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Startseite -> DC Universe -> OWAW: Gesamtkommentar Götz Piesbergen




  OWAW  

Action Comics #781

Action Comics #782

Adventures of Superman #594

Adventures of Superman #595

Batman OWAW #1

Biographie Jeph Loeb

Flash OWAW #1

Green Lantern OWAW #1

Harley Quinn OWAW #1

JLA OWAW #1

JSA OWAW #1

Nightwing OWAW #1

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OWAW Prelude to War

OWAW Worlds Finest #1

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OWAW Vorbericht

OWAW Vorschau Juni

Superboy #89

Superboy #90

Superboy #91

Supergirl #59

Supergirl #60

Superman: Man of Steel #116

Superman: Man of Steel #117

Superman: OWAW Secret Files #1

Superman #172

Superman #173

Wonder Woman OWAW #1

Wonder Woman #171

Wonder Woman #172

Wonder Woman #173

Young Justice #35 - #36

Young Justice OWAW #1

Kommentar Götz "comicfreak" Piesbergen

Kommentar Thilo "Dark Flash" Nöbert

Kommentar Lukas "ruppoman" Wilde
     










Our Worlds at War: Gesamtkommentar Götz "comicfreak" Piesbergen



Drei Monate OWAW! Drei Monate Action pur! Drei Monate ein Crossover, dessen kosmischen Ausmaße fast Crisis Standard erreichen! Hat es sich gelohnt?
Jein!


Das ganze Crossover war zu aufgeblasen, als das es gut war. Doch gehen wir chronologisch vor.


Prelude to War:
Die Vorgeschichte fing langsam an. Zu langsam. Einige Ausgaben hätte man gut weglassen können. Erst ab Man of Steel #114 wird das ganze spannend.
Es gibt einige gute Specials und einige durchschnittliche. Gut empfand ich das Batman Special. Green Lantern, Young Justice und das Secret File waren durchschnittlich bis langweilig. Teilweise waren sie auch irgendwie überflüssig. Oder weiß irgendjemand, was genau der Beitrag des Young Justice Special zum Crossover war? Aber wenigstens über die Cover der Specials muß man nicht meckern. Jae Lees Cover sind gut gelungen, wie ich finde.
Diesen ersten Monat mußte man als durchschnittlich ansehen. Es gab gute Ansätze, aber mehr auch nicht.


All-out War:
Langsam geht es los. Dieser zweite Monat war schon etwas besser. Und man bekam wirklich den Verdacht, das die DC Offiziellen einiges wagen würden. Supermans Eltern waren verschwunden, vermutlich tot. Eine drastische Maßnahme, um zu verdeutlichen, das dieses Crossover anders verstanden werden wollte, als die bisherigen. Dies zeigte sich auch im JLA OWAW Special, wo Aquaman sein Leben opferte, um eine Sonde zu zerstören. Dieses Special zeigte auch die Arbeit von Ron Garney, dessen Zeichnungen sich sehr weiter entwickelt hatten. Sicherlich einer der graphischen Highlights des gesamten Crossovers.


Doch dann wird es wieder durchschnittlich. Die Geschichte um Superman hat einen fahlen Beigeschmack, und Man of Steel #116 war sehr verwirrend. Zwar war die Ausgabe in dem Sinne wichtig, dass Steel anscheinend starb, aber gut war sie trotzdem nicht. Und spätestens beim Lesen des JSA Specials wurde einem ein gewisser qualitativer Unterschied deutlich. Die Specials waren nämlich insgesamt besser als die Supermanausgaben. Und dann endete der Monat mit dem Tod von Major Sam Lane und Königin Hippolyta. Während ich ehrlich gesagt über den Tod von Major Lane nicht zu trauern vermochte, berührte mich doch der Tod von Hippolyta. Was sicherlich auch an dem genialen Wonder Woman OWAW Special lag.


Casualities of War:
War von allen drei Monaten der schlechteste. Man hätte die Handlung, die in allen vier Superman Heften vorkam sicherlich gut auf ein Heft reduzieren können. Und als dann auch noch Steel zurückkam, und Maxima und Strange Visitor starben, war für mich das Crossover ganz gestorben.


Die beiden Specials von Nightwing und Harley Quinn verbesserten diesen Eindruck auch nicht gerade. Ich empfand die beiden als überflüssig.
Wenigstens wußte Action Comics #782 graphisch zu überzeugen. Storytechnich war die Ausgabe leider mehr als mau.


Problematisch empfand ich bei diesem Crossover die Tatsache, dass es sich praktisch nur um Superman drehte. Zwar hatten andere Charaktere ein Special, um ihre Teilnahme zu zeigen, doch das schwächt diesen Eindruck nicht ab. Durch den Fokus auf Superman wurden andere Charaktere an den Rand der Wahrnehmung gedrängt. Einzig Wonder Woman wußte an diesem Crossover richtig teilzunehmen und damit profitierte ironischerweise ausgerechnet ein Charakter von dem Crossover, für den das ganze eigentlich nicht vorgesehen war.
Was ich mir gewünscht hätte, wäre zum Beispiel ein Spezial über die Alien Allianz, und die Titans, da mir beide Gruppierungen eindeutig zu kurz kamen. Insbesondere bei der Alien Allianz ist das schade. Sie schwebt praktisch nur im Weltall herum, und bekämpft die Sonden. Dass bei der Allianz berühmte Helden und Schurken sind, geht unter. Nur Grayven und Starfire werden richtig berücksichtigt.


Kommen wir zu den Toten. Von den berühmten Charakteren sind gestorben: Sgt. Rock, Major Lane, Aquaman, Lil Lobo, Maxima und Massacre, Hippolyta.
Die Eltern von Clark gelten als vermißt, und Steel ist zurückgekehrt.
Sgt. Rock scheint in der Serie "Suicide Squad" wieder aufzutauchen, ist demzufolge nicht gestorben.
Major Lane ist wirklich tot. Er ist nur ein Nebencharakter, dem nicht die gleiche Bedeutung zukommt wie den Eltern von Clark.
Aquaman wird ebenfalls zurückkehren. Das liegt es allerdings nicht an den DC Offiziellen, sondern an WB, die Aquaman unter den Lebenden haben wollen, da er in der JLA Zeichentrickserie auftauchen wird. Schade! Denn das wird dem Charakter auf jeden Fall schaden.
Lil Lobo klont sich selbst wieder ins Leben zurück!
Maxima und Massacre. Hier wurde überflüssiger Ballast über Bord geworfen. Beiden wird man keine Träne nachweinen.


Die Eltern von Clark bleiben leider auch am Leben. Schade, das DC nicht den Schritt gewagt hat, die beiden wirklich umzubringen.
Steels Rückkehr ist der größte Fehler, den sich DC bei diesem Crossover erlaubt hat. Anstatt ihn in Frieden ruhen zu lassen, wird er sofort wieder ins Leben zurückgebracht. Gräßlich! Damit ist der Charakter total zerstört. Es wäre besser und vor allem origineller gewesen, wenn sie einen neuen Steel, einen Nachfolger von Henry Johnson, erschaffen hätten.


Hippolyta ist eigentlich der einzige Charakter, dessen Tod wirklich irgendwie von Bedeutung war. Oh, sicherlich hatte man keine Verwendung mehr für sie, doch sie war etwas besonderes, wie ja Phil in der Todesausgabe gezeigt hat.


Auswirkungen: Nun, außer einem neuen Kostüm für Superman sicherlich keine. Vielleicht ist er jetzt stärker und mächtiger als zuvor, aber das hielte ich eine schlechte Konsequenz. Wenn man Superman wieder so stark macht, dass er Planeten verschieben kann, kehrt man ins Silver Age zurück. Und ich denke, gute Geschichten lassen sich mit einem superstarken Superman nicht erzählen.


Diana wird um den Tod ihrer Mutter trauern, wie es sich gehört. Sie hat ja auch von allen Mitwirkenden als einzige wirklich einen Verlust hinnehmen müssen.
Der Rest des DC Universums, und vor allem die JLA, wird die Zeit bis zur Wiederkehr von Aquaman überbrücken.


Zur Begründung, wieso "jein". Jein deshalb, weil das Crossover insgesamt zwar schlecht war, es aber auch gute Momente aufweisen konnte.
Für mich hat sich das Gesamtbild vor allem durch die Wonder Woman Ausgaben gebessert. Diese Ausgaben waren genial. Wonder Woman wurde bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben, und sie hat den Krieg mit großen Opfern überlebt. Das ganze Wonder Woman Universum wurde mit dem Tod von Hippolyta und der Einebnung von Themyscira auf den Kopf gestellt. Und ich bin mir sicher, das dies nicht ohne Auswirkungen bleiben wird.


Superman hingegen bleibt blaß. Es wird sich zwar auf die Auswirkungen für seine Person konzentriert, aber dennoch hinterläßt es bei mir einen fahlen Nachgeschmack. Das Problem ist halt, dass zwar der Versuch unternommen wurde, Superman an seine Grenzen zu führen, aber nicht überzeugend umgesetzt wurde. Es ist der Wechsel zwischen Verlust und Action. Es gab zu viel Action, zu viel sinnlose Action. Dadurch wurde das ganze nach einer Weile langweilig, weil damit die Chance verpaßt wurde, sich direkt auf Supermans Trauer zu konzentrieren. Die wenigen ruhigen Momente sind dafür allerdings gut gelungen.
Ebenso hatte ich den Eindruck, als ob der Schluß total überstürzt kam, so nach dem Prinzip "Scheiße! Wir haben nur noch ein halbes Heft! Ranhalten!". Da hätte man besser getan, sich nicht soviel Zeit am Anfang zu lassen.


Was mich auch störte war, dass auf die Rolle der Timekeeper nicht eingegangen wird. Sie tauchen nur im Secret File und im Young Justice Special auf, und damit hatte es sich auch schon. Zuvor wird ein großes Geheimnis gemacht, und dann wird das noch nicht mal gelüftet. Es wird total ignoriert.
Aber dafür stachen die anderen Specials hervor. Das JLA Special habe ich ja schon oben erwähnt. Ebensogut waren die anderen Specials, zumindest im zweiten und letzten Monat. Mein absoluter Favorit waren hier JSA und World’s Finest. Ein Ausreißer nach unten waren Nightwing und Harley Quinn. Beide waren überflüssig wie ein Kropf!


So bleibt einem ein gewisser zwiespältiger Gesamteindruck. Ja, das Crossover war gigantisch. Nein, grundbewegende Veränderungen hat es, außer natürlich für Wonder Woman, für das DC Universum nicht gebracht. Ich denke, dass die schon angesprochene Kostümänderung in zwei, drei Jahren wieder rückgängig gemacht wird.
Es gab gute Ausgaben, aber auch schlechte Ausgaben. Und eine Empfehlung an Jeph Loeb: Bitte in Zukunft diese Zitate lassen. Sie stören nur.
Meine Empfehlung, wenn das Crossover auf deutsch rauskommt. Unwichtiges wie das Nightwing Special weglassen, und sich vielleicht sich nur auf die Supermantitel konzentrieren. Wichtige Tie-ins wie JLA OWAW kann man ja in die Supermanserien einbauen.

Götz "comicfreak" Piesbergen



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