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  Lobo  


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Lobo Unbound #1-2 (von 6)



Lobo Unbound #1Autor:
Keith Giffen

Zeichner & Cover:
Alex Horley

Preis:
2.95/Heft

Erscheinungsdatum:
Juni/Juli 2003


Lobo Unbound #1:

Der "Main Man" ist zurück! Doch scheint etwas nicht in Ordnung zu sein. Trotz beruflichem Erfolg ist der grösste Kopfgeldjäger aller Zeiten betrübt. Schon auf den ersten Seiten, kurz nach einem der spektakulärsten Kämpfe in seiner Geschichte, trifft man LOBO in seinem Zimmer, wo er zum ersten mal seinem Ärger Ausdruck verleiht. In den darauffolgenden Tagen erhält LOBO einen neuen Auftrag. er soll den Regenten eines Planeten "zur Raison" bringen, denn dieser hat ein "zu grosses Portmonnaie und ein zu kleines Herz". So macht sich unser Kopfgeldjäger auf seinen Weg zur Arbeit.

Mit LOBO unbound wird das Kapitel "Li'l LOBO" vorerst beendet und der Main Man ist zurück im DC Universum. Er flucht, säuft, raucht und tötet wieder. Geschrieben von Keith Giffen und von Alex Horley gezeichnet, präsentiert sich eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Die Story scheint viel mehr in sich zu haben als man es von alten LOBO-Ausgaben gewohnt ist, es scheint diesmal um die Grundsätze von LOBOs Existenz zu gehen.
Horleys Hand hat eine Geschichte gezeichnet von der jedes Panel ein eigenes Artwork sein könnte. Die Farben sind sehr gut gewählt, irgendwie rauchig und heruntergekommen, und nicht quietschbunt wie manche Ausgaben der alten Ongoing series. Was nicht heissen soll, dass diese schlecht waren. Alles in allem bekommt man einen ganz neuen LOBO und einen ganz eigenen Stil vorgesetzt, der mir persönlich sehr gut gefallen hat und Lust auf mehr macht.






Lobo Unbound #2:

Lobo Unbound #2 LOBO reist im Bus nach Y'abba dhabba dhu. Dort wird er von einem gestressten Arbeiter und einem Kind daran gehindert, Informationen über seinen Zielort herauszufinden. Nachdem der Main Man das Gespräch "beendet" hat, kapert er eine Limousine, die einem Butt Thump Willie D, offensichtlich ein alter Bekannter LOBOs, gehört.

Auf Y'abba dhabba dhu hat der Regent Wind davon bekommen, dass jemand auf dem Weg ist, ihn zu töten. Sein Informant meint, dass es der Czarnianer sei und dass sich seine Hoheit keine Sorgen zu machen brauche, da LOBO nach seinem Fall vom "Thron der Ehre" nur noch ein Schatten seiner selbst sei. Daraufhin wird ein allfälliger "Präventiver Abwehrplan gegen die Gruppe oder Gruppen von Unbekannten" wieder verworfen.
LOBO ist in der zwischenzeit auf Y'abba dhabba dhu angekommen und versucht mittels Passantenbefragung herauszufinden, wer "das Sagen hat", doch sobald die Passanten LOBOs Gesicht sehen, sprengen sie sich selbst in die Luft, ihr letztes Wort aber bleibt allerdings immer das selbe: Ungläubiger. Bald findet sich aber einer, der nicht den Drang verspürt sich in tausend Fetzen zu sprengen. Der unbekannte gibt LOBO dann die nötigen Informationen. In der Zwischenzeit hat Butt Thump Willie D seine Auftraggeberin kontaktiert, und diese hat in seinem Wagen Platz genommen. Es handelt sich um einen verführerischen Rotschopf, die in Besitz von LOBOs Haken ist...

Das zweite Heft ist um einiges witziger als sein Vorgänger, doch zum Teil kennt man die Gags schon (das Busfahren sollte jedem Leser von Death & Taxes ein Begriff sein). Man liest humoristische Einlagen wie "Derweilen im nächsten Panel" mehr als ein Mal und LOBO selbst reisst selbst auch mal den einen oder anderen Witz, doch eine gewisse Melancholie bleibt immer noch erhalten. Man erhält erste Hinweise darauf, was dem Main Man fehlt (denn ich bin nicht davon überzeugt, dass es nur der Haken ist), und lernt neue Personen aus LOBOs Vergangenheit kennen.

Das zweite heft ist nicht ganz so überzeugend wie das erste, denn die vielen Kämpfe und LOBOs aufbrausendes Verhalten lassen die Erinnerung an alte Zeiten aufleben... Was ich eigentlich schade finde, denn ich habe vom FRÄGGenden LOBO schon viel gesehen und nun auf etwas gehofft, das zumindest etwas zum Denken anregt. Doch Freunde des alten LOBOs werden ganz auf ihre Kosten kommen, zumal auch die Zeichnungen wieder in jeder Hinsicht überzeugen und LOBOs Kämpfe dadurch noch bestialischer und gnadenloser wirken.


Dominik "Bär" Bärlocher


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