Superman #11
Autoren:
Mark Schultz, Joe Kelly
Zeichner:
Doug Mahnke, Kano
Preis:
4,10 Euro
Erscheinungsdatum:
07. 03. 2002
Inhalt:
Superman: The Man of Steel #107 &
Action Comics #772
In der Zone
Die Story beginnt damit, dass sich eine von John Henry Irons Rüstungen selbständig macht, Steel versucht das Schlimmste zu verhindern. Im Hintergrund erzählt Clark Lois, was es mit der Phantom-Zone auf sich hat: man erfährt, dass sie vor Jahren von einem Kryptonier namens Kem-L entdeckt wurde. Sehr schnell wurde aus der Zone eine Art Gefängnis für Gefahren jeglicher Art, die Krypton bedrohten. Superman selbst wurde einmal von Dominus in die Zone geworfen, konnte aber, durch den dort gefangenen Kem-L, entkommen. Danach, als er mit Steel eine neue Festung der Einsamkeit schuf, richtete Superman sich auch einen permanenten Zugang zur Phantom-Zone ein, um somit eine ständige Verbindung zu der Kultur seiner Heimat zu erhalten. Doch kurz nach der Erschaffung der neuen Festung drangen Cyberdiebe, unter der Führung von Luna, der Königin der Cybermoths, in den kryptonischen Computer ein. Dabei ging aber etwas schief und Luna wurde durch ein Portal in die Zone gezogen. Supie gibt sich die Schuld daran und will Luna deswegen befreien.
Superman macht sich auf den Weg zu Steel, hilft ihm mit seiner durchgedrehten Rüstung, und bittet ihn um einen Zugang zur Zone. Es gelingt ihm, und Supie macht sich in der absoluten verdrehten Parallel-Welt auf der Suche nach Luna. Er findet sie auch, doch der noch immer in der Zone gefangene Kem-L will Superman gefangen halten. Nur durch den Astralkörper von Lois, den sie durch die kryptonische Meditationstechnik Torquasm Rao erschaffen hat, findet Supie wieder zu neuer Stärke und kann knapp mit Luna aus der Zone fliehen.
Freund und Feind, Teil 1
In der zweiten Story macht sich Lois, zusammen mit Jimmy und eingen Söldnern, im fernen Afrika auf die Suche nach Supermans "Mördern" (was es genau mit diesen auf sich hatte, kann man in Dinos Superman: Der Mann aus Stahl #7 & 8, und dem Superman: MaS Special #3 nachlesen).
Superman muss sich inzwischen in Metropolis mit La Encantadora und Talia rumschlagen. Zu allem Überfluss mischt auch noch Talias Vater Ra's al Ghul mit, der Encantadoras Bruder gefangen hält, um sich ihre Dienste zu sichern. Dabei bleibt sein Ziel im Unklaren. Sicher ist nur, dass es dem 'Kopf des Dämonen' (wie Ra's sich auch nennt) nicht allzu gut geht, und er von Encantadora fordert, ihm ein neues Herz zu besorgen. Superman schließt sich mit Talia zusammen (die ihren Vater nach der Turm zu Babel-Storyline in DCD's JLA #1 & #2 verlassen hatte) um Ra's aufzuhalten und Encantadora zu helfen -sie hat keine Kontrolle mehr über ihre Kräfte.
Lois muss sich in Afrika mit der Liga der Killer und dem Scarlet Scytre rumschlagen. Letzterer scheint etwas zu wissen, was Supies Mörder betrifft. In Metropolis finden Talia und Supie inzwischen eine gigantische fliegende Festung, in der Ra's residiert, und genau an diesem Punkt endet das Heft.
Kommentar:
Superman #11 ist wohl die schlechteste Ausgabe der bisherigen Superman-Serie von DCD. Die erste Story war absolut schwachsinnig und verwirrend zugleich. Daraus hätte man weitaus mehr machen können.. genug Potenzial gab es ja, das aber leider nicht genutzt wurde.
Und wer dachte, dass es schlechter nicht mehr geht, irrte sich gewaltig:
Die zweite Story war nämlich noch um einiges grauenvoller: Das Team-Up zwischen Superman und Talia wirkte einfach nur langweilig und uninteressant. Das liegt wohl auch zum Teil daran, dass Talia und Ra's einfach nicht in Supermans Welt passen. Dies ging schon in der Turm zu Babel-Storyline gewaltig schief, in der sich Ra's als JLA-Gegner versuchte.... und hier ist es nicht anders. Leider, leider ist es aber so, dass uns Talia im Superman-Universum noch etwas länger erhalten bleiben wird, da sie in der nächsten Ausgabe die Leitung von Lexcorp übertragen bekommt... Eine Entwicklung mit der ich mich nicht anfreunden kann... man kann nur hoffen, dass das nicht auf Dauer so bleibt.
Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass La Encantadora ein absolut lächerlicher Charakter ist. Aber Gott sei Dank verschwindet sie nach dem Freund und Feind-Zweiteiler in der Versenkung. Was in der zweiten Story besonders auffällt, sind die üppigen Vorbauten der drei Ladies Lois, Talia und Encantadora. Und damit Lois neben den beiden anderen Tittenwundern nicht zu bleich aussieht, hat man sie kurzerhand zu einem billigen Lara Croft-Plagiat umfunktioniert. Naja, wenigstens konnte sich der Zeichner Kano dabei etwas austoben.
Apropos Zeichner: Kano und sein Kollege Doug Mahnke (der die erste Story zeichnete) lieferten schön anzusehende Arbeiten ab... die aber nicht viel am missglückten Heft retten konnten. Alles in allem kann ich nur abraten, sich dieses Heft zuzulegen. Als ich es damals getan hatte, war ich jedenfalls kurz davor, die Superman-Serie zu canceln.
Marco "Red Shadow" Moroni
|