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Superman:
Monster Edition #4



Monster Edition #4 Autoren:
Geoff Johns, Joe Casey, Mark Schultz, Joe Kelly, Jay Faerber

Zeichner:
Pascual Ferry, Derec Aucion, Duncan Rouleau, Brandon Badeaux, Brent Anderson, Karl Kerschl

Preis: 24,00 Euro

Erscheinungsdatum: 18.03.2004



Inhalt:
Superman 184 - 187, Adventures of Superman 606 - 609, Man of Steel 128, 130 / 131, Action Comics 793, 795 / 796

Kommentar:

Der Monster Band beginnt mit der lang ersehnten und erwarteten Fortsetzung von „Rückkehr nach Krypton“, die in den Superman Heften #17 und 18 erschienen ist (die erste Panini -Serie). Wohl eine der besten Superman – Storylines der letzten Jahre.
Nun, kann also der zweite mit dem ersten Teil mithalten? Die Antwort darauf ist wie so oft bei Fortsetzungen: eher nicht! Denn die Auflösung, woher dieses Krypton kommt, ist leider etwas enttäuschend und irgendwie auch vorhersehbar. Schade eigentlich, denn die Story konnte stellenweise nämlich durchaus gefallen.
Jor – Els Kurzauftritt auf der Erde war amüsant und die aktionsreichen Bilder, die Duncan Rouleau im Zweiten Teil zeichnete, sind ein echter Hingucker. Ich konnte auch damit leben, dass als Grund für Supermans Rückkehr nach Krypton Aufstände und Unruhen herhalten mussten. Obwohl ich das nicht sehr originell finde. Was mir aber missfiel, ist die erwähnte Auflösung, und dass die Spannung in den letzten beiden Teilen irgendwie auf der Strecke blieb.
Etwas verblüfft war ich auch darüber, dass Krypto, nachdem er beschossen wurde, mehr tot als lebendig war, und dann ein paar Seiten später wieder kämpfend eingreifen konnte. Ich hab den Köter ja mittlerweile echt lieb gewonnen, aber mussten die Autoren, nur um ne dramatische Szene einzubauen, so einen Mist fabrizieren?
Nun ja, den viel zitierten „Schwamm“ drüber und sich den beiden folgenden Storys zuwenden, die mehr oder minder für sich stehen.

Als erstes zeigt Geoff Johns, dass er zur Zeit zu Recht als einer der besten Schreiberlinge gehandelt wird. Und das tut er mit folgenden Zutaten: Eine junge Baseballmannschaft, eine kleine Klopperei (Major Force / Superman) und dazu wird eine niedliche Verschwörung seitens der Regierung gegen den Stählernen gesprochen. Einfach, schlicht aber dennoch überzeugend, und dazu erhält Johns noch Unterstützung von Astro City-Zeichner Brent Anderson. Das sind tolle 22 Comicseiten!

Die nächste Einzelepisode ist ebenfalls von einem Gastautoren. Jay Faerber ist hier für Story und Dialoge verantwortlich. Die Geschichte dreht sich um Argent, die Probleme mit ihrer halbaußerirdischen Seite hat und deswegen Superman um Rat fragt. Die Geschichte ist eigentlich nicht mal so übel, aber da Jeph Loeb im letzten Monster Band schon eine Story über Rassenunterschiede schrieb, kann einem diese nicht mehr richtig vom Sessel hauen. Zumindest ging mir das so.....

Der Rest des Bandes gehört der Saga „Ending Battle“ oder eben zu Deutsch „Ende der Schlacht“.
Der Plot erinnert etwas an die frühere Superman Saga „Der Tod von Clark Kent“. Ein Schurke hat die Geheimidentität von Superman herausgefunden und schickt nun eine ganze Armada von Superschurken (Namensliste der beteiligten Schurken weiter unten) auf all die Menschen, die Clark nahe stehen. Superman hat also mal wieder mehr als genug Möglichkeiten um zu beweisen, dass er das „Super“ in seinem Namen nicht umsonst hat. Das ganze liest sich eigentlich recht nett, aber rechte Spannung kommt zunächst nicht auf. Der Stählerne besiegt erstens die Gegner allesamt problemlos und zweitens ahnt man schon von Anfang an, dass der Verantwortliche für die Anschläge auf keinen Fall Luthor ist.
Enttäuschend ist auf jeden Fall, dass auch hier den Autoren der Mut gefehlt hat, den einen oder anderen Charakter aus Supermans Umfeld in die Ewigen Jagdgründe zu schicken. Es hätte nämlich aus „Ending Battle“ was richtig Tolles werden können. So aber ist es eine viel zu aufgeblähte Storyline, die auch locker in einen Zwei- oder Dreiteiler gepasst hätte. Der wirklich interessante Plot von „Ending Battle“ ist nur im vierten und letzten Teil zu finden. Dort wird ein für alle mal ein Schlussstrich unter die Kapitel – Manchester Black – und – Luthors Wissen um Supermans Geheimidentität – gezogen !

Die Schurken von Ending Battle :

Master Jailer, Neutron, Atomic Skull, Riot, Hellgrammite, Quakemaster, Firefist, Rattenfänger, Bug – Eye, Hi – Tech, King Shark, Evil Star, Rock, Terra – Man, Dr. Killgrave, Cyborg, Prankster, Bizarro, Mxyzptlk, Puzzler, Metallo, Mongul, Silver Bunshee, die Elite um Manchester Black und eine ganze Armee von Kleinschurken.




Fazit:

Wieder bleibt das Gefühl: Hier wäre mehr drin gewesen! Klar, die Stories sind alle gut zu lesen und echt langweilig wurde mir eigentlich nie. Aber verdammt noch mal! Was hätten das für Geschichten werden können? Warum nur schaffen es die Superman-Autoren nicht, aus anfänglich guten Ideen mitreißende Stories zu machen?
Na ja, zumindest konnten die Abenteuer von Geoff Johns und die Kelly Teile bei Ending Battle ganz gut überzeugen.
Drum kriegt dieser Band von mir tolle 3 Puuuunkteeee!


Stefan Segle



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