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Wonder Woman #164-167 Gods of Gotham
Skript:
Phil Jimenez und J.M. De Matteis
Bleistiftzeichnungen:
Phil Jimenez
Tusche:
Andy Lanning
Farbe:
Pam Rambo
Inhalt:
US-Wonder Woman #164:
Irgendwo in Gotham City wird etwas zum Leben erweckt. Dieses etwas steckt im Körper von Poison Ivy und wird von einem ebenfalls besessenen Scarecrow beschworen. Sie sind in einer alten Kirche, umgeben von einer maskierten Menge. Harley Quinn, die ebenfalls anwesend ist, ist gefangen. Auch der Joker wurde anscheinend übernommen.
Unterdessen treffen Diana und Artemis auf Themyscira ein. Die beiden werden von Hippolyta beobachtet, die die beiden begrüßt. Sie ist, sehr zum Unmut von Diana, gerade von einer Mission in der Patriarchenwelt zurückgekehrt. Die Gruppe geht zum Orakel, das sie gerufen hat.
Es hat gesehen, wie etwas merkwürdiges in Gotham City beginnt, und Diana hat einen Verdacht. Batman verbietet ihr, nach Gotham zu kommen. Diana entschließt sich jedoch, dieses Verbot zu ignorieren.
In Gotham beobachtet Batman gemeinsam mit Huntress eine merkwürdige Prozession altertümlich gekleideter Leute mit antiken Masken, wir kennen sie bereits vom Anfang. Begrüßt werden die Leute von Maxie Zeus, der die besessene Poison Ivy herbeiruft. Diese lässt goldene Äpfel entstehen, die die Menge in eine aggressive Stimmung versetzt. Da greift Batman ein. Er stürzt sich auf Poison Ivy und sieht, dass etwas anderes in ihrer Hülle steckt. Ivy flieht in die Kirche, gefolgt von Batman. Huntress bleibt zurück.
Unterdessen versucht Harley, mit dem Joker zu reden, wird jedoch von diesem durch sein zu Schlangen verwandeltes Haar gebissen. Scarecrow verrät ihm, dass Batman in der Kirche ist.
Diana und Artemis kommen in Gotham an. Diana weist Artemis an, Huntress zu helfen, ehe sie sich selbst mit Hilfe eines Amuletts zu den Verursachern teleportiert.
Sie kommt an einem merkwürdigen Ort aus und wird gleich darauf mit den Verursachern konfrontiert. Dies sind Eris, Göttin der Zwietracht und Phobos, der Gott der Furcht. Sie will sie angreifen, wird jedoch selbst von einer Chimäre angegriffen. Eris füttert einen Apfel mit Dianas Gefühlen.
Unterdessen begegnen sich Huntress und Artemis. Die beiden werden von Maxie Zeus überrascht.
Diana gelingt es, die Chimäre unter Kontrolle zu bringen, zum Unmut der beiden Gottheiten. Da kommt Batman hinzu, und die beiden werden von dem dritten Gott, Deimos, dem Gott des Terrors, überrumpelt und besiegt.
US-Wonder Woman #165:
Man erfährt ein paar Fakten über die Gottheiten, und deren Wirtskörper.
Deimos will sich an Diana rächen, weil sie ihn einst besiegt und getötet hat. Er und die beiden anderen wollen Gotham transformieren, um ihrem Vater, dem Gott Ares, zu gefallen. Er wirft Batman den beiden anderen zur Kontrolle hin und beauftragt eine verhüllte Gestalt damit, Donna zu finden, die einen Teil von Dianas Seele in sich trägt. Er beißt sie mit einer seiner Schlangen.
Donna Troy ist unterdessen in einem Fotolabor. Doch dann spürt sie Dianas Qualen in ihrer Seele. Sie kommt wieder auf die Beine, und begegnet der verhüllten Gestalt, einer Gorgone. Diese hat einen Freund von Diana in Stein verwandelt.
Artemis und Huntress bekämpfen die aufgebrachte Menschenhorde, während Maxie Zeus einen goldenen Apfel sich mit ihren Gefühlen ernährt.
Währenddessen versucht Phobos, Batman zu quälen - er hat jedoch keinen Erfolg. Diana reibt dies Deimos unter die Nase, während sie gegen das Joker-Gift kämpft, das durch ihre Adern fließt. Harley Quinn wird von lebenden Pflanzen verschlungen. Diana und Batman säen Zweifel zwischen diesen Gottheiten. Dann befreien sie sich und stürzen sich auf die Götter.
Nightwing kommt in das Studio von Donna und enthauptet die Gorgone. Donna zieht sich um, und mit einem zweiten Amulett reisen sie zu Diana und Batman.
Huntress und Artemis verstecken sich vor Maxie Zeus, sehr zu seiner Frustration. Die beiden sehen, wie die Kirche sich verändert, transformiert wird.
Die Attacke von Batman und Diana wird durch die Chimäre beendet. Da kommen Donna und Nightwing hinzu, und Deimos erklärt ihnen, dass sie, die Götter, Ares auf die Erde bringen wollen. Harley Quinn soll deshalb geopfert werden.
US-Wonder Woman #166:
Deimos triumphiert, und erzählt Diana, das der Pakt, den Ares einst geschlossen hatte, nichts wert ist. Er holt sich das zweite Amulett und den Beutel mit dem Kopf der Gorgone.
Nightwing versucht in einem unbeobachteten Moment, Harley zu befreien. Er wird jedoch von der Chimäre zurückgeworfen. Eris nährt ihren Apfel weiterhin mit den Gefühlen der Helden.
Deimos wirft den Beutel weg, und will die beiden Amulette zusammenführen. Doch der Joker macht ihm Probleme - er kämpft mit Deimos um den Körper.
Während des Chaos triumphiert heimlich Eris, die ihren Apfel auch mit den absorbierten Energien von Deimos und Phobos nährt.
Artemis und Huntress beobachten weiter, wie die Gebäude rings um sie herum beginnen, sich zu verändern. Währenddessen werden sie umzingelt und überwältigt. Doch da kommt die Kavallerie, in Form von Robin und Wonder Girl. Sie schlagen die Anhänger in die Flucht. Sie wurden von Oracle geschickt.
Donna und Diana schlagen unterdessen die Chimäre, und Batman konfrontiert Poison Ivy. Diana benutzt ihr Lasso, um die Götter aus den Körpern zu vertreiben, während Batman die persönliche Konfrontation wählt. Er redet mit Ivy.
Nightwing versucht unterdessen Harley zu befreien.
Maxie kommt draußen zu sich, bekommt von einer Frau einen Apfel überreicht. Er rennt in die Kirche. Die Helden draußen folgen ihm, allerdings durch den Hintereingang.
Batman und Diana haben fast gesiegt, als Maxie Zeus dazukommt. Er besiegt Diana, verhilft Eris zu neuer Energie und vertreibt Nightwing von Harley. Doch dann wird er von Harleys Wächter getötet.
Das Portal zwischen dem Olymp und der Erde ist offen.
Donna wird von Artemis und Huntress vor der Chimäre gerettet.
Diana befiehlt allen, ihre Augen vor dem Licht zu schützen, da es Hass, Böses und Furcht bringt. Batman sieht in das Licht, und wird von Phobos übernommen, der damit zum Ultimativen Gott der Furcht wird.
US-Wonder Woman #167:
Überall in der Stadt erleben die Menschen ihre schlimmsten Ängste. Selbst einige Helden sind nicht davor gefeit.
Und dann taucht Ares auf. Er ist beeindruckt von der Arbeit seiner Kinder, Phobos bietet ihm Eris' Apfel an. Doch die hat ihn vorher vergiftet, wie Diana von Deimos erfährt. Sie stürzt sich auf ihn, und reißt ihn mit zurück in das Portal. Dort erzählt sie ihm die ganze Wahrheit.
Unterdessen triumphiert Deimos, und er lässt einen riesigen Schatten der Furcht los, unter dem selbst seine Geschwister zu leiden haben.
Robin wird von einem hasserfüllten Wonder Girl angegriffen. Nightwing sieht dies, beschließt jedoch, erst Donna von dem Dark Angel zu befreien. Er versteinert Dark Angel, die dann von Donna zerschlagen wird. Artemis hilft Huntress, ihre Furcht zu überwinden, während Wonder Girl erst von Donna zur Räson gebracht werden kann.
Ares kehrt zurück, zutiefst enttäuscht. Er zerstört den Apfel der Eris.
Inzwischen gelingt es Diana, Batman von Phobos zu befreien. Dieser, nun ein körperloser Geist, wird von seinem Vater in den Tartarus verbannt. Ares verbannt ebenfalls die Geister von Eris und Deimos.
Daraufhin verschwindet er, nicht ohne Diana eine mysteriöse Ankündigung zu machen. Daraufhin stürzt die Kirche ein, und alle Helden versuchen, die Menschen nach draußen zu lotsen.
Draußen entdeckt Diana Medea, die Tochter von Maxie Zeus. Der Apfel von Maxie Zeus ist immer noch in der Kirche, und schlägt gerade aus.
Später verabschieden sich Batman und Wonder Woman voneinander.
Beste Szene:
Es gibt in diesem gesamten Zyklus jede Menge guter Szenen, doch am besten gefällt mir die Beschreibung von Batman in dem ersten Heft:
Artemis: "..what do you mean he told you to keep out of his city?! He's just a man - and you're-"
Diana: "He's many things, Artemis. "Just a man" isn't one of them."
Übersetzung:
Artemis: "..Was soll das heißen, Du sollst Dich von seiner Stadt fernhalten?! Er ist nur ein Mann und Du bist--"
Diana: "Er ist sicher nicht "nur ein Mann", Artemis.
Anmerkungen:
Eris dürfte den Lesern aus Homers Ilias bekannt sein. Sie ist die Göttin des Neides und der Zwietracht, was sie in diesem Zyklus beweist.
Deimos und Phobos sind in keiner mir bekannten Sage aufgetaucht. In meinem Lexikon heißt es lapidar, dass sie Begleiter ihres Vaters Ares sind.
Ares ist der Gott des Krieges.
Dark Angel ist ein Byrne Produkt, eine Feindin Hippolytas, die Donna einst entführte.
Von Maxie Zeus weiß ich so gut wie nichts, außer dass er sich für die Wiedergeburt von Zeus hält. Er ist eine Lachnummer.
Kommentar:
Das ist der erste Geschichtszyklus von Jimenez. Und er legt gleich richtig los. Er kleckert nicht, er klotzt. Er schafft es spielend, mit ungefähr acht Hauptcharakteren umzugehen ohne die eigentliche Protagonistin, Diana, aus den Augen zu verlieren.
Und die kommt sehr überzeugend rüber. Eine Kriegerin, die zwar die Ideale des Friedens vertritt, aber notfalls auch tötet. Sie ist mit allen Wassern gewaschen. Und dabei ist sie eine Kriegerin des Tages.
Und das dann im Kontrast zu Batman gesetzt, dem dunklen Ritter, der nicht tötet, aber auch nicht ohne ist. Und man erfährt so einige interessante Sachen, die man sicherlich nicht in der normalen Batman-Serie finden dürfte. Frage: Woran glaubt Batman? Logische Antwort: An nichts, außer an die Furcht!
Überhaupt ist die ganze Interaktion zwischen Diana und Batman äußerst gelungen. Keine Spur von irgendwelchen Rivalitäten zwischen den beiden, kein Ich-hab's-dir-ja-gesagt oder ähnliches.
Stichwort Glauben: Der Glaube ist das wiederkehrende Motiv. Und das, ohne das es gleich kitschig wird. Jimenez spielt gekonnt mit den verschiedenen Ansichtsweisen. Das wird vor allem bei dem Team Artemis-Huntress deutlich. Was mich immer etwas gewundert hat, war das Kreuz, das Huntress trug. Hier wird es deutlich gemacht, das sie es trägt, weil sie gläubig ist.
Man könnte jetzt noch stundenlang über dieses Heft sinnieren, doch ich will mich mal kurz fassen, und nur noch zwei Punkte ansprechen.
Der eine Punkt ist die Kolorierung. Die ist in den ersten beiden Heften schlichtweg zu dunkel! Erst ab WW#166 wird es etwas besser. Also besteht hier noch dringender Nachbesserungsbedarf.
Der zweite ist die mysteriöse Ankündigung: Das verspricht noch, spannend zu werden.
Insgesamt ein gelungener Start! Wer jetzt nicht Wonder Woman kauft, dem ist nicht zu helfen! Denn nach meinem eigenen subjektiven Empfinden war Wonder Woman noch nie so gut wie jetzt. Und das liegt vor allem an der Dichte der Story. Denn die ist ultradicht. Phil Jimenez packt dermaßen viele Elemente in die einzelnen Storys, dass einem fast schwindelig wird. Gott sei dank fängt er diese Dichte durch seine ausgesprochen detaillierten Zeichnungen wieder auf. Einfach genial!
Götz "comicfreak" Piesbergen
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