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Superman: Die neue Serie #8
Autor:
Joe Kelly
Zeichner:
Pascual Ferry
Preis: 4,00 Euro
Erscheinungsdatum: 04.12.2003
Inhalt:
Action Comics #804 & 805:
Lois Lane soll als Zeugin von Generals Zods Aufstieg über seine Herrschaft berichten und seinen Vorgänger, Lex Luthor, interviewen. Dieser ist aber nur noch als Hologramm im Weißen Haus vertreten. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat sich mit Hilfe eines Teleporters hinaus geschmuggelt und fliegt mit einem Raumgleiter zur Sonne. Dort befreit er Superman, der kurz davor war, in der Sonne zu verglühen.
Der nach wie vor von Superman besessene General Zod schickt ihnen die Blackhawks hinterher, die aber weniger Erfolg haben. Luthor und Supie haben nämlich Zuflucht bei der Stryker’s Strafvollzugsanstalt auf dem Mond gefunden.
Dort kann der letzte Sohn Kryptons mit einer flammenden Rede die ansässigen Superverbrecher dazu bringen, ihm bei seinen Kampf gegen General Zod und seiner Streitmacht zu helfen.
Lex Luthor greift mit Metallo, Mongul und anderen Häftlingen der Stryker’s Anstalt die rot gewordene Sonne an, die von Ignition beschützt wird, um sie wieder in eine gelbe zu verwandeln. Superman dagegen geht mit dem Grossteil der Superverbrecher gegen die Streitmacht von Zod an.
Nachdem Coldcast mit Hilfe seiner Kräfte Superman mit gelber Solarenergie versorgt hat, macht sich der Kryptonier bereit, in den finalen Kampf mit General Zod zu gehen. Der Kampf wankt hin und her und endet mit dem Erstrahlen der gelben Sonne.
Kommentar:
Ganz ehrlich, ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung in das Heft gegangen und konnte es kaum erwarten das Ende dieser viel gelobten „Ernte“-Saga zu lesen. Tja und was soll ich sagen, der Zwiespalt überwiegt.
Auf der einen Seite bietet das Heft von der ersten bis zur letzten Seite gute Unterhaltung, ohne mit den für Superman Comics leider zur Gewohnheit gewordenen tristen Passagen. Auch die Zeichnungen von Pascual Ferry waren wieder hübsch anzuschauen.
Aber anders als im letzten Heft, in dem man von Seite zu Seite eilt, um zu wissen, wie es weiter geht, kommt bei diesem nur bedingt Spannung auf. Schade eigentlich, denn Joe Kelly hat doch in Heft Sieben so ein packendesGrundfundament gelegt.
Na ja, zumindest den Anfang hat der werte Autor nicht verdaddelt. Lex Luthors Flucht und die anschließende Rettung von Superman waren zwar keine genialen Klimmzüge von Kelly, aber immerhin zufriedenstellend. Der leichte Bruch kommt aber ab der „herzerweichenden“ Rede von Superman an die Insassen der Stryker’s Strafanstalt.
Da kann ich mir wirklich nicht helfen. Mir kommen da nämlich doch gewisse Zweifel, ob solche Wesen wie Mongul und Co. so etwas wie Ehrgefühl empfinden und ihrem eigentlichen Feind brav in die Schlacht folgen, und auch noch seinen Anweisungen gehorchen. Aber das ist vielleicht doch Geschmackssache und wer weiß, es kann ja auch Menschen geben die das genial finden, mein Ding war es aber wirklich nicht!
Das größte Minus an diesem Heft verleihe ich aber dem Cover. Gut, Dave Johnsons klassischer Zeichenstil ist ja recht nett, aber hätte diese Storyline nicht auch mal spektakuläre Cover verdient?
Der letzte Teil des Heftes ist eine einzige Schlacht, und wird vom Hauptkampf „Zod gegen Superman“ dominiert. Mit dem Beginn dieses Kampfes steigt auch die Qualität des Heftes wieder und auch das unvermeintliche Ende von Zod wird zufriedenstellend von Joe Kelly gelöst.
Positiv fand ich aber, dass Lex Luthor in diesem Heft zumindest etwas von seiner alten autoritären Art zurückerhielt. Endlich zeigt er wieder etwas Biss, wenngleich mir nach wie vor seine Boshaftigkeit fehlt.
Diese zeigt aber General Zod erbarmungslos, und deswegen ist er auch in diesem Heft klarer Punktsieger gegen Lex Luthor.
Nun ist also die „Ernte“ zu Ende und ohne Zweifel, diese Superman Storyline gehört zu den besten der letzten Jahre, da ändert auch der etwas schwächere letzte Teil nichts daran.
Man kann also, seit dem sechsten Heft, eine leichte qualitative Steigerung dieser noch recht jungen Superman Serie registrieren. Das ist doch mal ein Trend, den ich gern verfolge !
Stefan Segle
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