Superman #7
Autoren:
Mark Schultz, Joe Kelly
Zeichner:
Doug Mahnke, Kano
Coverpreis:
7, 95 DM/ 4,06 Euro
Erscheinungsdatum:
08. 11. 2001
Inhalt:
Superman: The Man of Steel #105 &
Action Comics #770
Der Joker ist noch immer allmächtig und befördert Superman in einen Film, in dem er alle seine Freunde umbringt. Er will damit Supies Willen brechen. Doch der Plan geht (natürlich) schief. Durch Supermans unbezwingbaren Glauben wird die JLA zurückverwandelt, und stürmt das Hauptquartier des Jokers. Die Ligisten unterliegen zwar, aber letztendlich kann der Joker doch noch besiegt werden: Supie erkennt, dass der Joker Batman nicht vernichten kann und will, weil er viel zu besessen vom dunklen Ritter ist. Als Supie dem Joker das klar macht, verliert der Harlekin seine Macht: Er muss erkennen, dass er in Wirklichkeit in Batmans Welt lebt. Danach repariert Mr.Mxyptlk das Universum, der Spectre löscht bei Batman alle Erinnerungen an die Ereignisse aus (da Bruce sonst daran zerbrechen würde), und Supie fliegt mit Lois dem Sonnenuntergang entgegen.
Kommentar:
Im Gegensatz zu den übrigen, eher extrem grausigen Teilen der Imperator Joker-Storyline, bietet das Finale eine deutliche Steigerung was die Zeichnungen anbelangt... Während es auf Seiten der Story eher eine katastrophale Verschlechterung gibt..
Erstmal die guten Seiten: Der Gedanke einer Welt, die vom Joker erschaffen wurde, wird hier mal wirklich gut genutzt. Dies liegt nicht zuletzt an den fabulösen Zeichnungen von Doug Mahnke, der sich hier so richtig schön austoben konnte. Er holt aus dem durchgedrehten "Jokerverse" einfach alles raus, was es rauszuholen gibt. Und man merkt, dass Mahnke ganz offensichtlich großen Spass dabei hatte, eine kranke Idee nach der anderen zeichnerisch umzusetzen - das Heft steckt jedenfalls voller visueller Energie und Phantasie. Dabei bekommt Mahnke auch fantastische Unterstützung von Kano (der Zeichner, der wie ein Boot heißt), der Mahnke in nichts nachsteht: Der von ihm geschaffene "Batman-Kosmos" im Finale ist einfach nur wunderbar anzuschauen, und auch sonst kann er vollauf überzeugen (die Szene, in der Batman wieder 'getötet' wird, ist jedenfalls nichts für schwache Gemüter).
Und jetzt kommt die von mir schon erwähnte Verschlechterung: Die Logik wurde hier einfach komplett über Bord geworfen. Damit meine ich nicht, dass es unmöglich ist, dass ein Mann gottgleiche Kräfte erhält und mit dem Universum spielt - hey, das sind eben Superhelden-Comics. Nein, ich meine damit, dass es total bescheuert wirkt, wenn man es mit einer gottgleichen Allmacht, die mit dem Bewusstsein der gesamten Menschheit spielt, und mit der man sogar dem Spectre (in einer ziemlich coolen Szene) so richtig eine vor den Latz knallen kann, nicht auf die Reihe bringt, Supermans Willen zu brechen. Genauso wie er sich einfach selbst daran hindern könnte, Batman immer wieder zu erschaffen.
Aber das sind nur kleine Wermutstropfen an dieser Ausgabe, die ansonsten einen garantierten Lesespaß bietet. Die Zeichnungen sind top, der Humor und die Dialoge stimmen auch, und zum Schluss wird man mit einem schönen, aber zugleich auch erschütternden Ende belohnt.
Marco "Red Shadow" Moroni
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