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Wonder Woman OWAW


Wonder Woman OWAW



Autoren:
Phil Jiminez

Zeichner:
Cliff Chiang, Jamal Igle, Buzz

Inks:
Wade von Grawbadger

Erscheinungsdatum:
Juli 2001




Inhalt:
Die Amazonen warten auf den Spruch ihres Orakels, während draußen der Krieg tobt. Um sich die Zeit zu vertreiben und um den Amazonen von Bana-Mighdall Hippolyta näher zubringen, erzählen sie die Geschichte selbiger.


Die Amazonen wurden von den Göttinnen erschaffen, um den Weg friedvoller Koexistenz zu lehren. Antiope und Hippolyta waren die, doch ihre Lehren wurden abgewiesen und so zogen sie sich hinter die Mauern von Themyscira zurück.
Hippolyta ist mit dieser Situation unzufrieden, während Antiope um ihrer Tochter willen mit der Situation zufrieden ist.
Dann kam es zum Verrat. Hippolyta wurden von Herakles verführt und gefangengenommen. Während seine Männer in Themiscira waren verliebten sich Theseus und Antiope ineinander.
Nachdem die Amazonen sich befreit und blutige Rache genommen hatten, spalteten sie sich in zwei Gruppen. Antiope wollte die Männer weiter verfolgen und Rache nehmen. Sie sagte sich von ihren Göttern los. Hippolyta und ihre Gruppe von Amazonen wurde von den enttäuschten Göttinnen nach Themyscira verbannt, wo sie Böses bewachen sollten.


Das Schicksal von Antiope und ihrer Gruppe war auch nicht viel besser. Antiope traf wieder auf Theseus, vergab und heiratete ihn und wurde schließlich von Ariadne, der ehemaligen Liebe von Theseus, ermordet. Ihre Tochter und die Amazonen wurden eingesperrt, konnten jedoch befreit werden und wurden zu Söldnern.


Eines Tages erschuf Hippolyta ihre Tochter Diana. Diese lernte schnell und viel, musste allerdings noch den Umgang mit ihren Kräften üben. Nach einer Lektion lernte sie ihre Kräfte und Fähigkeiten richtig zu benutzen - und sie ward neugierig wie die Welt der Männer aussieht.
Als eines Tages Donna, die von Magala erschaffene Spielkameradin, entführt wurde, wurde auch Hippolyta übervorsichtig. Als der Wettkampf um den Titel der Wonder Woman begann, verbot sie Diana daran teilzunehmen. Doch Diana nahm trotzdem teil und wurde Wonder Woman, benannt nach einer Frau aus einer anderen Ära der Welt, die ähnlich gekleidet war.


Es kam schließlich zu einem Austausch zwischen den beiden Welten, der jedoch von der Hexe Circe zunichte gemacht wurde. Als Rache für ihre Niederlage schickte Circe die Amazonen von Bana-Mighdall nach Themyscira, wo ein großes Gemetzel begann. Die Insel wurde in eine andere Dimension geschickt und kehrte zurück. Hippolyta erfuhr von Magala, dass Wonder Woman sterben würde und arrangiert einen zweiten Wettkampf. Sie sorgte dafür, dass Artemis gewann, um zu verhindern, dass sie Diana verlieren würde. Doch als Diana davon erfuhr, verließ sie Hippolyta trotzdem und diese bezahlte für ihre Übervorsicht.


Neron tötete ihre Tochter vor ihren Augen. Durch ihren Tod wurde Diana eine Göttin und ernannte ihre Mutter zu ihrer Nachfolgerin. Dies war Hippolytas Buße. Sie wurde Wonder Woman, reiste zurück in die Vergangenheit, wurde Mitglied der Justice Society und legte den Grundstein für die Tradition der Wonder Woman.


Doch auch in der Vergangenheit erlebt sie einige persönliche Niederlagen. Versuche weibliche Superschurken zum Guten zu bekehren scheiterten. Sie nahm diese Niederlagen jedoch als Anlaß ihre Lehren über verschiedene Schulen zu verbreiten. Dabei traf sie auf eine Krankenschwester mit dem Namen Diana Prince. Sie erlebte noch einige Abenteuer, und begegnet dabei Fury. Diese arbeitete jahrelang mit an der Seite von Hippolyta, wurde dann jedoch verrückt, ehe sie dann vor kurzem wieder zu Sinnen kam.


Hippolyta wurde auch ein Vorbild für einige Frauen, unter anderem für eine Frau mit dem Namen Diana Rockwell Trevor, die einen Sohn mit dem Namen Stephen Trevor hatte. Diese Frau stürzte über Themyscira ab und vernichtet einen Dämon. Dabei starb sie jedoch. Sie wurde die Namensgeberin für Diana. Und so begann ein Zyklus, der für einige Verwirrung sorgen sollte.
Dann werden die letzten Ereignisse erzählt. Wie Hippolyta und Diana die Monarchie auf Themysiyra abschaffen und in die Welt der Patriarchen gehen.
Man sieht, wie Hippolyta im Kampf gegen die Sonden stirbt.
Die Amazonen erfahren dies von dem Orakel, und beschließen im Namen von Hippolyta in den Kampf zu ziehen.


Kommentar:
Was für eine Wahnsinnsausgabe! Okay, auch dieses Spezial hat eigentlich recht herzlich wenig mit OWAW zu tun, aber wenigstens wird hier eine spannende Geschichte erzählt. Phil Jiminez schafft es, die ganze Geschichte der Amazonen spannend zu erzählen, natürlich mit einem Hauptaugenmerk auf Hippolyta.


Und dieser Fokus schadet der Ausgabe nicht. Ich glaube, seit langem wird hier mal wieder eine Hippolyta geschildert, die dem Leser richtig sympatisch ist. Ich weiß jetzt nicht, wie Hippolyta bei Byrne oder Luke geschrieben wird, doch bei DeMatteis und Deodato jr. war ihre Charakterisierung doch etwas zwiespältig. Aber jetzt wird wenigstens eine vernünftige Ursache für diese Zwiespältigkeit gegeben. Hippolyta hatte eine Menge mitgemacht, ehe sie Diana "gebar". Dies macht sie sympatisch und ihren Tod so dramatisch. Wie sie jetzt genau starb, wird in WW#172 geschildert.
Wer jetzt Zweifel an den schriftstellerischen Qualitäten von Phil Jiminez hat, dem empfehle ich diese Ausgabe. Fans von Action Szenen verweise ich auf WW#172 und #173. Dies ist eine pure Geschichtenausgabe. Es gibt nur eine Splashpage, und die ist richtig gelungen. Ansonsten findet man auf jeder Seite nicht weniger als 6 Panels Durchschnitt, weshalb auch die Geschichte so umfangreich und komplex ist.


Kommen wir zu den Zeichnern.
Da fängt das Heft schon gut an. Leser der JSA werden Buzz noch als Fill-in-artist bei der Serie kennen. In dieser Ausgabe weiß er nun vollends zu begeistern. Seine Amazonen wirken stark und doch weiblich. Wenn mal Phil Jiminez keine Lust hat Wonder Woman zu zeichnen, so ist Buzz der perfekte Künstler um ihn zu ersetzen. Zwar gibt er wenig auf Details, aber dennoch sind seine Zeichnungen gelungen.
Anders dagegen Jamal Igle. Seine Zeichnungen sind im Vergleich zu Buzz detailierter, aber dafür sehen seine Amazonen aus wie alte Weiber. Die Gesichter wirken krank und eingefallen oder als ob die Amazonen auf Drogen sind. Nicht gerade gut.
Der eigentliche Star dieser Ausgabe ist aber Cliff Chiang. Ich kenne seine Zeichnungen noch von dem Golden Age Secret File, und dort wußten seine Zeichnungen so gar nicht zu begeistern. Dafür wirken sie hier. Seine Zeichnungen sind wohltuend anders. Sie wirken irgendwie stark stilisiert, irgendwie klassisch. Und das macht ihren Charme aus. Okay, ab und an hat er ein leichtes Problem mit den Proportionen, aber das ist egal.


Insgesamt eine rundum gelungen Ausgabe, die jeder haben sollte. Sicherlich einer der Höhepunkte des ganzen Crossovers!

Götz "comicfreak" Piesbergen



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