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Superman: Die neue Serie #3
Autoren:
1. Teil: Steven T.Seagle
2. Teil: : Joe Kelly
Zeichner:
1. Teil: Scott McDaniel
2. Teil: Tom Raney
Preis: 4,00 Euro
Erscheinungsdatum: 10.07.2003
Inhalt:
US-Superman 191:
Irgendwo in einer Wüstenlandschaft... Man sieht einen rennenden Superman, der von Bild zu Bild sein Tempo erhöht, aber auch von einem uns bekannten Roten Läufer überholt wird.
Der letzte Sohn Kryptons hat sich seinen JLA-Kollegen Flash zu Hilfe geholt, um sein Supertempo zu verbessern. Nach einigen Helden-Verehrungen seitens Wallys an Clark, und einigen Schnelligkeits-Demonstrationen, endet das Superman/Flash "Mini-Crossover" mit einem Wettrennen, das der Rote Blitz aber klar für sich entscheidet.
Keine Zeit aber für den großen Blauen sich über diese „Niederlage“ zu ärgern, denn sein Supergehör registriert in Metropolis einige Unruhen. Ein Energiespalt hat sich aus einem der Star-Labs Gebäude gebildet, und sorgt für Panik bei den Bürgern der Stadt.
Dank seines Infrarotblickes erkennt Superman, dass sich Hände aus der Spalte ihren Weg nach draußen bahnen. Aber ehe sich Superman der Sache annehmen kann, trifft die US Armee ein und ein verbohrter General teilt dem verdutzten Kryptonier mit, dass dies Sache der US Armee sei und er sich doch raushalten solle.
Die kurze Debatte wird von einem Energieschweif aus der Spalte unterbrochen, der einige Armee-Fahrzeuge ihren Dienst quittieren lässt. Dies war auch das Zeichen für Supes, endlich die Initiative zu ergreifen: Er fliegt mit Mach 1 in den Energiespalt hinein.
Dort herrschen ähnliche Bedingungen wie in einem schwarzen Loch, weshalb die Kräfte des Stählernen an ihre Grenzen stoßen. Das Wesen, das sich noch vor ein paar Minuten zu befreien versuchte, taucht plötzlich hinter Superman auf, ist glücklicherweise aber freundlich gesinnt, und unter ähnlichen Umständen wie er in den Spalt geraten.
Währenddessen hat der schiesswütige US General seine Reihen neu formiert und bereitet seine Mannen auf den Angriff vor.
Was dann kommt, kann nicht wirklich überraschen: Superman entkommt mit Hilfe des Wesens der Energiespalte, und im selben Moment feuert die Armee auf den Riss. Der General sieht sich als Held des Tages, und Superman ist fassungslos, weil er den vermeintlichen Tod seines neuen Freundes betrauert.
Auf der letzten Seite sieht man das neue Supergirl, das sich aufmacht, ihren Vater zu sehen. Das Wesen aus der anderen Dimension ist nicht Tod, sondern wird auf seiner Heimatwelt als Held gefeiert.
Action Comics #801:
„Die Saat“ bildet den Auftakt zur „Ernte“, die man in den Superman Heften #7 und 8 in geballter Form erleben darf.
Die Story beginnt mit einem scheinbar friedlichen Morgen in einen kleinen Ort in Colorado. Die Bewohner gehen friedlich ihrem Alltag nach. Zeitgleich in Pokolistan schwebt General Zod am Himmel und spricht die Worte „für dich Vater“.
Keine zwei Minuten später sind die Straßen des Städtchens von Zerstörung und Tod gepflastert. Als Superman am Ort des Schreckens eintrifft, wird er nicht nur Zeuge davon, sondern auch von stark mutierten Menschen.
Im Büro des Präsident berichtet Agentin Chase, vom Büro für Paranormale Einsätze, von den Ereignissen in Colorado, und dass sich die Seuche immer weiter ausbreitet.
Die Saat wurde gesät und die Ernte wird kommen...
Kommentar:
Die erste Story ist, bis auf die Flash/Superman Trainingseinheit, absolut vergessenswert. Das muss man wohl so in dieser Deutlichkeit sagen! Seagles dritte Story ist an Einfallslosigkeit beinahe nicht zu überbieten. Ein Unfall bei den Star Labors (das ist ja so was von neu), dazu noch eine gefährliche "Raumspalte" (D'oh, Star Trek bei Superman), ein mit allen Klischees versehener US-General, usw. usw. usw...
Schwach, Herr Autor, sehr Schwach. Von dem eigentlich interessanten Handlungsfaden mit der Zukunftsschmiede und Supergirl sieht man, ebenso wie schon im zweiten Heft, nur sehr wenig, und mich beschleicht das ungute Gefühl, dass dies so weiter gehen könnte.
Anscheinend hat Steven T. Seagle außer den beiden Handlungsfäden nicht sehr viel zum Superman-Mythos beizutragen, so scheint es zumindest bisher. Na ja, einen positiven Gesichtspunkt konnte man bei der ersten Story doch noch feststellen: Scott McDaniels dynamischer Stil passte ganz gut zu dieser Geschichte. Er verleiht dieser ansonsten tristen Angelegenheit so doch etwas Leben, obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von ihm bin.
In der zweiten Story beehrt uns ein alter Bekannter aus der ersten DCD Superman-Serie wieder: Action Comics-Autor Joe Kelly.
Und auch wenn sich diese Story aufgrund der vielen Szenenwechsel etwas zäh liest, hat man doch das Gefühl, bei etwas Großem dabei zu sein. Wer von der Geschichte nicht beeindruckt ist, wird zumindest optisch angeregt, denn Tom Raney liefert das wohl beste Superman Artwork seit langem. Endlich ist mal wieder Realismus bei den Zeichnungen angesagt, dazu kommt eine sehr überzeugende Kolorierung.
Schade nur, dass der deutsche Leser bis zur Nummer #7 warten muss, um die Fortsetzung dieser Story zu lesen. Trotzdem, nach Lesen dieses Heftes blieb mir, insgesamt gesehen, wieder nur das Gefühl des Durchschnittes, und das ist doch sehr ernüchternd. Gerade bei den Seagle-Geschichten erwarte ich mehr, schließlich schreibt er mit Superman das Flaggschiff dieses Helden, und da sollte doch mehr als nur eine total belanglose Story drum rum kommen!
Stefan Segle
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