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Wonder Woman
Secret Files & Origins #3



Skript:
Phil Jimenez

Bleistiftzeichnungen:
Lan Medina, David Yardin

Tusche:
Walden Wong




Inhalt:
Harbinger (Lyla) hat eine Einladung nach Themyscira bekommen, und wird auf die Insel gebracht. Auf der Insel wird sie von zwei Amazonen abgeholt, und sie erinnern sich gemeinsam an die Geschichte von Diana: Sowohl an die aktuellen, als auch an die vergangenen Geschehnisse.
Danach unterhalten sie sich über Hippolyta, und den Einfluss, den sie auf die Welt gehabt hatte. Dann berichtet Lyla ihnen, dass selbst der Monitor nicht alles wusste. Über den Ursprung der Götter konnte er nichts sagen, dafür aber über den Ursprung der Bana-Mighdall-Amazonen.
Schließlich wird Lyla der Grund für ihr Anwesen genannt. Es handelt sich um den Orb, den Lyla damals programmiert hatte. Sie wird gebeten, ihre damalige Arbeit fortzusetzen, was sie mit Vergnügen macht.


Anmerkungen:
Laut Lyla war Diana nicht an der Crisis beteiligt, da sie damals den Wettbewerb noch nicht bestanden hatte.

Kommentar:
Lasst euch auf jeden Fall nicht von der knappen Inhaltsangabe täuschen. Die Geschichte ist kurz, ja. Aber sie ist deswegen nicht schlecht. Im Gegenteil!
Phil Jiminez erzählt sozusagen im Vorrübergehen die nötigen Fakten, die man als Leser über die Amazonen und ihre Repräsentanten wissen muss. Und dass er dazu auch noch Lyla wieder einführt, die doch in den letzten Jahren im DC Universum etwas untergegangen war, ist sozusagen das Sahnestück. Er schließt damit direkt an die Crisis an, und an den Mann, der Wonder Woman geprägt hat: George Perez!

Die Charaktere kommen vollkommen glaubwürdig rüber, ebenso die Dialoge.
Was die Zeichnungen angeht, so sind diese auch gut. Allerdings leben die Figuren erst richtig, wenn Lan Medina den Zeichenstift schwingt. Seine Figuren und Hintergründe sind detailiert genug, um zu leben. David Yardin kann dagegen leider nicht ankommen.

Der Rest des Secret Files ist auch nicht zu verachten. Phil Jiminez bricht etwas mit der Tradition der vorhergegangen Secret Files-Ausgaben, in dem er nicht das Bild zur Hauptsache macht, sondern den Text. Es gibt bei den diversen Profilepages sehr viel mehr zu lesen, und dennoch fühlt man sich nicht gelangweilt, weil Phil dem Text viele Bilder mitgibt, in denen bestimmte Szenen nachgestellt werden! Einfach herrlich!
Was die obligatorische "Time Line" angeht, so bricht Phil auch hier mit den Konventionen. Anstatt eine Art Tabelle zu machen, lässt er Harbinger die Geschichte der Amazonen und ihrer Heldinnen erzählen. Auch hier sind wieder zahllose kleine Bilder mit eingefügt, die das ganze um so vergnüglicher machen.

Fazit: Grandios! Der perfekte Einstiegspunkt für Neuleser! Man wird über alles zur Genüge informiert.



Götz "comicfreak" Piesbergen


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