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Superman: Birthright #1


Superman: Birthright #1 Autor:
Mark Waid

Zeichner:
Leinil Francis Yu

Preis: 4,50 Euro
Erscheinungsdatum: 22.01.2003


Inhalt:


US-Superman Birthright #1-2:
Es sind die letzten Stunden auf dem Planeten Krypton. Jor El und seine Frau Lara haben beschlossen, ihren einzigen Sohn Kal-El vor dem unvermeidlichen Ende zu schützen. Eine von Jor-El entworfene Rakete soll den neu geborenen Jungen von Krypton wegschaffen und auf den Planeten Erde bringen.

25 Jahre später in West-Afrika entgeht der Ghuri-Sprecher Kobe Asuru nur knapp einem Attentat. Der Retter in der Not ist ein junger Reporter mit Namen Clark Kent, von der Ghana Dispatch. Er hat den Auftrag eine Kurzbiographie über den Ghuri Sprecher zu schreiben. Die beiden haben schon bald ein fast freundschaftliches Verhältnis, und so erzählt Kobe dem jungen Reporter, dass die Ghuri Untertanen von dem benachbarten Turaaban Stamm sind.
Als ein späteres Gespräch von einem weiteren Anschlag unterbrochen wird, können Kobe, Clark, Abena, die Schwester des Ghuri Sprechers, und einige andere in einem Bus in letzter Minute entfliehen.

Clark ist noch immer in West-Afrika und schreibt seiner Mutter, Martha Kent, eine Mail. In der berichtet er ihr über seine Erlebnisse und Erfahrungen und erzählt darüber hinaus, dass er sich Gedanken macht, wie er denn seine Kräfte öffentlich zeigen könnte.
Als nächstes hat Clark ein Treffen mit dem Turaaban Anführer, und er merkt schnell, dass dieser mit sehr verbohrten Ansichten gesegnet ist .
Als der junge Reporter dann später wieder bei Kobe und seinen Leuten ist, kann er ihn von seinem Vorhaben, vor den Turaaban aufzumarschieren, gerade noch abbringen. So lässt Kobe sich dann auch überreden, eine Rede vor einer Schar von Reportern zu halten um über die Ghuri Anliegen zu berichten.

Während dieser Rede wird allerdings das Dorf der Ghuri wieder Opfer eines weiteren Angriffes, und Clark eilt auf schnellstem Wege zu Hilfe. Dadurch kann er jedoch nicht verhindern, dass Kobe selbst erschossen wird. Er kommt zu spät, um ihn zu retten.
Nach dem eher traurigen Ende des West-Afrika Abenteuers kehrt Clark heim zu seinen Eltern nach Smallville. Ihnen erzählt er dann, dass er künftig gedenkt seine Kräfte öffentlich zu zeigen ......





Kommentar:

Knapp 18 Jahre ist es her, seit John Byrne eine Neuinterpretation des Superman Mythos erschuf und so Superman neues Leben einhauchte. Dieses mal obliegt es dem Schreiber Mark Waid dem wieder in die Jahre gekommenen Superhelden neuen Glanz zu geben.
Nun wird es sicher nicht wenige geben, die darüber nicht gerade glücklich sind, denn schließlich ist die Byrne-Variante für viele „die“ Superman Origin schlechthin. Auch für mich, der eigentlich mehr oder weniger mit der Pre-Crisis Origin groß geworden ist. Daher war das Schaffen von John Byrne damals als echte Meisterleistung zu bewerten!

Mark Waid hat also eine sehr schwere Bürde auf sich genommen, aber in Zeiten einer so erfolgreichen Fernsehserie wie Smallville ist diese Maßnahme wohl notwendig.
Und überhaupt ist der Einfluss von Smallville allgegenwärtig in diesem ersten Heft. Clark schaut Tom Welling sehr ähnlich, Lex hatte eine Vergangenheit in Smallville, usw.
Allerdings nähert man sich auch wieder etwas der Pre-Crisis Origin des Stählernen an, denn Clark hat wohl schon im Kindesalter enorme Kräfte. Allerdings ist es noch zu früh, um ein endgültiges Fazit zu ziehen, da Waid, wie es bisher scheint, aus den verschiedensten Origins etwas herauspickt und zu einem Ganzen machen will.

Etwas, was mich aber sehr verblüfft hat, war , dass Superman scheinbar eine neue Kraft hinzu gewonnen hat. Er kann die Lebensaura aller Lebewesens sehen. Ich les’ nun schon seit knapp 20 Jahren Superman-Comics, und das war mir neu. Na ja, nicht mal übel, ist mal ne Superkraft der anderen Art.
Als richtig guten Schritt von Waid finde ich aber, dass er dem Leser Clark nicht etwa in der Smallville Highschool vorstellt. Nein, dieses Privileg überlässt er freundlich der Fernsehserie. Er lässt den jungen Superhelden ein Abenteuer in West-Afrika erleben. Das ist vielleicht für den einen oder anderen nicht das, was er erwartet hat, macht aber für mich durchaus Sinn.

Dieses Abenteuer erzählt Waid sehr routiniert, ohne groß geniale oder spannende Momente einzubauen. Was wohl auch das einzige ist, was man an diesem Heft negativ bemerken muss.
Die Zeichnungen von Francis Yu sind klasse, auch wenn er gerne mal am Hintergrund spart. Aber das fällt nicht weiter ins Gewicht . Toll ist auf jeden Fall, dass sein Clark, wie schon oben erwähnt, Tom Welling fast schon zum Verwechseln ähnlich sieht. Richtig super ist sein fliegender Clark auf Seite Zwei der zweiten Story. So stell ich mir einen jungen Superman vor, wie er noch befreit von allen Sorgen das Fliegen genießt. Mein erster Eindruck von Francis Yu ist also durchgehend positiv.


Fazit:

John Byrnes Superman Origin wird für mich wohl auf ewig die Origin schlicht hin bleiben! Aber es scheint, dass Mark Waid einige nette Ideen auf Lager hat, um den Superman Mythos an die Smallville Serie anzugleichen. Das alleine macht mir diese Serie schon sympathisch, und das muss ja auch nicht gleich heißen, dass die John Byrne Variante für null und nichtig erklärt wird. Also sollte man alle Voreingenommenheit von sich wegschieben und in eine neue Superman Welt eintauchen. Denn es scheint eine mehr als gelungene Mischung aus den verschiedensten Superman-Inkarnationen zu werden.
Eine Superman Serie, die sich zu kaufen lohnt !


Stefan Segle



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