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All-Star Superman #1![]() Story: Grant Morrison Zeichnungen: Frank Quitely Inks: Jamie Grant Erscheinungsdatum: Coverdatum Januar 2006 Inhalt: ...Faster… Brauchte Dick Grayson in "Batman and Robin the Boy Wonder" noch eine etwas ausführlichere Exposition, ist Superman wohl bekannt genug. Und so ruft Morrison auf der ersten Seite bloß die wichtigsten Grundlagen im Zeitraffer in Erinnerung: Ein sterbender Planet. Verzweifelte Wissenschaftler. Letzte Hoffnung. Ein gütiges Ehepaar. Und Bamm! Superman fliegt auf einer wunderschön kolorierten Doppelsplashpage an der Sonne vorbei. Der Grund für seine Reise zum Zentrum unseres Sonnensystems? Die "Ray Bradbury", erste von der Erde zur Sonne geschickte Raumkapsel, ist in Gefahr. Der charismatische Wissenschaftler Mister Quintum und sein Team werden in die Sonne stürzen - aber da ist Superman auch schon zur Stelle. Natürlich rettet er die Besatzung in letzter Minute, allerdings ist da eine von Lex Luthor ferngesteuerte lebende Bombe an Bord… Während Superman sich um besagte Bombe kümmert, bekommt er eine Überdosis Sonnenstrahlung ab. Jede Zelle seines Körpers ist eine Solarzelle, und so hat sich seine Stärke mindestens verdreifacht, und außerdem manifestieren sich neue Superkräfte. Allerdings können die Zellen die überschüssige Energie nicht verarbeiten und sterben nach und nach. Und mit ihnen wird Superman sterben. Quintum führt ihn durch das von ihm geleitete DNA P.R.O.J.E.C.T., eine Art All-Star-Variante des Cadmus Projektes. Hier werden Photosynthetisierende Riesen, Bizarro-Arbeitsdrohnen und weitere Supermenschen entwickelt, um die Menschheit in die Zukunft zu führen. Inspiration dazu war Superman. Zurück im Daily Planet erleben wir kurz die All-Star Ausgaben von Lois Lane, Perry White und Jimmy Olsen. Es stellt sich heraus, dass Luthor der Welt Läuterung vorgespielt hat und im Dienste der Regierung arbeitete. Der Daily Planet enthüllt die Wahrheit, und General Lane (Lois' Vater) führt Luthor ab, diesem droht jetzt der elektrische Stuhl. Und dann enthüllt Clark Lois die Wahrheit: Er ist Superman. Kommentar: Das ist definitiv nicht die aktuelle DC Continuity. Aber nach all den Elseworlds, Animateds und Ultimates beweist die All-Star-Reihe erneut, dass Continuity nicht wirklich notwendig ist. In diesem Fall hätte sie sogar nur gestört. Natürlich war dies nicht der erste Comic, in dem Superman in die Sonne flog. Und die letzten beiden Male begannen seine Zellen nicht, abzusterben. Und auch Luthor war das letzte Mal, als wir ihn sahen, ein Ex-US-Präsident, respektive Besucher aus einer anderen Dimension, der Superschurken um sich sammelte, um die Welt zu erobern. Lois und Clark waren verheiratet, und sie weiß schon seit Jahren, dass er Superman ist. All diese Details hätten allerdings nur der Geschichte im Weg gestanden, die Morrison erzählen will Und warum soll man ihn nicht lassen? Die Grundlagen sind allesamt intakt: Clark Kent ist Reporter für den Daily Planet. Er liebt seine Kollegin Lois Lane, die ihn für ein Weichei vom Lande hält - ein Fehler, den Clark nicht korrigiert, da seine Identität geheim bleiben muss. Luthor will Superman aus purem Neid vernichten. Diesmal übrigens, weil er Fältchen an den Augen bei sich, jedoch nicht bei dem Kryptonier ausgemacht hat. Herrlich. Perry White und Jimmy Olsen sind ebenfalls unverändert, auch wenn Jimmy eine Generalüberholung langsam wirklich mal gut tun würde. Ansonsten muss man wie immer Morrisons Detailreichtum bewundern. Kleine Gags wie der Name der Raumkapsel, Kleinigkeiten wie der Hinweis darauf, dass Luthors Signal neun Minuten braucht, um die Sonne zu erreichen, aber auch kleine Hintergrundspielereien wie der Mann, den Clark auf der vorletzten Seite scheinbar versehentlich anrempelt, um ihm das Leben zu retten, machen einfach Spaß. Quitely steht dem in nichts nach. Clarks Körpersprache ist fantastisch. Das Panel-Layout ist gewagt, aber übersichtlich. Und auch wenn viele Quitelys Gesichtern nichts abgewinnen können: Die Mimik, die er seinen Figuren verleiht, ist phänomenal. Das I-Tüpfelchen ist die Kolorierung. Offensichtlich in starkem Maße von Europäischen Alben inspiriert, erhebt sie Quitelys Zeichnungen endgültig zur Kunst. Hoffentlich hören wir in Zukunft noch mehr von Jamie Grant. Ich frage mich nur, warum Supermans "S" wieder aussieht wie eh und je, hatten Morrison und Quitely doch zunächst subtile Veränderungen am Design durchgesetzt. Wahrscheinlich wollte die Chefetage so kurz vor Superman Returns keine Experimente. Eigentlich schade.
Fazit: Perfekt. Mehr davon. Sofort. Michael Heide |
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