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Superman: Monster Edition #1
Autoren:
Jeph Loeb, Joe Casey, Mark Schultz, Joe Kelly
Zeichner:
Steve Lieber, Ed McGuinness, Ian Churchill, Kevin Maguire, Mike Wieringo,
Derec Aucion, Doug Mahnke, Yvel Guichet, Brandon Badeaux, Duncan Rouleau
Preis: 22,00 Euro
Erscheinungsdatum: 18.09.2003
Inhalt:
Superman 174, Adventures of Superman 596, Man of Steel 118, Action Comics 783
- Die Kent Farm wird von Superman neu aufgebaut (1.Story)
- Martha Kent hat doch überlebt (1.Story)
- Die JLA hilft beim Aufbau der zerstörten Städte (2.Story)
- Der zunächst von Selbstzweifeln gezeichnete Superman besiegt in der Antarktis den Weather Wizard (2.Story)
- Dr. Hamilton und Henry Irons fangen an, die Entropy Aegis zu untersuchen (3.Story)
- Ein übernatürliches Gericht, bestehend aus dem Highfather, Zeus, Phantom Stranger, Ganthet und dem alten Shazam, klagt Superman wegen seiner Rolle zum Ende des Weltenkrieges an. Hal Jordan alias Spectre übernimmt die Verteidigung. (3.Story)
- Superman in einer ungewöhnlichen Geschichte mit Scorch, Ozean Master und Major Disaster
Adventures of Superman 597, Superman 175, Man of Steel 119, Action Comics 784
Nachdem Superman es mit dem jokerfizierten Lex Luthor und seinen beiden Leibwächterinnen zu tun bekommen hat, hat der Joker Doomsday als nächstes Opfer für seinen Virus ernannt. Es geht weiter mit Icicle, Killer Frost und dem Eradicator.
Im vierten und letzten Heft nehmen es der Stählerne und Batman mit Green Lantern auf, der auch Opfer des Joker-Giftes wurde.
Superman 176, Adventures of Superman 598, Man of Steel 120, Action Comics 785, Superman 177
- Superman ist bei der Psychiaterin Dr. Claire Foster, um über seine seelischen Wunden vom Weltenkrieg zu sprechen.
- Aufgebrachte Arbeiter von Metropolis, unter der Führung eines gewissen Cole Parker, greifen das Daily Planet-Gebäude an und nehmen Perry White als Geisel.
- In welcher Identität soll Superman handeln? Als Journalist Clark Kent oder als Superheld ? Diese Frage stellt er sich, nachdem der Geologe Calvin Carson von einem merkwürdigen Öl berichtet. Lex Corp hat seine Hände auch im Spiel.
- Clark Kent ist in Pokolistan und trifft dort auf Bizarro und General Zod.
- Die B13 Technologie und ihre Auswirkung: Ein „neuer Toyman“ und ein verbesserter Metallo treiben in einer seltsamen Schlacht ihr Unwesen.
Kommentar:
Dieser Band ist der erste von fünf Monster-Editionen. Dort wird die Lücke geschlossen, die zwischen Superman 24 und der neuen Superman Serie entstanden ist. Deswegen erst mal ein Riesen Kompliment an die Herren von DCD dafür, dass sie diese Storys nun doch nach Deutschland bringen, und das in so günstiger Form. RESPEKT, MEINE HERREN !
Etwas verwundert darf man aber beim Lesen dieses Bandes schon sein. Denn eines steht fest: Auch wenn in dieser Monster-Edition einige Rohrkrepierer dabei sind überwiegt doch der positive Teil der Storys. Und diese können sich locker mit denen der neuen Superman-Serie messen oder sie gar klar übertrumpfen. Aber sicher ist dies alles eine Geschmacksfrage.
Mir hat auf jeden Fall dieser Band mehr Spaß gemacht als jedes bisher erschienene Heft der neuen Serie. Von den Zeichnungen mal ganz zu schweigen...
Der erste Teil des Bandes beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Ereignisse des Weltenkrieges. Diese Storys sind auch ein guter Einstiegspunkt in diesen Monster Band, denn unterm Strich sind da alle Geschichten sehr ordentlich. Das gilt auch für die Joe Kelly-Story „Das Geschenk“, die in einem für ihn fast schon üblichen „eigenen Stil“ verfasst sind.
Für Aufsehen sorgte aber seiner Zeit in Amerika ein anderes Heft, es handelt sich um die zweite Story dieses Monster Bandes. Das hat allerdings weniger mit der Geschichte an sich zu tun, als viel mehr mit einem Panel. Es ist wohl grausame Ironie dass auf Seite 2 dieses Heftes brennende Zwillingstürme zu sehen sind. Und dass die Ausgabe auch noch am 12. September 2001 erschienen ist. Daraufhin wurde auch das Heft damals aus den Regalen amerikanischer Comicshops entfernt...
Na ja zurück zu dem vorliegenden Band.
Bei den Storys, die Teil des Last Laugh-Events sind, ist DCD ein kleines Missgeschick passiert. Irgend so ein schlaues Kerlchen hat die Story aus AoS 597 vor die Story von Superman 175 gesetzt. Ist eigentlich kein großer Beinbruch, da beide Storys eher bescheidener Natur sind (Superman 175 ist auch der Tiefpunkt des eigentlich guten Jeph Loeb Superman-Runs), nur hatte das eben den Nachteil, dass man urplötzlich auf eine tot geglaubte Figur trifft. Nach der sehr durchschnittlichen Story mit dem jokerfizierten Eradicator schreibt Kelly die unterhaltsamste Story dieses Teils. Erstens ist diese Story sehr humorvoll, und zweitens sprechen dort Superman und Batman über den Ausgang der Arkham-Storyline aus Superman 7 (erste Superman Panini Serie).
Die Storys danach stehen mehr oder minder für sich. Dass Superman zu einer Psychiaterin geht mag für den einen oder anderen zwar seltsam wirken, ist aber dennoch ein echtes Highlight, da dort die Psyche Supermans so gut wie nur selten beleuchtet wird. Allerdings ziehen nach dieser wirklich schönen Story von Jeph Loeb dunkle Wolken auf, denn die kommende Geschichte kommt von Joe Casey...
Irgendwie schafft es dieser Autor fast immer, mir die Lust an Superman–Comics zu nehmen. Nur gut, dass danach Mark Schultz einen interessanten Gewissenskonflikt von Clark Kent auf die Beine stellt, und Talia ihren stärksten Eindruck in einem Superman Comic hinterlässt.
Danach ist Joe Kellys „Demento“ Story sehr verwirrend, und obendrein muss man sie von hinten nach vorne lesen. Sicher nicht jedermanns Geschmack . Das gilt dann auch für den Abschluss dieser Monster-Ausgabe, in der Jeph Loeb wohl stark von Digimon oder Pokemon beeinflusst wurde.
Über die verschiedenen Zeichner kann man eigentlich kaum meckern, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Einzig störend ist aber die viel zu dunkel gehaltene Kolorierung, die wirkt in einen Superman-Comic einfach deplaziert!
Fazit:
Zugreifen!
Sicher, dieser Band hat Licht und Schatten, aber nach dem Lesen bekommt man trotz allem ein befriedigendes Gefühl. Diese 22 € waren gut investiert. Viele Handlungsbögen aus der ersten Superman Panini-Serie werden aufgegriffen und beendet oder weitergeführt. Dazu bietet die erste Monster-Edition eine willkommene Abwechslung zur neuen Superman-Serie und kann es locker mit dieser aufnehmen.
Als Nachteil könnte sich aber erweisen, dass Neueinsteiger eventuell leicht verwirrt sein könnten, da man in laufende Storylines geworfen wird.
Stefan Segle
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