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Superman: Monster Edition #5
Autoren:
Geoff Johns, Joe Casey, Mark Schultz, Joe Kelly, Chuck Kim, Chuck Austen
Zeichner:
Pascual Ferry, Derec Aucion, Renato Arlem, John Lucas, Tom Derenick, Dwayne Turner, Carlos Meglia, Brandon Badeaux, Jon Bogdanove,Mike McKone
Preis: 24,00 Euro
Erscheinungsdatum: 01.05.2005
Inhalt:Den Anfang des letzten Monster Bandes macht eine Geschichte des Gast - Kreativteams von Autor Chuck Austen und Zeichner Pascal Alixe. Eine Geschichte, die von der Freundschaft von Superman zu einem Polizisten von Metropolis handelt. Eigentlich recht nett erzählt, auch wenn die Geschichte nie aus der Rolle eines Lückenfüllers hinausragt und wohl schnell nach dem Lesen in Vergessenheit geraten wird.
Ein Urteil, das man übrigens über die meisten Stories dieses Monster Bandes fällen muss.
Die Zweite Geschichte spielt in der Vergangenheit , genauer gesagt, in der Zeit als Clark Kent noch in Smallville lebte und noch nicht den blau-roten Dress trug. Der junge Clark hat Probleme mit seiner außerirdischen Herkunft, weswegen auch die Quintessenz Zweifel an seiner zukünftigen Rolle als Erdbeschützer hat. In einer Traumwelt wird der junge Superheld von einer Regierungsbehörde gefangen genommen und muss sich auch noch der JSA stellen. Erdacht wurde diese eher belanglose Story von Joe Kelly und gezeichnet von Kano, der hier allerdings meilenweit von seiner früheren Form entfernt scheint.
Etwas netter ist da schon die folgende Story vom regulären Adventures of Superman Kreativteam Joe Casey und Derec Aucion . Hier hat Clark Kent zunächst einen Undercover Einsatz in einem Bergwerk, und muss danach als Superman einen Jungen trösten, der seine Mutter verloren hat. Eine ordentliche, wenn auch belanglose Geschichte.
Die Story, die danach kommt, ist an Schwachsinn kaum zu überbieten: Zwar ist das bei Stories mit Mxyzptlk üblich, aber wenn der Schwachsinn in Dämlichkeit grenzt, hört der Spaß auf.
Mann, sind diese 22 Comicseiten schlecht !
Als nächstes hat Superman wieder eine Sitzung bei seiner Psychotante Dr. Claire Foster. In einer netten Story von Joe Kelly spricht Superman über seine Rolle als Superheld , Ehemann und Henker (!). Noch dazu gibt es einen kleinen Cliffhangar mit General Zod, der vom Beginn der Ernte (Superman – die neue Serie #7-(8) spricht. Schade nur, dass bei dieser Story die Zeichnungen von Renato Arlem eher dürftiger Natur sind.
Dass man aber auch anders, nämlich gut, zeichnen kann, beweist dann Tom Derenick. Für Fans der alten Superman Geschichten auf jeden Fall ein wahrer Augenschmaus, weil Superman dort endlich wieder so aussieht wie er aussehen sollte : Realistisch !
Bedauerlich aber, dass die Geschichte eher zum Kopfkratzen anregt, da Superman dort von Chuck Austen einen sehr merkwürdigen Charakter erhalten hat . Klar, der Verlust eines Menschen ist für einen Superhelden frustrierend, aber etwas professioneller als hier sollte sich Superman nach den vielen Jahren doch verhalten können............oder ?
Nach diesen sechs Geschichten, die für sich stehen, kommt der Vierteiler „Verlorene Herzen“. In Hell’s Heart, einem runter gekommenen Stadtteil in Washington D.C. , herrscht eine hohe Selbstmordrate und immer mehr Menschen verschwinden unversehens. In einem Schreiben wendet sich die junge, mit magischen Kräften gesegnete, Traci Thirteen an Lana Lang . Die Frau des Vizepräsidenten Pete Ross beschließt sofort, der Sache auf den Grund zu gehen, ist aber daraufhin selbst nicht mehr aufzufinden. Verzweifelt wendet sich Pete Ross an seinen alten Freund Clark Kent, der sich dann in einer Undercover Mission in Hell’s Heart auf die Suche nach Lana macht. Dort trifft er Traci Thirteen und wird Opfer von einem Parasiten, der sich vom Leid der Menschen ernährt.
Zumindest der erste Teil kann ganz gut gefallen. Langsam und behutsam führt Geoff Johns den Leser an die Story heran und findet auch noch Zeit, Superman mit Powergirl und später Batman (sehr amüsant) reden zu lassen. Danach aber verflacht die Story immer mehr und die junge Traci Thirteen entpuppt sich als richtig nerviger und langweiliger Charakter. Auch das Schicksal, das Lana in Hell’s Heart ereilt, kann nicht wirklich beeindrucken. Da es zu sehr an die Geschichte mit Big Barda aus dem siebten Superman Album von Hethke erinnert. Und sei das nicht genug des Übels, müssen auch noch die Autoren die alte „Lana liebt Clark“ (und umgekehrt) Leier wieder aufwärmen.
Na ja, immerhin sind die Zeichnungen von Pascual Ferry, Dwayne (Curse of Spawn) Turner und Tom Derenick gut gewesen.
Mit guten Zeichnungen ist aber in der folgenden Lückenfüller - Story Schluss . Carlos Meglia hat sich wieder aufgemacht, um Superman - Lesern die Laune zu verderben und diese wird beim Lesen dieser affigen Story von Joe Kelly auch nicht besser.
Danach kommt der Schluss . Nicht nur für diese Superman Monster Reihe, sondern auch für die US – Superman Serie Man of Steel. Mark Schultz beendet im letzten Heft der Reihe und dem One-Shot Superman vs. Darkseid : Apokolips Now ! den Handlungsbogen um die Entropy Aegis und auch John Irons Laufbahn als Steel. Da wurde es auch allerhöchste Zeit, möchte man da als Leser nur hinzufügen.
Gut wird die Story aber erst in der von Mike McKone gezeichneten Geschichte. Erstens natürlich wegen den Zeichnungen , zweitens wegen dem Kampf Superman gegen Darkseid, und drittens wegen eines Gastauftrittes von einem sehr sympathischen Supergirl . Es sei hier nur an den wirklich genialen DC Premium Band #27 erinnert (Supergirl : Das Ende).
Fazit:
Leider ist dies der vorerst letzte Superman Monster Band. Leider, oder eher Gott sei Dank ? Nach strengem Beäugen dieses Bandes muss man eher zu letzterem plädieren. Die Storys sind hier größtenteils schwächerer Natur, um nicht zu sagen richtig ärgerlich. Und auch die Zeichnungen sind sehr starken Schwankungen unterworfen. Also, vor dem Lesen auf das Schlimmste gefasst machen!
Alles in allem aber werde ich diese Monster-Reihe vermissen. Denn die Bände sind als Sammler von der Aufmachung her einfach ein Muss und viele offene Fragen konnten geklärt werden.
Stefan Segle
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