigter “Klon-Saga“ und der “Zeit der Apokalpyse“) gelang es niemandem, ein deratiges Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit zu erlangen wie der “Tag, an dem Superman starb“. Die Geschichte, in der der letzte Sohn Kryptons im Kampf gegen eine geheimnisvolle Kreatur, die nur bekannt als Doomsday bekannt war, ums Leben kam, schaffte es weltweit in die Schlagzeilen. Wie die besonneren unter den Comicfans sogleich erkannten, war es völlig ausgeschlossen, dass DC ernsthaft beabsichtigte, ihre Galionsfigur zu töten. Die Geschichte um den Tod Supermans war lediglich der Anfang und führte zur groß angekündigten “Supermans Rückkehr“, die zugleich auch eine neue Version von Superboy sowie einen neuen Helden mit sich brachte - John Henry Irons, besser bekannt als Steel. “Supermans Tod“ führte darüber hinaus auch direkt zum Abstieg der Green Lantern Hal Jordan in den Wahnsinn und zu seiner daran anknüpfenden Wiedergeburt als der Schurke Parallax. Ungefähr zur selben Zeit startete bei DC auch eine weitere Storyline, in deren Verlauf Batman vom Superschurken Bane besiegt wurde. Bane brach Bruce Wayne das Rückgrat und zwang ihn auf diese Weise zur Aufgabe, woraufhin das Fledermaus-Kostüm im Zuge der “Knightfall“ Storyline an Batmans früheren Gegner Azrael weitergereicht wurde.

Gegen Ende des Jahres 1994, begab sich DC in die Zero Hour: Crisis in Time, gewissermaßen eine vom Umfang her kleinerformartige Fortsetzung der Crisis und zugleich ein Versuch, diverse Pannen in der Kontinuität und nach wie vor bestehende Fehler auszubügeln, die sich infolge oder sogar direkt aus der ursprünglichen Crisis ergeben hatten - wobei wieder einmal eine ganze Reihe Figuren getötet wurde, ferner wurden neue Serien gestartet und ältere Titel, darunter L.E.G.I.O.N., eingestellt und zu allem Überfluß auch noch die frühere Green Lantern Hal Jordan als den schon eben genannten Oberschurke - Parallax - eingeführt. Im Gegensatz zur Crisis hatte Zero Hour wenig Auswirkung auf die Kontinuität an sich, sondern fungierte vielmehr als eine Art “Flickwerk“ denn als ein komplett neues Regelwerk für das DCU.

Andere erwähnenswerte Ereignisse der ersten Häfte der 90er Jahre beinhielten den Tod von Green Arrow Oliver Queen; eine Reihe von DC/Marvel-Crossovern, die ihren Höhepunkt im kurzlebigen Amalgam-Universum fanden; James Robinsons Neuauflage von Starman; sowie die Wiedereinführung des Fawcett-Helden Captain Marvel.

Obwohl sich die Verkaufszahlen von Geschichten wie Zero Hour, “Knightfall“ und “Supermans Tod“ durchaus sehen lassen konnten, waren die Kritiker und die alten Fans nicht sonderlich beeindruckt. In der zweiten Hälfte der 90er begann der Aufschwung der Comic-Branche, der durch die Berichterstattung der Medien über Großereignisse, wie beispielsweise Supermans Tod und die Gründung von Image Comics, wieder abzuflauen. Der Markt der Spekulanten, der bis dahin die Verkäufe dieser “schockierenden, einmal-und-nie-wieder-, alles-wird-sich-hiermit-ändern-, Sammler-Editions-Events“ hochgetrieben hatte, verlor schnell wieder das Interesse, während langjährige Leser der pausenlosen Tode, Einstellungen und Neustarts von Serien und der Sonder-Editions-Variant-Cover überdrüssig wurden, weshalb viele von ihnen der Comic-Branche den Rücken kehrten. Der Rückgang der Verkaufszahlen war so groß, dass DC größter Konkurrent, Branchenriese Marvel, kurz vor Ende des Jahres 1996 gar den Bankrott erklären mußte.

Nichtsdestotrotz war nicht alles im DC-Universum düster und trübe. Der Dezember 1996 wartete mit der unausweichlichen Hochzeit von Clark Kent und Lois Lane in Superman: The Wedding Album sowie dem Beginn einer “Stabilisierung“ des DC-Universums auf (auch wenn sich Superman bald darauf inmitten der berühmt-berüchtigten “Rot/Blau“-Storyline wiederfand), da Redakteuere und Autoren anfingen, sich wieder darauf zu besinnen, Geschichten zu erzählen, anstatt ihren Schwerpunkt auf kurzlebige, künstlich aufgeblasene Ereignisse mit kurzer Halbwertszeit zu legen.

Der Vertigo-Autor Grant Morrison und Zeichner Howard Porter hauchten der schwächelnden Justice League in der Serie JLA mit einem aufs Wesentliche beschränkten, enorm dynamischen Ansatz bezüglich der Superhelden-Thematik neues Leben ein - und lösten damit etwas aus, was so manch einer als das “postmoderne Zeitalter von DC“ bezeichnet;

Mark Waid und Alex Ross begeisterten Kritiker und Fans mit ihrer Miniserie Kingdom Come, die in einer dystopischen Zukunft spielt; Jeph Loebs und Tim Sales mit Lob überhäuftes Batman: The Long Halloween; sowie das von Grant Morrison organisierte DC One Million, während Mark Waid in der umstrittenen Fortsetzung von Kingdom Come, The Kingdom, das Konzept der Hypertime wieder einführte.

Während Vernunft und künstlerische Integrität wieder Einzug ins DC-Universum hielten, begann DC als Verlag, eine erneute Diversifikation seiner Angebotspalette zu verfolgen, so kaufte man Jim Lees Wildstorm Studios auf und rief das kurzlebige Helix-Label ins Leben. Bereits zuvor, ebenfalls in den 90ern, hatte DC zudem das auf ein afro-amerikanisches Zielpublikum ausgerichtete Milestone-Label sowie Impact! und Paradox Press ins Leben gerufen.



Das DC-Universum im Jahr 2005

Bis zum heutigen Tag hält DC seine Stellung als einer der führenden Comicverlage inne. Die Erfolgsserie Superman/Batman belegt regelmäßig Platz 1 in den Verkaufscharts des Vertriebs Diamond Distributions, und erst kürzlich konnte der Verlag weitere große Erfolge mit der spannenden Miniserie Identity Crisis von Brad Metzler und Rag Morales sowie mit Green Lantern: Rebirth von Geoff Johns und Ethan Van Sciver, in deren Mittelpunkt die Rückkehr von Hal Jordan als Green Lantern steht, für sich verbuchen.

Gerüchten zufolge erwartet uns im Jahr 2005 eine mögliche Crisis on Infinite Earths 2, die sich aus Andy Diggles und Pascal Ferrys Adam Strange-Miniserie ergeben soll, ferner die Identity Crisis und sowie der geheimnisvolle DC Countdown. Über letzteren ist bislang wenig bekannt, und DC hat bezüglich dieses Themas bisher auch nicht viel verlauten lassen, weigert sich gar, überhaupt über Countdown zu reden, da man fürchtet, zu früh “die Katze aus dem Sack zu lassen“. Als erste Folge von Countdown sollen im April Greg Ruckas OMAC Project sowie Bill Willinghams Day of Vengeance.

Erst kürzlich hat DC zwei große Bomben platzen lassen und damit die Branche in helle Aufregung versetzt - zum einen wäre dies die Ankündigung der All-Star-Reihe, angefangen mit All-Star Superman und All-Star Batman & Robin. All Star ist so etwas wie ein Gegenstück zu Marvels erfolgreicher Ultimate-Reihe, in der ebenfalls einige der besten Autoren und Zeichner mit den bekanntesten Figuren des Verlages Geschichten erzählen, die außerhalb der normalen Kontinuität spielen. All-Star Superman präsentiert das vielfach gepriesene Kreativteam von Serien wie We3, New X-Men und Flex Mentallo, bestehend aus Grant Morrison und Frank Quitley, während All-Star Batman & Robin Frank Millers Rückkehr zur Figur des Fledermausdetektivs darstellt, der zu diesem Zweck mit Wildstorm-Gründer und Zeichner-Superstar Jim Lee (Batman: Hush, X-Men) zusammenarbeitet.

Mit exklusiv verpflichteten Top-Autoren und -Zeichnern, den größten Ikonen der Comic-Welt, dem Kassenschlager in Form der enorm erfolgreichen Identity Crisis sowie dem ins Haus stehenden Film Batman Begins dürfte DC im Jahre 2005 einmal mehr in neuem Glanz erstrahlen.


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