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Kommentar Götz "comicfreak" Piesbergen

Kommentar Thilo "Dark Flash" Nöbert

Kommentar Lukas "ruppoman" Wilde
     










Our Worlds at War: Gesamtkommentar Lukas "ruppoman" Wilde



Nachdem das "gewaltigste Crossover seit der Crisis" nun hinter uns liegt, wird es Zeit für ein kleines Fazit. Viel wurde uns versprochen, große Ankündigungen wurden gemacht, nicht alle davon wurden erfüllt. Der Handlungsbogen um die gigantischste, kosmischste Bedrohung, die das Universum jemals ereilt haben soll, war in der Tat nicht ganz überzeugend. Ich weiß nicht, wem das aufgefallen ist, aber hatten wir nicht genau die gleiche Idee schon bei Grant Morrisons JLA-Finale World War III? Egal, insgesamt wurde die Bedrohung schon viel besser rübergebracht, auch wenn das weniger am Ablauf des Krieges lag.


Fassen wir doch mal zusammen, erst wird ein Monat lang Spannung aufgebaut, teilweise sogar extrem hochgeschraubt wie im Batman-Special, dann prügeln sich Supes & Co 30 Tage lang mit Imperiex-Drohnen, im letzten Monat schließlich ist wieder Brainiac13 der Bösewicht und er wird mit aller Kraft bekämpft. Nicht sonderlich originell eigentlich. Die anfängliche Begeisterung über die dramatischen Umwälzungen ist auch schnell verflogen, nachdem die Hälfte aller offenbar Toten wiederauferstanden ist oder das zumindest in nächster Zeit noch tun wird -wenigstens ein Elternteil Supermans hätte doch tot sein müssen, auch wenn das makaber klingt. Was ich den Autoren jedoch nie verzeihen werde, war die Sache mit Steel! Einen meiner Lieblingshelden erst einen perfekten Heldentod sterben zu lassen, der so wunderbar in die Story gepasst hat, ist eine Sache. Aber dass er praktisch ohne jede Begründung, jegliche Logik, oder irgendeinen Sinn im Rahmen der Geschichte plötzlich wieder frisch und fidel unter den Lebenden weilt, war einfach eine Frechheit.


Nein, dieses Crossover hatte ganz klar andere Stärken und die lagen im Bereich der Charakterentwicklung. Um ehrlich zu sein, zuvor rannten unsere Superhelden ohne mit der Wimper zu zucken durch tausend kosmische Schlachten und hatten zum Schluss noch einen fröhlichen Spruch wie "Doomsday is cancelled" auf den Lippen. Doch in OWAW zeigten unsere Figuren, allen voran Superman, solch ausgeprägte menschliche Seiten, wie es höchstens während der Final Night skizziert war. Der Krieg nagte an Superman und jedes einzelne Opfer hat ihn tiefer hinuntergezogen. Und letzten Endes war er auch nur ein Mensch. Aus diesem Grund konnte man so unglaublich gut mitfühlen und letzten Endes doch auch wieder mitfiebern. Our World at War war vielleicht keine neue Definition des Begriffs Crossover, aber es war eine hervorragende Superhelden-Geschichte, die mich Ausgabe für Ausgabe begeistert hat. Wer fragt sich schon ernsthaft ob Imperiex gewinnt, die Art und Weise wie unsere Helden das Ruder herumreißen und sich dabei verhalten ist doch das Entscheidende. Die einzige offene Frage ist, ob man eine ebenso gute Story nicht auch ganz ohne Crossover hätte schreiben könn

Lukas "ruppoman" Wilde



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