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Superman: Birthright #4
Autor:Mark Waid Zeichner: Leinil Francis Yu Preis: 4,50 Euro Erscheinungsdatum: 22.07.2004 Inhalt Superman Birthright 7 Ein hartes Los für Clark Kent! Von seinen neuen Kollegen beim Daily Planet wird der aufstrebende Reporter noch gar nicht wahrgenommen und wenn doch, wird er nicht ernst genommen. Aber darüber kann sich Clark nicht lange den Kopf zerbrechen! Denn bei einer großen Brücke gibt es eine Explosion unddroht einzustürzen. Blitzschnell ist Superman am Ort des Geschehens und hält in beeindruckender Manier zwei Stahlseile,die sich durch die Wucht der Explosion gelöst haben. Derweil verfolgt Lex Luthor über einen Monitor das Szenario. Er istnatürlich Initiator des Ganzen und geht in den zweiten Akt seiner Aufführung. Ein Stück Kryptonit fährt nun, unter der von Luthor angebrachten Kamera, aus, was sofort verheerende Auswirkungen auf den Mann auf Stahl hat. Wenig später hat sich Clark erholt und ist bei seinen Eltern in Smallville zu Besuch. Dort gibt es für seine Mutter und ihn nur einen Schuldigen für diesen Kryptonit - Angriff. Lex Luthor! Er zeigte sich nämlich schon für den ersten Kontakt, den Clark mit Kryptonit hatte, verantwortlich. Ein Rückblick zeigt, wie Clark Kent den jungen rothaarigen Lex Luthor als Teenager zum ersten Mal nach Hausebrachte. In der Gegenwart hat sich Lex Luthor mit dem grünen Kryptonit aus dem letzten Heft weiterbeschäftigt. Er hat nicht nur dessen Strahlung auf Superman getestet, sondern er hat auch die darauf zu sehenden Schriften übersetzen können. Superman Birthright 8 Auf dem Hügel wo einst das Luthor Haus stand, erinnern sich Clark und sein Vater Jonathan an die Zeit alsLuthor in Smallville war. Rückblick : Der junge Lex Luthor hat Schwierigkeiten sich im kleinen Städtchen Smallville zu Recht zu finden. Die Schule kannihn überhaupt nicht fordern, weswegen er sich dort allen und jeden überlegen fühlt. Was er auch jedem klar zu erkennen gibt. Einzig und allein Clark kann immer wieder zu ihm durchdringen. Aber sein Elternhaus schenkt Lex wenig Geborgenheitund so schottet er sich immer mehr von allem ab. Er schwänzt die Schule und schließt sich in seinem Labor ein, um immerehrgeizigere Experimente zu machen. Clark allerdings lässt nichts unversucht, um wieder bei Lex durchzudringen, und besucht ihn in seinem Labor. Lex will mit Hilfe eines grün leuchtenden Meteoriten Kontakt zu dem Herkunftsortes des Steines herstellen. DiesesExperiment missglückt aber und das Luthor Anwesen wird vollkommen zerstört. Der Vater von Lex kommt dabei um, undLex selbst, erleidet schwerste Verbrennungen, flieht aber mit dem Stück Meteor, noch ehe die Feuerwehr eintrifft. Zurück in der Gegenwart kehrt Clark, nachdem er sich noch etwas mit seinem Vater unterhalten hat, nach Metropoliszurück. Dort erwartet ihn aber eine böse Überraschung. Lex Luthor hat im Daily Planet ein Foto veröffentlichenlassen, dass ein Raumschiff mit dem Superman Symbol zeigt. Ist Superman ein Vorbote einer Invasion? Kommentar:Dieses Heft konzentriert sich in erster Linie auf Lex Luthors Vergangenheit in Smallville und seiner Freundschaft (wennman überhaupt von einer wirklichen Freundschaft reden kann ) zu Clark.Mark Waid ist hier ein großes Kompliment zu machen, denn die Entwicklung, die der junge Lex Luthor genommen hat, istglaubwürdig und gut erzählt. Auch warum Clark und Lex unterschiedliche Wege gehen mussten ist sinnig. Lex hat nie die Liebe und Wärme in seinem Elternhaus erfahren wie Clark, und so konnte er auch dessen Empfindungen nie für andere Menschen aufbringen. Ihm blieb nur sein überlegener Verstand. Und der trieb ihn vielleicht nicht in den Wahnsinn, aber dafür machte er ihn zu einem Ehrgeiz zerfressenen Menschen, der nichts als seine fixe Forschung über außerirdisches Leben kennt. Der junge Lex Luthor von Birthright ist vielleicht nicht ganz so stark wie die geniale Darstellung von Michael Rosenbaum aus der Smallville TV Serie, aber man kann durchaus mit ihm mitfühlen. Diese Mini Serie macht also nach wie vor Spaß beim Lesen! Das ist zwar für den Leser überaus erfreulich, aber michüberkommt ein etwas betrübliches Gefühl. Denn anders als bei John Byrnes Neuinterpretation des Stählernen damals, hat Mark Waidnur diese Mini Serie, um seine Ideen umzusetzen. Byrne dagegen, konnte in den Action Comics und der damals neugestarteten Superman Serie seine Gedanken weiterspinnen, dieer in der Man of Steel Mini aufwarf. Bei Mark Waid ist aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge nach Birthright Schluss. Sehr bedauerlich, denn er legte inden bisher veröffentlichten Heften einen guten Unterbau für neue Ent- und Verwicklungen. Und ob Rucka, Austen und Azzarello (die 3 derzeitigen Autoren der regulären Superman Serien) auf diese Origin ihreGeschichten aufbauen ist noch nicht zu ersehen. So bleiben Waid noch 2 Hefte (sprich 4 US Hefte) um "seine" Superman Origin weiterzuentwickeln und ich kann nurhoffen, dass das bisher erreichte Niveau weiter bestehen bleibt. Allerdings wird es jetzt langsam mal Zeit für etwas Action. Denn so ne kleine schöne Klopperei, wie unter Byrnes Supermanfast schon üblich war, fehlt bisher gänzlich. Aber wie der Cliffhanger am Ende dieses Heftes vermuten lässt wird sich da indieser Richtung noch etwas tun. Sonstige Kritikpunkte muss man in diesem Heft eher mit der Lupe suchen. Da wären höchstens wieder die Zeichnungen vonFrancis Yu zu nennen. Der Mann hat zweifellos ein riesiges Talent. So kann er die Emotionen der Figuren hervorragend rüberbringen, und auch in den wenigen Action Szenen bisher weiß er zu glänzen (das Bild in dem Superman die beiden Stahlseile hält ist einfach nur genial!). Aber er spart nach wie vor häufig stark am Background und einige Zeichnungen wirken oft so dahin gepinselt. Die kantig wirkende Tusche von Alanguilan ist hierbei auch nicht gerade hilfreich. Fazit : Superman spielt nur eine untergeordnete Rolle (im zweiten Heftteil taucht er beispielsweise gar nicht erst auf!), denndieses Heft konzentriert sich nur auf den jungen Lex Luthor. Die Freundschaft zu Clark und auch seine Entwicklung zu dem Mann,der er eines Tages sein wird, ist einleuchtend und gut von Mark Waid umgesetzt worden. Man kann also über den Sinn oder Unsinn von Birthright sicherlich stundenlang diskutieren, aber die Serie wurde bisher gut umgesetzt und das ist doch das wichtigste Kaufargument. Stefan Segle |
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