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Die Rückkehr von Superman #4-6 (von 6)



Die Rückkehr von Superman #4 Autor:
Brian Azzarello

Zeichner:
Jim Lee

Preis: 4,00 Euro/Heft

Erschienen:
April 2005 - August 2005
(bimonatlich)



Kurze Zusammenfassung :


Die Rückkehr von Superman 4




Superman beschließt die Maschine, die das Verschwinden ausgelöst hat, bei sich selbst anzuwenden, um zu erfahren was den verschwundenen Menschen widerfahren ist. Nachdem Batman und Wonder Woman herausfinden was Superman vorhat, versucht die Amazone den Kryptonier aufzuhalten, scheitert aber dabei.


Die Rückkehr von Superman 5

Die Rückkehr von Superman #5


Danach findet sich der Stählerne in einem wahren Utopia wieder. Schöne Landschaften und eine scheinbar friedliche Welt. Dort findet er seine lang vermisste Frau, und auch seine kryptonischen Eltern (!).
Die schöne Idylle hält aber nicht lange vor, denn auch Equus und General Zod (!!) sind in dieser Welt.


Die Rückkehr von Superman #6

Die Rückkehr von Superman 6




Das Finale ist natürlich mit einem gewaltigen Kampf zwischen Superman und General Zod "gesegnet". Während dieses Kampfes werden viele offene Fragen geklärt. Am Ende kehren die verschwundenen Menschen, Lois und Superman auf die Erde zurück.







Kommentar:

Diese Serie wirft wirklich eine Menge Fragen auf. Für mich erst mal: Wie schreibt man für so was eine Besprechung?
Denn ich lese ja schon wirklich seit einer langen Zeit Superhelden Storys. Und in dieser Zeit hab ich schon einige fantastische Sachen erleben dürfen. In positiver wie auch in negativer Hinsicht.
"Für das Morgen" ist aber selbst für mich eine völlig neue Erfahrung. Bevor jetzt aber jemand meint dass wir es hier mit einem revolutionären Werk zu tun haben, dem kann ich gleich schon mal eine Absage erteilen.
Allerdings ist diese Story auch nicht der allerletzte Müll. Um aber mal ganz ehrlich zu sein, ich schwanke in meiner endgültigen Beurteilung auch nach dreimaligen Lesen noch hin und her.


Azzarello schrieb nämlich eine mehr als schwer Verdauliche Kost. Denn er blieb auch in seinen letzten Heften seinem trägen Erzählstil treu, packt dabei aber eine Unmenge an Informationen, Fragen und Antworten mit ein. Der Leser wird dabei zwangsläufig auf eine harte Probe gestellt.
Da ist es nicht weiter verwunderlich, wenn einige Leser auf halber Strecke das Interesse an der Story verlieren.


Ich tat dies nicht, und muss nun meine vorige Meinung zu Brian Azzarello revidieren. Er ist anscheinend doch für einen Charakter wie Superman gänzlich ungeeignet. Und nach den letzten Heften kann man als langjähriger Superman Leser, zu fast keinem anderen Urteil kommen.
Zuerst einmal ist als Grund hierfür zu nennen, dass Superman selbst für das Verschwinden verantwortlich war. Klar hat sich Azzarello edle Motive dafür ausgedacht, die Schlüsse, die er aber Superman daraus ziehen lässt, sind für diesen Charakter absolut unpassend. Superman war stets ein Charakter, der bestrebt war, immer das Richtige zu tun und versuchte als Mensch zu leben. Azzarello charakterisiert hier aber Superman als Überwesen, das für die Menschen Entscheidungen trifft. Ich bin da ja vielleicht altmodisch, aber so will ich den Stählernen nicht sehen!


Der nächste Grund ist der Erzählstil. Die fast schon bedrückende Atmosphäre die Azzarello in den ersten Heften aufgebaut hat, kann man sicher auch mal an einer Figur wie Superman versuchen. Aber warum denn bitte die komplette Serie durch?
Zwischendurch eine kleine Auflockerung hätte dem Ganzen sicher nicht geschadet und hätte solch manchen Leser vor dem Einnicken bewahrt. Und wenn dann auch noch ein träges Voranbringen der Story dazukommt, hat man es als Leser eben besonders schwer.


Ansonsten find ich es mehr als bedauerlich was mit Pater Leone passierte. Die Gespräche zwischen ihm und Superman waren in den ersten Heften eigentlich mit das Beste an dieser Serie. Nun aber wurde aus diesem Charakter ein verunstaltetes Monster. Na ganz toll...


Merkwürdigerweise kann das Ende dieser Serie aber einen sehr interessanten Status Quo in der Superman Serie bedeuten. Denn es wurde nicht eindeutig geklärt wer die wahren Hintermänner von dem mysteriösen Mister Orr sind. Und auch das weitere Schicksal von diesen "neuen" General Zod und den beiden Monstern Equus und Pater Leone, bleibt abzuwarten. Am interessantesten ist aber welchen Status nun Superman bei den Menschen und bei seinen Superhelden Kollegen einnehmen wird.


Also ist diese Serie wahrscheinlich dazu da, um (mal wieder) an den Status von Superman zu kratzen (wenn auch nur etwas). Wenn also in zukünftigen Ausgaben auf alle Fragen eingegangen wird, kann man diese Serie noch in ein positives Licht rücken. Bis jetzt aber ist "Für das Morgen" eine Story, die schleppend erzählt wird und einen Superman zeigt, der für seine Leser nur schwer zu akzeptieren ist.


Bei all dem wirken selbst die grandiosen Zeichnungen von Jim Lee nur nebensächlich. Ziemlich bedauerlich, denn mit Jim Lee als Zeichner und einer guten Story hätte der Mann aus Stahl sicher den einen oder anderen Leser mehr für sich gewinnen können. So allerdings wurde Lee's großes Talent fahrlässig von Azzarello und DC verschwendet.


Fazit :

Jim Lee hin oder Jim Lee her. Man braucht als Leser viel Durchhaltevermögen, um sich durch die Hefte zu kämpfen. Ob sich der Aufwand dann gelohnt hat, muss jeder mit sich selbst ausmachen.



Stefan Segle



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