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Superman: Die neue Serie #1
Autoren:
1. Teil: Steven T.Seagle
2. Teil: Joe Casey
Zeichner:
1. Teil: Scott McDaniel
2. Teil: Derec Aucion
Preis: 4,00 Euro
Erscheinungsdatum: 08.05.2003
Nun, was ist eigentlich neu an der neuen Serie von Superman ? Zuallererst natürlich der Preis, der ist mit 4 Euro für heutige Verhältnisse doch schon attraktiver als bei der Vorgängerserie (der bei 4,30 lag).
Zum neuen Preis gibt es auch neue Kreativkräfte, Jeph Loeb und Ed McGuinness wurden von Steven T. Seagle (den X-Men Leser wohl bestens kennen) und Scott McDaniel (ehemals Nightwing und Batman) bei der US-Superman Serie beerbt, die Adventures of Superman (Derec Aucion) und Action Comics (Pascual Ferry) bekamen lediglich neue Zeichner.
Die Künstlerteams haben darüber hinaus mehr freie Hand für ihre Geschichten, da das Triangel-Konzept vorerst der Vergangenheit angehört, und die verschiedenen Serien jeweils für sich laufen.
Inhalt:
The 10-Cent Adventures:
Das Heft beginnt mit einer Auseinandersetzung zwischen Superman gegen einen Typen, der sich Amok nennt . Man erfährt während des Kampfes, dass dieser isländische Schurke einen Groll gegen Superman hegt, da dieser ihn mal besiegte und er daraufhin aus den USA verbannt wurde, und dass er mit Waffen aus der Zukunft ausgestattet ist, die er, wie er beim Kampf selbst zugibt, von der „Zukunftsschmiede“ erhielt, die er als seine Freunde bezeichnet. Zu der Zukunftsschmiede später mehr.......
Eines wird dem Leser aber schon schnell klar, Amok ist ein klassischer Verlierertyp . So ist wohl auch sein peinlicher Versuch zu sehen, Supermans Ruf zu zerstören, denn dazu ist sicherlich mehr nötig, als im Vorfeld des Kampfes eine Pressemitteilung auszugeben ( passierte Off Panels ;-) ) in der es heißt, Superman würde sich an diesem Tag als eine Gefahr herausstellen und die Behörden würden ihn als „potentielle Massenvernichtungswaffe“ festnehmen.
Superman (der inzwischen Amok mit einem Arm locker bei sich hielt) wehrt dann auch gleich diese Information vor laufenden Kameras mit seiner ihm eigenen Art ab.
Als Superman sich nicht an das erste Gefecht mit Amok erinnern konnte, erfahren wir, wie Amok vor einiger Zeit von Superman in drei Panels weggewischt wurde, ohne dass er ihn richtig bemerkt hatte. Daraufhin reißt sich Amok Wutentbrannt los und teleportiert sich nach nem kleinen Katz und Maus Spiel weg.
Danach philosophieren Lois und Clark über das Geschehen. Am Ende des Gespräches äußert Clark seine Sorge darüber, dass Amok vielleicht doch noch etwas anderes im Sinn hatte....
Diese Sorge war nicht unberechtigt, wie man schon auf der darauf folgenden Seite erfährt. Amok übereicht dort nämlich seinen „Freunden“ von der Zukunftsschmiede (man sieht zwei schwebende Gestalten, die einen Kryptonisch-anmutenden Kleidungsstil pflegen) ein Haar von Superman, das er ihm beim Kampf entreißen konnte. Zum Dank dafür erhält Amok genug Macht, um Superman zu besiegen.
Derweil hat Clark ein geheimes Treffen mit Perry White, in dem man erfährt, dass Clark Kents Entlassung ( in US-Superman 183 ) wohl doch nicht so dramatisch wahr.
Das Treffen der Beiden wird durch den gestärkten Amok unterbrochen. Der Endkampf der beiden ist schnell erzählt: Ein paar Sprüche, Schläge und Zerstörungen später endet er dadurch, dass Amoks Körper die ihm verliehene Kraft nicht verkraftet und in einen Energieball vergeht.
Auf der letzten Seite gibt’s einen sehr interessanten Cliffhangar, als die zwei Wesen von der Zukunftsschmiede ein dunkelhaariges Mädchen mit einem großen Roten S auf der Frontpartie ihres Körpers Willkommen heißen. Sie nennensie Cir-El und auch Supergirl ........
Adventures of Superman #612:
Dieses Heft ist der Auftakt oder Prolog ( kann man so oder so sehen ) der Hollow Men-Saga.....
Ein Held Namens Major Victory wird das erste Opfer der sogenannten Hollow Men, allerdings ist über das wie und warum in dem Heft noch nix zu erfahren. Das einzige was man sieht, ist eine verwüstete Wohnung drei Gestalten vor dem Fenster.
Die Haupthandlungsstränge in dieser Story sind allerdings andere. Sie drehen sich zum einen um den Schriftsteller Benjamin Conrad, der von einem uns wohlbekannten bebrillten Reporter Besuch bekommt, und an einem Buch mit dem Titel „Retter der Unterdrückten“ schreibt. Zum anderen geht es um einen mysteriösen Helden, der aussieht wie ein verzerrter Superman. Er taucht immer dann auf, wenn Unterdrückte und schwächere Menschen in Gefahr sind. Nur leider tut er das mit einer recht harten Gangart, die für Superman eher untypisch ist .
Klar natürlich, dass zwischen dem plötzlich auftauchenden Helden und dem alten Schreiberling eine Verbindung besteht, die unser oller Clarkie auch im Verlauf der Geschichte aufdeckt .
Denn der öfters in Erscheinung getretene Held ist nämlich tatsächlich der in Ben Conrads Buch beschriebene „Retter der Unterdrückten“ . Wieso und weshalb weiß allerdings auch der ergraute Schriftsteller nicht .
Nun ja, der Rest der Story ist schnell erzählt... Clark bringt Ben dazu, sein Buch umzuschreiben, und der mysteriöse Held löst sich in wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf.
Ach ja noch was, auf dem letzten Panel der Story sieht man ein Buch mit Titel „Die Hollow Men – Ein Roman von Benjamin Conrad“...... Was uns das wohl Sagen will ?
Kommentar:
Seagle bietet in seiner ersten Superman Story noch leichte Schonkost, die allerdings sehr angenehm zu lesen ist. Und die neue Bedrohung durch die Zukunftsschmiede, aber auch die Entwicklungen um das neue Supergirl könnten zu interessanten Geschichten führen. Der neue Zeichner Scott McDaniel konnte zwar noch nicht ganz überzeugen, aber irgendwie hatte ich nach diesem Heft das Gefühl, er will seinen Stil für Superman etwas verändern, mal sehen wie es wird. Der Anfang war, für mich zumindest, durchschnittlich.
Der zweite Teil wirkte mir zu schnell abgehandelt. Joe Casey versuchte wohl hier auf schnelle weise, ein Vorfeld für seine Hollow Men-Saga zu schaffen. Was ihm zwar nicht vollends misslang, aber richtig fesseln konnte mich die Story auch nicht, obwohl ich die Idee mit dem klassischen Superman gar nicht mal schlecht fand (besonders die Dialoge von ihm, die beinahe identisch mit denen von Action Comics #1 waren).
Eine neue glorreiche Ära des Stählernen wird mit diesem Heft noch nicht eingeläutet, aber es bietet unterm Strich gute Unterhaltung.
Stefan Segle
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