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Superman: Birthright #3


Superman: Birthright #3 Autor:
Mark Waid

Zeichner:
Leinil Francis Yu

Preis: 4,50 Euro
Erscheinungsdatum: 19.05.2003


Inhalt:


US-Superman Birthright #5-6:

Beim Militär ist man in heller Aufregung wegen den außer Kontrolle geratenen automatischen Kampfhubschraubern. Zu dieser Hilflosigkeit kommt auch noch Verwunderung über einen fliegenden Mann mit rotem Cape. Superman hat indessen natürlich den Angriff aus dem letzten Heft ohne einen einzigen Kratzer überstanden und geht jetzt entschlossener denn je gegen die amokfliegenden Hubschrauber zu Werke.
Den letzten der fliegenden Apparate entreißt er die Fernlenk - Einheit und verfolgt das Signal bis zu Lex Luthors Büro. Der kurze Dialog zwischen den beiden wird vom Sicherheitsdienst unterbrochen, und dazu kommen auch noch Lois Lane und Jimmy Olsen, die sich zufällig im Lex Corp Gebäude aufhielten.
Aalglatt wie Luthor eben ist säuselt er Lois eine rührige Geschichte vor und befiehlt danach dem Sicherheitsdienst Jimmy die Kamera zu entreißen. In dem nun folgenden Tumult schnappt sich Superman die Kamera und fliegt mit ihr davon, um sie allerdings später dem jungen Fotografen wieder zu geben. .
Superman ist jetzt in aller Munde und Lois ist voller Stolz über ihre Story. Allerdings wird ihre Selbstzufriedenheit von Perry White unterbrochen, der, sehr zu ihrem Unwillen, einen Partner für sie bereithält.... Clark Kent.
Währenddessen betrachtet Luthor in einer geheimen Einrichtung von Lex Corp einen grün leuchtenden Stein auf dem das Symbol von Superman zu sehen ist. Danach telefoniert er mit seiner Assistentin und teilt dieser mit, dass er Clark Kent sprechen möchte.



Ende der ersten Story...


An einer Schule sind zwei Schüler durchgedreht und schießen wild um sich, als Superman sich ihrer annimmt und den Amoklauf schnell beendet. Damit ist die Arbeit des Stählernen noch nicht beendet, denn er nimmt sich als nächstes den Waffenhändler vor, der den beiden Jugendlichen die Waffen verkauft hat.


Im Daily Planet ist derweil zu lesen, dass man Superman gegenüber noch mit Skepsis begegnet.


Nachdem Lois den bedauernswerten Perry White wieder einmal zur Weißglut gebracht hat, macht sie sich mit ihren neuen Partner Clark Kent auf den Weg zu Lex Luthor. Dieser hatte ja um ein Treffen mit den jungen Mann aus Smallville gebeten. Nach einem mehr oder minder kaltem Empfang des Großmoguls führt er die beiden Reporter in einen Hologrammraum. Dort hält er mit Hilfe von holografischen Bildern einen Vortrag über das Leben und die Gegebenheiten von verschiedenen Planeten.
Danach erörtert Lex die Kräfte von Superman und folgert daraus, dass er ein Außerirdischer sein muss. Aber damit nicht genug, Luthor spricht sogar davon, dass er diese Behauptung beweisen kann.
Nach dem Treffen mit Lex Luthor sind Lois und Clark sichtlich betroffen und besprechen in einem Cafè das soeben erlebte.
Später in der Redaktion des Daily Planet macht Perry White dem jungen Reporter Clark Kent klar, dass er, so absurd Luthors Theorie auch ist, darüber berichten muss.
So muss dann Superman auf der letzten Seite auch feststellen, dass die Skepsis, die gegen in herrschte, sich in Angst gewandelt hat.





Kommentar:

Sei es in der Pre-Crisis-, Post-Crisis Ära oder in irgendeiner Elseworld Story, auch in den Kinofilmen , der Lois und Clark Serie und in der erfolgreichen Smallville Serie (hier ganz besonders) ist es so gewesen : Lex Luthor ist DER Farbtupfer im Supieversum.
Schon verblüffend wie es dieses glatzköpfige Genie doch immer wieder schafft, so eine Aura auszustrahlen. Oder ist es wirklich so, dass Lex Luthor die einzige Person aus Metropolis ist, mit der man als Autor was anfangen kann ?
Vielleicht ! Was allerdings feststeht ist, dass er der beste Gegner ist, den Superman je hatte und wohl auch je haben wird.
Das erkennt man schon in den typischen Gesprächen die, die beiden immer wieder führen. Der Held auf der einen Seite, der den Ankläger gibt und der Schurke auf der anderen Seite, der unnahbar und bei aller Unterlegenheit doch überlegen scheint. (in diesem Heft die Seiten 8-10 erste Story)
Schon unzählige Male von den Autoren so dargestellt, aber immer noch nicht an Faszination verloren !
Dazu ist es noch sehr interessant, wie sich denn die Wege von Clark und Lex aus Smallville trennten. Und warum kann Luthor Superman nicht als Clark erkennen, obwohl er ihn doch ohne Brille kennt ?
Das wird uns hoffentlich das nächste Heft gut und glaubhaft berichten können .

Ein weiterer Punkt, der dieses Heft auszeichnet, ist der Umstand, dass Superman nicht gleich der superbeliebte Held ist. Die Leute von Metropolis wissen noch nicht, wie sie dem Neuankömmling begegnen sollen und reagieren teilweise sogar mit Angst und Abscheu.
Okay, das ist zwar etwas von den Kollegen von Marvel abgekupfert, aber es wirkt doch angesichts dessen, dass Superman ja ein Außerirdischer ist um ein vielfaches glaubwürdiger.
Aber apropos glaubwürdiger. Dies trifft auch auf Clark Kent zu . Er ist weder der Tollpatsch aus der Pre- Crisis Zeit, noch John Byrnes selbstbewusster Modellathlet. Bisher tendiert Mark Waid wohl tatsächlich zu einer Zwischenlösung.
Nicht groß verändert haben sich aber leider Lois Lane, die immer noch die Nervkuh schlechthin gibt, und Jimmy Olsen, der Perry White immer noch nicht Chef nennen darf. Das finde ich ziemlich enttäuschend, denn auch diese beiden Figuren hätten einen kleinen Neuanstrich ziemlich benötigt !
Ein Lob mit Abstrichen erntet diesmal der Zeichner Francis Yu. Seine Zeichnungen sind stellenweise immer noch richtig klasse, aber leider merkt man ihnen an, dass er wohl Probleme hat, die Abgabetermine einzuhalten. So wirken viele Panels einfach so dahin gezeichnet, und für meinem Geschmack werden die Figuren viel zu oft in Schatten gehüllt.


Fazit :

Abgesehen von den kleinen Kritikpunkten ist dies ein richtig gutes Heft. Ich würde sogar von einem der besten Superman Heften der letzten Jahre reden.



Stefan Segle



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