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Superman: Birthright #2


Superman: Birthright #2 Autor:
Mark Waid

Zeichner:
Leinil Francis Yu

Preis: 4,50 Euro
Erscheinungsdatum: 18.03.2003


Inhalt:


US-Superman Birthright #3-4:

Jonathan Kent ist über die neuesten Entwicklungen, die seinen Sohn betreffen überhaupt nicht erfreut. Besorgniserregt schaut er zu, wie Martha und Clark an einem Kostüm arbeiten. Alles ist in Frage gestellt, und ist das überhaupt noch „sein“ Sohn ?
Nachdem die Wogen aber geglättet werden können, macht sich ein vollkommen veränderter Clark auf die Reise nach Metropolis ... Clark Kent ist in Metropolis angekommen und bekommt einen ersten Eindruck von der Stadt, als er in einem Taxi zu seinem Bewerbungsgespräch zum Daily Planet fährt. Dabei fällt ihm auf, dass einige Militärhubschrauber über der Stadt unterwegs sind. Als er den Taxifahrer dazu befragt, erzählt er ihm, dass dies ein Test für automatische Antiterrorwaffen sei und dass die Stadt in Angst vor eventuellen terroristischen Anschlägen lebe.
Beim Daily Planet angekommen, erwartet Clark reges Treiben, und er wird Zeuge einer kleinen Auseinandersetzung, bei der der unsympathische Herausgeber Quentin Galloway, ein Junge Namens Jimmy Olsen und die kecke Reporterin Lois Lane beteiligt sind.

Nach diesem kleinen „Zwischenfall“ hat Clark sein Bewerbungsgespräch bei Perry White. Dieses läuft aber nicht so gut für den jungen Mann aus Smallville und wird auch noch unterbrochen...
Die automatischen Militärhubschrauber greifen aus unerfindlichen Gründen die Stadt an. Dies ist die Gelegenheit für Clark erstmals in seiner „Uniform“ aufzutreten. Nachdem er Lois Lane und Jimmy Olsen gerettet hat, will er es eigentlich mit den angreifenden Hubschraubern aufnehmen, wird aber abgelenkt. In einem fernen Fenster sieht er Lex Luthor. Diesen Moment der Unachtsamkeit nutzen die fliegenden Maschinen sofort und treffen den Mann aus Stahl ohne Erbarmen...

Fortsetzung folgt ...




Kommentar:

In diesem Heft beginnt also Clark Kents Reise zu seiner Bestimmung: Metropolis, Daily Planet, Lois Lane, Jimmy Olsen, Perry White, Lex Luthor... und schließlich Superman.
Zunächst aber lässt Mark Waid den aufstrebenden Helden seine Zelte in Smallville abbrechen. Eine gute Geschichte, in der Jonathan Kent eigentlich die Hauptrolle spielt. Ich finde sein Verhalten in dieser Story ist durchaus nachvollziehbar und keineswegs überzogen. Dazu zähle ich auch seinen Angriff auf das Raumschiff von Clark. Der wohl tiefgreifendste Moment in dieser Story, in der er alle Wut und Sorgen entlädt.

Für diese Story gebührt meiner Meinung nach Mark Waid Lob. Denn dies ist die erste wirkliche Verbesserung, die er in die Origin von Superman einbaut. Vorbei sind die Zeiten, in denen Clark Kents Adoptiveltern blass und immer lächelnd auf alles Rat wussten. Man vergleiche mal die Kents in der von John Byrne verfassten Origin. Ich finde die Kents, die Waid hier entworfen hat, viel glaubwürdiger und menschlicher.

Die zweite Story in Metropolis bietet dagegen nicht sehr viel Neues. Ist allerdings auch nicht nötig, denn Lois Lane, Jimmy Olsen und Perry White sind so, wie sie sind, ja schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Superman Mythos. Interessant finde ich, dass die Stadt von Morgen in Angst lebt. Vor wem ? Oder vor was ? „Nur“ wegen Terroristen ? Man wird sehen was Mark Waid daraus macht.
Für Zündstoff beim Daily Planet könnte der schroffe Herausgeber Quentin Galloway sorgen, aber auch da wart’ ich für eine endgültige Beurteilung die nächsten Hefte ab.

Für Diskussionen bei allen Superman Fans dürften die Tatsachen sorgen, dass Supermans Kostüm anscheinend wieder aus unzerstörbaren Material besteht und dass Clark Kent wieder etwas tollpatschiger daherkommt.
Na ja okay, die Sache mit dem Kostüm ist für mich eigentlich nicht so wichtig, denn ich find es nicht notwendig, dass Superman mit einem zerfetzten Cape einen Einsatz beendet. Das fand ich anfangs zwar auch immer voll cool, aber mittlerweile brauch ich andere Kriterien, um eine Superman Story gut zu finden.
Da fände ich es schon etwas nervender, wenn Clark wieder zum Tollpatsch mutieren würde. Aber ich weiß nicht, irgendwie schien mir Waid noch etwas unentschlossen in diesem Fall zu sein. Oder warum ließ er Clark sonst nach seinem unglücklichen Verhalten im Büro von Perry White sich selbst hinterfragen? Vielleicht wählt Mark Waid ja eine Zwischenlösung. Ich hoffe es zumindest ....

Die Zeichnungen waren wie schon im ersten Heft top. Mir macht es sogar mittlerweile gar nichts mehr aus, dass Francis Yu manchmal am Hintergrund spart. Alle Figuren wirken frischer und lebendiger denn je. Was allerdings auch ein Verdienst der hervorragenden Kolorierung ist.

Negativ fällt aber leider der Preis auf ! Denn 4,50 € für ein 52 Seiten starkes Heft ist etwas über der Norm für meine Begriffe. Nun gut, diese Mini Serie hat wohl ne kleinere Auflage, aber muss der Preis wirklich ganze 0,50 Cent über dem der anderen Heft-Serien liegen ?
Aber da man in der heutigen Zeit ja leider froh sein muss über jedes Superman Heft, das bei uns in Germany rauskommt, belasse ich es bei diesem kleinen Aufmucken und freu mich aufs nächste Heft.


Fazit:

Alles wirkt vertraut und doch irgendwie total bekannt, und das macht diese Serie für mich interessant und lesenswert. Zwar sind die Storys noch nicht genial, aber dennoch können sie den Leser positiv unterhalten. Dazu sind noch viele Fragen ungeklärt, was einige Spannung offen lässt.

Für mich heißt das also ganz klar „am Ball bleiben“! Man darf nämlich gespannt sein, was für Elemente Mark Waid aus den früheren Superman Epochen übernehmen und welche er noch erneuern oder verbessern will. Bisher gelingt es ihm nämlich ganz gut.
Zur Zeit stößt mir also nur der für meinen Geschmack zu hohe Preis auf .


Stefan Segle



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