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Superman: Die neue Serie #6
Autoren:
1. Teil: Steven T.Seagle
2. Teil: Joe Casey
Zeichner:
1. Teil: Scott McDaniel
2. Teil: Derec Aucion
Preis: 4,00 Euro
Erscheinungsdatum: 09.10.2003
Inhalt:
US-Superman 194:
Ed Seaholtz ist für die Wartung der Aufzüge des Lex-Corp Towers zuständig und hat einen Superman-Tick. Er treibt es aber öfter damit zu weit, was ihm auch sehr bald einen Rapport beim Personalchef einbringt. Dort sieht man dann auch erstmals, dass mehr hinter diesem Seaholtz steckt als man zunächst ahnt.
Lois Lane ist derweil im Suicide Slum unterwegs, oder besser, sie befindet sich in Clark Kents Geheimbüro, das mit Berichten von Lex Luthor übersät ist. Als dann überraschend Perry White hinzukommt und ihr von seiner geheimen Zusammenarbeit zwischen ihm und ihrem Mann erzählt.
Im Lex Corp Tower outet sich Seaholtz als verkleideter Superman, als er einen Fahrstuhl vor dem Absturz bewahrt. Er wollte so besser Zugang zum Lex Corp Tower erhalten und nach der vermisste Leibwächterin von Präsident Luthor, Taya Hope, suchen.
Als er sie später auf einer geheimen Ebene findet, macht sie einen stark misshandelten Eindruck.
Später im Planet feiern Perry und Clark die große Schlagzeile, als plötzlich Lois zu ihnen hereinkommt und ihren Abschied vom Daily Planet verkündet, um bei Live 3 als Event-Reporterin anzufangen.
Adventures of Superman 616:
Das Finale der Hollow Men Storyline steht an...
Kid Scout hat Benjamin Conrad gefunden und bringt ihn nach Heroville, wo Dr. Camel dem Buchautoren die Sachlage erklärt. Sofort macht sich Conrad daran, mit seiner mitgebrachten Schreibmaschine seine, vor über 40 Jahren geschriebenen Story, umzuschreiben.
Dies spüren aber die Hollow Men, und lassen von ihrem Angriff auf Superman ab, um auf direktem Weg zu Benjamin Conrad zu gelangen. Der Stählerne eilt ihnen aber hinterher und fliegt zu Dr. Camel und den anderen, und erklärt dort, wie er die Hollow Men besiegen will. Aller Warnungen von Dr. Camel zum Trotz fliegt er danach den Hollow Men entgegen, die diesmal, ohne zu zögern, angreifen und ihre machtvollen Energiestrahlen auf den Stählernen richten.
Superman durchlebt dieselben Qualen wie beim ersten Angriff, diesmal mit Visionen von abstrusen Realitäten. Allerdings kann der Kryptonier diesen Angriff mit Hilfe seiner Frau Lois, die ihm in einer Vision erscheint, zurückschlagen.
Die Hollow Men werden endgültig besiegt, als Benjamin Conrad seine frühere Geschichte umschreibt.
Kommentar:
Ohne Zweifel das bisher beste Heft der Serie! Ed Seaholtz muss man einfach gern haben (Freunde, lasst uns mit der Zunge schnalzen, Seagle schreibt einen Sympathischen Charakter ;-) ) und da ist es schon etwas schade dass er „nur“ eine Tarnidentität von Clark Kent war, um sich bei Lex Corp einzuschmuggeln . Auch sehr interessant ist, wieso, weshalb, und ob Lex Luthor seine Leibwächterin misshandelt hat. Dass Clark dies im Planet veröffentlicht, wird sicher Folgen für die weitere Amtszeit des Präsidenten der Vereinigte Staaten haben. Wurde ja auch Zeit, dass Lex wieder negativer auffällt, denn seit er Präsident geworden ist, ist er mehr oder minder abgestumpft. Der rücksichtslose Lex ist mir eben doch ans Herz gewachsen.
Verblüfft bin ich aber, warum Clark seiner Lois nichts über seine geheime Identität bei Lex Corp verraten und ihr auch nichts darüber berichtet hat, dass er so gegen Luthor ermittelt. Das finde ich wirklich sehr fragwürdig und für Superman-Verhältnisse eher unpassend. Seagle hat Lois in seinen bisherigen Heften zwar stets etwas nervig rüber gebracht, diesmal hat er sie aber eine verständliche Reaktion erleben lassen.
Das alles machte die erste Story zu einem sehr interessanten Lesevergnügen, und ich freu mich deswegen sehr, wenn es wieder mit der US-Superman Reihe weitergeht. Ich hoffe nur dass Seagle seine zweifellos interessanten Handlungsideen endlich auch konsequent fortsetzt und nicht mit nervigen Storys, wie mit einem durchgedrehten menschlichen Roboter oder einer Raumspalte, den Lesespaß bremst.
In der zweiten Story bringt Joe Casey seine Hollow Men Story zu Ende, und ganz ehrlich, ich bin froh drüber. Denn auch wenn die Geschichte als Gesamtes nicht mal so übel ist, frage ich mich wirklich, was das in einer laufenden Superman Serie zu suchen hat.
Weder hat die Story den Superman Mythos voran gebracht, noch kann man irgendeine Moral erkennen. Diese kurze Saga wäre wohl in einer separat laufenden Mini-Serie besser aufgehoben gewesen.
Gerade in den Superman-Reihen, in denen es neuerdings doch an guten Charakteren fehlt, wäre es doch besser Adventures of Superman dafür zu nehmen, um das Kent-Umfeld interessanter und spannender darzustellen. Aber nein, eine vollkommen unnötige Mini-Serie wird erzählt.
Und so wollte man in den USA neue Leser gewinnen...?
Nun ja, Schwamm drüber, das Heft war als Gesamtes ein wirklich schönes Lesevergnügen, und damit lasse ich es erst mal bewenden und man kann sich schon mal auf die anstehende "Ernte" freuen, die in den kommenden zwei Ausgaben erscheinen wird.
Auf , auf und davon ......
Stefan Segle
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