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Wonder Woman #174-176 The Witch and the Warrior
Wonder Woman #174:
New York erholt sich vom Weltenkrieg. Überall sind außerirdische Schiffe gelandet, überall treiben sich Außerirdische herum, oftmals sehr zum Unmut der Bewohner. Die Helden versuchen, dazwischen zu gehen.
So auch Green Lantern und Starfire. Sie vertreiben die Leute, werden aber kurz darauf angegriffen. Kyle wird in ein Tier verwandelt, und um New York herum baut sich ein magischer Schirm auf.
Auch die Amazonen trauern. Donna Troy ist ständig unterwegs, um zu helfen.
Unterdessen betet Diana zu Artemis. In ihrem Gebet verlangt sie eine Antwort der Gottheit, oder ein Zeichen ihrer Mutter. Da wird sie von Circe attackiert, die Diana herausfordert. Sie erzählt ihr, sie habe New York in einen Ort verwandelt, in dem die Ideale der Amazonen so ganz und gar nicht gelten.
Diana und Donna verlassen die Amazonen, denen sofort darauf die Stimme von Phtia erscheint, die sie zum Aufbau von Themyscira auffordert.
Unterdessen werden zahlreiche Helden nach New York teleportiert, dort in Tiere verwandelt, und von Superschurkinnen gejagt.
Auch Lex Luthor ist ein Gefangener von Circe. Unterdessen wird Superman von einem kleinen Mädchen in eine Falle gelockt und von Cheetah besiegt. Das Mädchen ist die Tochter von Circe, und für diese Tochter meint Circe selbst das Universum opfern zu müssen.
Auf Liberty Island treffen Donna und Diana Cassie (Wonder Girl), die drei rufen alle erreichbaren Superheldinnen zusammen. Sie dringen mit Hilfe von Zatanna in das magische Schutzschild ein und greifen Circe an.
Wonder Woman #175:
Diese Ausgabe ist ein Tie-in zum "Last Laugh"-Crossover.
Überall in New York kämpfen Heldinnen gegen Schurkinnen.
Unterdessen hat Diana das Versteck von Circe gefunden: Airforce One. An Bord ist Circe mit ihrer Tochter. Sie hat ihre ehemaligen Injustice Gang-Kollegen in Tiere verwandelt. Nur Luthor und der Joker sind noch teilweise menschlich. Ebenfalls an Bord gefangen sind Plastic Man, der Martian Manhunter und Beast Boy.
Diana begegnet Silver Swan, die sie hereinlegt und zuletzt Superman zu Füßen wirft. Und dieser hat sich leicht verändert. Er ist jetzt ein Mischung aus Mensch und Doomsday."Super-Doomsday-Man" greift Diana an und der Kampf beginnt.
Unterdessen nimmt Luthor Lyta als Geisel. Als Circe eingreifen will, bekommt sie eine Ladung von Jokers Lachgift ab. Der Joker übernimmt das Cockpit, während Circe und Cheetah sich befreien können. Derweil gewinnen die Heldinnen in ihrem Kampf langsam die Oberhand.
Wonder Woman wird von Superman regelrecht zusammengeschlagen.
Versuche des Jokers, Airforce One zu fliegen, führen zu einem absoluten Chaos, während dem Gypsy an Bord springt. Diana nutzt einen Moment der Ablenkung um mit der Kraft ihres Glaubens wieder an ihr Lasso zu kommen, das sie dann an Superdooomsdayman benutzt.
Die letzten Kämpfe gehen zu Ende, während Diana auf superman einredet. Es gelingt ihr, ihn wieder zurück zu verwandeln, jedoch ist er emotional vollkommen am Ende.
Da droht Airforce One abzustürzen. Diana fliegt zu dem Flugzeug rauf und bringt es über dem East River runter.
An Bord wird unterdessen Circe von den befreiten Helden besiegt. Sie flieht mitsamt ihre "Familie". Am Schluss tröstet Diana einen trauernden Superman.
Wonder Woman #176:
Diana hat Alpträume, sie denkt, ihre Mutter mache ihr Vorwürfe. Als sie aufwacht, ist sie gemeinsam mit Cassie und deren Mutter unterwegs zu der Vanessas (Silver Swans) Mutter. Die muss die Nachricht, dass ihre Tochter eine Schurkin geworden ist, erst mal verkraften. Sie ist einem Zusammenbruch nahe.
Während die Erwachsenen reden, untersucht Cassie Vanessas Zimmer. Und nach einigem Suchen findet sich schließlich ihr Tagebuch. Sie präsentiert es den anderen. Der letzte Eintrag handelt von einen Mann mit dem Namen Sebastian. Es scheint sich um eine Art von Verführung zu handeln.
Die Träume suchen Diana immer noch heim. Und sie ist nicht die einzige. Auch Donna wird von unruhigem Schlaf geplagt. Schließlich kommen die beiden darauf, dass Circe dahinter steckt. Diana macht sich auf, um sie zu konfrontieren.
Sie wartet in Athen auf sie, in den Trümmern der Akropolis. Circe kommt schließlich in abscheulichen, modernen Kleidern zu ihr, und nimmt die Herausforderung zum Kampf an: Die Kräfte von Diana gegen die von Circe. Und so beginnt der Kampf. Als Diana jedoch Circe schlägt, verwandelt die sich in ein Spiegelbild von Artemis. Der Kampf tobt hin und her, mit einem leichten Vorteil auf Seiten Dianas. Und Circe kann es nicht lassen, Diana zu triezen. Auf eine Herausforderung hin, lässt Diana den Kampf zwischen ihr und Circe in die gesamte Welt übertragen. Und von da an ist Circe vollkommen unterlegen. Es gelingt Diana, Circe mit dem Lasso der Wahrheit zu fesseln, was der vollkommen gleichgültig ist. Sie fordert Diana auf, sie zu töten, was Diana im letzten Moment unterlässt. Da kommt Lyta hinzu, Circes Tochter. Circe will sie zuerst wegschicken, doch Diana macht ihr klar, dass Lyta sie (Circe) liebt. Und so umarmen sich am Schluss Mutter und Tochter. Das ganze wird von einigen Göttinen von verschiedenen Pantheonen beobachtet.
Anmerkungen:
Circes Hass auf Plastic Man, sowie auf Lex Luthor und seine Injustice Gang beruht auf den Ereignissen der Rock of Ages (Stein der Äonen)-Storyline, die von JLA #10 bis #15 (Dino) gelaufen ist. Dort wurde sie vor allem von Plastic Man zum Narren gehalten, der sich gegen ihre Verzauberungen immun bewiesen hat.
Auch gesehen? In WW #176 kullern Diana und Circe einen Berg hinunter. Irgendwie kommt es da zu einem mysteriösen Kleidungswechsel, weil Diana plötzlich in ihrem Wonder Woman-Kostüm steckt, anstatt in der Rüstung.
Kommentar:
Mit diesen drei Ausgaben dürfte das Kapitel Circe in Dianas Leben vorläufig erst mal abgeschlossen sein. Auf jeden Fall solange, bis irgendein Autor meint, sie wieder einführen zu müssen.
Es gab einige nette Aspekte in dieser Story, unter anderem die Liebe, die Circe zu ihrer Tochter empfindet. Sie sagt ja selber, wo Luthor seine Tochter für das Universum geopfert habe, opfere sie das Universum ihrer Tochter. Ein eindrucksvoller Satz, der verdeutlicht, was Circe für ihre Tochter empfindet.
Und ebenso gut wurde ihr Hass auf Diana deutlich. Sei es ihr forcierter Kampf gegen Super-Doomsday-Man, oder die Alpträume... Sie triezt Diana am laufenden Band. Und dieser Hass macht eigentlich den interessantesten Aspekt der ganzen Storyline aus.
Durch diese ganzen Angriffe und ihrer Liebe zu der eigenen Tochter wird deutlich, wie gefährlich und widersprüchlich Circe ist. Kompliment an Phil, dass er sie so charakterisiert.
Die #174 war im großen und ganzen nur ein einziger Prolog. Einzig, wie die Amazonen versuchen, mit dem Verlust von Paradise Island und ihren gefallenen Schwestern fertig zu werden, ist ein eigenständiger Aspekt. Besonders Ersteres dürfte schwerwiegend für die meisten sein: Für Jahrhunderte war schließlich Themyscira ihre Heimat, die sie jetzt geopfert haben. Aber die Stimme von Phtia verspricht ja einiges.
Kommen wir zur #175. Die ist eine einzige Prügel-Orgie, in der Gottseidank die Charakterisierung nicht all zu kurz kommt. Vor allem graphisch gesehen dreht Phil Jiminez so richtig auf. Die Anzahl der Charaktere, die man auf einer Seite finden kann (und die insgesamt auftauchen), erreichen so schon fast Crisis-Ausmaße. Und man trifft den einen oder anderen fast vergessenen Bekannten wieder, wie zum Beispiel die weibliche Doktor Light.
Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Kampf zwischen Diana und Superman. Was mich hier etwas stört, ist, dass Diana sich eigentlich die meiste Zeit nur verteidigt. Soweit ich mich entsinne, hat sie doch schon einmal gegen Doomsday gekämpft, während des Byrne-Runs. Von daher müsste sie theoretisch einiges an Kampferfahrung haben.
Lob gebührt Brandon Badeaux, der die Szenen in der Airforce One gezeichnet hat. Seine Figuren wirken leicht cartoonhaft, ohne einen gewissen ernsten und realistichen Touch vermissen zu lassen. Er ist auf jeden Fall besser als Travis Moore aus der #171. Aber ich glaube, dazu gehört auch nicht viel. Was ich bei Badeaux etwas vermisse, sind Hintergründe. Okay, ich weiß, dass er nicht so hyper-detailliert zeichnen kann wie Phil, aber selbst ein durchschnittlicher Zeichner schafft es, ab und an halbwegs detaillierte Hintergründe einzustreuen.
Nochmal zurück zu Superman. Erst jetzt wird mir eigentlich klar, wie sehr er unter dem Krieg zu leiden hatte. Schließlich ist er ein Freund des Friedens. Das war mir bei OWAW selbst nicht allzu sehr aufgefallen.
Am besten von allen dreien Ausgaben ist die #176. Das liegt vor allem an der unkonventionellen Lösung der Storyline. Es war eigentlich klar, dass es zum Kampf zwischen den beiden Damen kommen musste, nur dass er so endete, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Und Phil nimmt sich sogar noch die Zeit, um die Konfrontation richtig aufzubauen.
Es bleibt jetzt eigentlich nur noch die Frage offen, was mit Silver Swan und Cheetah ist. Die beiden konnten ja in der #175 fliehen, und waren in Teil Drei nicht anwesend. Ich hoffe, dass sich dieses Problem bald auflöst. Vor allem auf die Klärung der Cheetah-Problematik bin ich gespannt.
Insgesamt ein guter Dreiteiler, mit grandiosen Zeichnungen. Er macht zwar Alles in Allem einen schwächeren Eindruck als die OWAW-Ausgaben, aber das wundert auch nicht. Schließlich waren die beiden grandios.
Götz "comicfreak" Piesbergen
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