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  Lobo  


US:
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Authority Vs. Lobo
Spring Break Massacre

DCD:
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The Authority Vs. Lobo
Paramilitary X-Mas II: Jingle Hell



The Authority Vs. LoboAutor:
Keith Giffen (als Da Giff)

Zeichner:
Simon Bisley (als Da Biz)

Preis:
4.95

Erscheinungsdatum:
Dezember 2003


Lang haben Fans gewartet, lang ist’s auch schon her, aber die Story gehörte zu den besten die Lobo-Fans je gesehen haben: Das Paramilitärische Weihnachten (erschienen bei Dino). Nun hat das Spektakel seine Fortsetzung gefunden. Mit von der Partie ist diesmal The Authority, das Superheldenteam der etwas anderen Art.

Auf dem Carrier, dem lebenden Puls-Schiff der Authority, ist Weihnachten angesagt. Apollo liest der kleinen Jenny, ziemlich erfolglos und stetig von nervenden Fragen gelöchert, eine Weihnachtsgeschichte vor. Im Hintergrund sieht man den Midnighter wie er, ebenfalls mit eher mässigem Erfolg, Leuchtgirlanden aufhängt. Apollo wird das Vorlesen zu viel und er fragt den Midnighter ob sie nicht vielleicht die Rollen tauschen könnten, doch letzterer versteht urplötzlich kein Englisch mehr und verwickelt sich zusehends immer mehr in die Leuchtgirlanden und muss, wieder ziemlich erfolglos, von Apollo befreit werden. Als beide da gefesselt stehen, macht sich Jenny auf, um Leute zu suchen, die sich mit ihr beschäftigen, doch die kleine wird überall abgewiesen, was sie in einen unerforschten Teil des Carriers führt. In einem düsteren, nur schwach rot erhellten Raum findet sie ein Heft, ein Comic Heft, das Lobo Paramilitary X-Mas special #1 um genau zu sein. Kaum gelesen, macht sich die kleine Jenny auf, um dafür zu sorgen, dass der „böse Clown“ bestraft wird…

Etwa zur selben Zeit befindet sich ebendieser „böse Clown“ Lobo in einem Casino, wo er Körperteil-Roulette spielt (normales Roulette mit Körperteilen als Einsatz). Doch sein Organspender verstirbt vorzeitig, und so muss sich der Main Man aufmachen um einen Ersatz zu finden. Die Suche gestaltet sich aber einfacher als erwartet, denn vor der Tür des Casinos ersucht eine Egel-artige Kreatur den grössten FRÄGGer aller Zeiten um Hilfe. Stretch, wie der Egel genannt wird, will jemanden finden, der den Killer ihres Gottes, eine riesige, organische Masse, leiden lässt. Als Bezahlung können die Egel nur gerade die kaum verrottete Leiche des Gottes anbieten. Das trifft sich natürlich sehr gut für den Main Man, und er mach sich auf zur Erde, um „the night’s bringer of war“, den „God of the cities“, den „Sun King“ und deren Kumpane zu erledigen.

Derweil hat die Authority im Erdorbit ganz andere Probleme. Erzählt man Jenny nun die Wahrheit über den Weihnachtsmann oder lässt man sie weiterhin im Dunkeln und tötet Lobo? Der Entschluss wird schnell gefasst und eine Tür zum Nordpol geöffnet. Dort soll der Midnighter Jenny die Wahrheit zeigen. Doch was sich ihm bietet ist ein Bild des Grauens: offensichtlich hat Jenny die Wirklichkeit verändert und den Comic zur Realität werden lassen. Doch der Midnighter hat keine Zeit schockiert zu sein, die letzten Überlebenden von Lobos Massaker bedrohen den Helden und seine kleine Begleitung. Doch die gequälten Seelen haben sich den Falschen ausgesucht und so landen sie, ohne Kampf, in Gewahrsam der Authority und werden umgehend verhört und später in eine Arrestzelle gesteckt.

Lobo trifft auch schon bald darauf ein und durchschlägt, nur so zur Begrüssung, mit seinem Bike die Aussenhülle des Carriers. Der Kampf beginnt. Nach einem Zwischenstopp in der Arrestzelle, man kann doch keinen Job unvollendet lassen, trifft Lobo Apollo…mit der Faust ins Gesicht. Apollo stellt sich dem Kampf, doch er erträgt kaum mehr als eine Salve aus Lobos Maschinengewehr. Der Midnighter scheint da schon schwerer zu bezwingen, doch auch dieser hat seine Schwachstellen, und so fällt auch er einer Maschinengewehrsalve zum Opfer. Dem Doctor genügt ein Faustschlag, um ausser Gefecht gesetzt zu werden und Angie scheint dem Main Man nun wirklich nicht gewachsen.

Die kleine Jenny schmeisst Lobo jedoch per Telekinese dann durch eine Tür zum Nordpol und zeigt ihm das Heft, was ihn köstlich amüsiert. Es sei eine Image-aktion gewesen, meint er. Dann erklärt er in kurzen, harten Worten, dass Jenny Santa Claus getötet hat, indem sie das Heft zur Realität werden liess. Blaues Licht umhüllt den Körper der Kleinen, es gibt eine Explosion, alles ist wieder wie es sein sollte. Allen geht es gut, nur der Main Man liegt K.O. am Boden. Um weiterer Zerstörung und erneuten Angriffen des Main Man zu entgehen beschliessen die Helden, Jenny auf dem ohnmächtigen Körper des Main Man posieren zu lassen und, im Falle eines Falles, die Bilder im pangalaktischen Netz zu veröffentlichen. Eine grössere Schande gäbe es kaum für Lobo, der gezwungenermassen aufgibt.

Die Weihnachtsvorbereitungen gehen weiter und das Heft wird vom Schnee verweht.

Ende





Hmm, na ja… ich weiss nicht so ganz was ich von dem Heft halten soll. Ich hab echt lange drüber nachgedacht, darum kommt die Rezi auch mit arger Verspätung an.

Die Zeichnungen sind sehr schön, Bisley Style halt. Sie erinnern an das erste X-mas spezial, aber die Kolorierung ist stärker. Vor allem in der Szene wo Lobo das Casino verlässt und zum ersten Mal auf Stretch trifft, merkt man, dass das Heft mit sehr grosser Sorgfalt gemacht wurde. Lobo trägt da eine Sonnenbrille und die ist nicht einfach ein paar striche vor dem Gesicht des Main Man, sie reflektiert das Licht, und je nachdem wie Lobo dasteht ist die Reflektion anders. Ich war von dem sehr beeindruckt. Auch die Authority sieht gut aus. The Engineer glänzt schön im Licht, und auch die anderen Mitglieder wirken weder platt noch lieblos dahingekritzelt.

Dann kommt da die Story, die meiner Meinung nach etwas armselig ist. Am Anfang gibt es Zufälle en mass: Die Authority muss Lobo töten, und Lobo muss zur selben Zeit die Authority über den Jordan schicken. Eigenartiges Timing, oder? Na ja, in Comics ist man sich ja einiges gewöhnt, daher kann man über diesen Punkt getrost hinwegsehen. Dann geht’s los, Lobo kommt auf die von Jenny Quantum veränderte Erde, schlägt im Carrier ein und macht sich auf, der Authority zu einem loboverträglichen Frühableben zu verhelfen. Die Kämpfe selbst allerdings fallen kurz und unspektakulär aus. Im Vergleich zu den Schlachten in Lobo Unbound sind die Kämpfe harmlose Raufereien, der Main Man kann mehr, viel mehr. Das Ende allerdings sorgt für einen guten Lacher, der Main Man am Boden und auf ihm ein kleines Mädchen in Häschenpantoffeln

Fazit: Das Heft vermag zwar nicht an seinen Vorgänger anknüpfen, ist aber sehr schön gemacht und sollte in keiner Sammlung fehlen, allein dem ideologischen Wert wegen.

Dominik "Bär" Bärlocher


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