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Startseite -> DC Universe -> Besprechung: Lobo vs. Superman |
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Lobo vs. Superman![]() Cover: Kevin Nowlan Preis: 12,50€ Erscheinungsdatum: Oktober 2003 Lobo vs. Superman:
Lange haben Fans drauf gewartet. Viele Briefe sind zu Dino-Zeiten in der Lobo ongoing gewesen. Alle wollten eins: Dass sich der Main Man mit dem Stählernen anlegt. Dino zeigte uns auch schon Covers von den Heften, die Spannung stieg, das warten war kaum mehr auszuhalten und dann stellte Dino die Superhelden ein. Ich war enttäuscht und mit mir wahrscheinlich hunderte, wenn nicht sogar tausende, von Fans. Doch nun hat es DC Deutschland wahr gemacht. Lobo vs. Superman ist da! Schon drei Wochen vor Erscheinungstermin stand ich bei meinem Shop auf der Matte und sagte ihnen, dass sie, das erste Mal seit langer Zeit, einen deutschen Comic für mich auf die Seite legen sollen. Am 29.10.2003 war es dann so weit: Ich hielt Lobo vs. Superman in den Händen.
Lobo vs. Superman Originaltitel: First Date Autor: Keith Giffen Zeichner: Cliff Rathburn US-Heft: DC First: Superman/Lobo 1 US-Erscheinungsdatum: Juli 2002 Eine geheimnisvolle Macht, Hegemonie genannt, will die Erde übernehmen. Sie verseuchen das Wasser der Erde mit einer Droge die schwerstabhängig macht. Ein Hindernis gibt es da noch: der Beschützer von Metropolis, Superman. Selbst die stärkste Robotereinheit kann dem Stählernern nichts anhaben. Im Gegenteil, der Held in blau, rot und gelb zeigt sich kaum beeindruckt von der bis an die Zähne bewaffneten Maschine. So greift die Hegemonie zum äussersten, sie engagieren den Main Man. Schon kurz nach dem Landeanflug auf die Erde durch ein Lagerhaus in Metropolis wird Lobo von nichts ahnenden Streifenpolizisten angehalten. Diese verlangen die Herausgabe von Lobos Krad und seine sofortige Entwaffnung. Einer der Gesetzeshüter erstickt nach dem Einatmen von Lobos Zigarrenrauch, der andere muss Lobo verraten wie man Superman findet und soll nach der Vernichtung von Superman sterben. Der Präsi beschliesst so lange Chaos und Vernichtung zu stiften bis der Mann aus Stahl sich blicken lässt. Die perfekte Möglichkeit hierzu findet sich in einem Rave. Da Clark Kent gerade Lois zum Essen ausführt, muss die Polizei vorerst alleine versuchen Lobo aufzuhalten, doch die Uniformierten scheitern schon an Lobos Krad, das mit automatischen Geschützen ausgestatten ist. Superman tritt aber schon bald auf den Plan und kriegt umgehend Lobos linke Faust zu spüren. Alle Versuche des Stählernen Lobo zu besänftigen, scheitern und so beschliesst der Schutzengel von Metropolis, mittlerweile im Schwitzkasten, zu härteren Mitteln zu greifen. Es entbrennt ein Kampf der seinesgleichen sucht. Die Hegemonie zögert keine Minute und schickt ihre ersten Truppen zu Erde. Diese sollen der Erde sämtliches Wasser entziehen. Sie begehen allerdings einen kapitalen Fehler: sie greifen Superman an. Lobos Vertrag besagt allerdings dass der Präsi nur alleine FRÄGGt und so wird der Kampf abgebrochen. Der Hegemonie stünde nun, da der Angriff auf die Erde begonnen hatte, nichts mehr im Wege. Doch das Wasser der Erde wurde unwiderruflich verändert, da Lobo mal austreten musste. So endet die erste Geschichte, die neueste der Vier. Die Story ist, wie man es sich aus der Lobo ongoing gewöhnt ist, fast ohne jeglichen Tiefgang. Die Hintergrundgeschichte ist nur dazu da, dem Kampf einen Sinn zu geben. Lobo hat, wie üblich auch nur einen Grund sich mit Superman zu prügeln: das Geld. Auch Superman verhält sich typisch, als Verteidiger von allem das gut ist. Die Hegemonie scheint ein mächtiger Gegner mit vielen Mitteln zu sein, doch wird sie zugunsten des Kampfes in den Hintergrund gedrängt, was allerdings kaum stört. Die Zeichnungen hingegen sind phänomenal. Sie kommen zwar nicht ganz an die, in meinen Augen, Genialität eines Martin Emond oder eines Val Semeiks heran, aber sie bringen Lobos Charakter sehr gut rüber und die Bilder haben eine Dynamik, die die Bewegungen der Personen sehr flüssig und schnell wirken lassen. Blutsbande ![]() Originaltitel: Blood Brawl Autor: Dan Jurgens Zeichner: Dan Jurgens US-Heft: The Adventures of Superman 464 US-Erscheinungsdatum: März 1990 Lobo, Bibbo und Raof brechen in die Festung der Einsamkeit ein. Dies geschieht im Zuge einer Wette. Bibbo ist „unparteiischer Zeuge“, ausgestattet mit einer Kamera, und Raof dient als Transportmittel, denn er kann sich durch die Gegend teleportieren. Die drei sind vom ersten Panel an sturzbetrunken und trinken auch im Zuge der Geschichte immer weiter. Superman ist derweil in einer Egokrise. Kann er es sich leisten Superman und Clark Kent zu sein oder muss er einen von beiden aufgeben? Hinzu kommt das Lois Lane versucht ihm näher zu kommen (diese Geschichte spielt vor der Hochzeit) und dass ihn Halluzinationen plagen. Als ob das nicht genug wäre, macht sich Draaga auf den Weg zur Erde. Aber nicht nur Superman hat seine Probleme, auch Clark Kent hat die seinigen, hat er doch tatsächlich den Geburtstag von Lana vergessen und kommt wieder mal zu spät zur Arbeit. Doch an Clarks Probleme ist im Moment nicht zu denken, denn Lobo allein ist schon schlimm genug. Dieser ist im Moment damit beschäftigt auf den Stählernen einzuprügeln und Teile der Festung der Einsamkeit zum Einsturz zu bringen. Superman zieht sich zurück und nützt seinen Heimvorteil in einer Art Holodeck aus. Dieser Vorteil bleibt nicht lange vorhanden denn Lobo findet das Kryptonit, das in der Festung versteckt ist. Superman scheint in die Knie gezwungen und muss sich immer weiter zurückziehen. Doch gibt sich der Stählerne nicht geschlagen und greift ein letztes Mal in einem Roboter-Kampfanzug an, doch die Strahlung des Kryptonits durchdringt sogar diese Panzerung und gibt Lobo die Möglichkeit den Kampfroboter zu zerlegen. So steht Lobo vor der Leiche des Mannes aus Stahl, die, wie sich später herausstellt, nur ein Hologramm ist. Da der Präsi, wie gewettet, Superman den Garaus gemacht hat, will er nun die Wette einlösen, doch wird arg enttäuscht weil er sich zum einen gar nicht mehr an den Kampf erinnern kann und zum anderen die Kamera falsch eingestellt war. Die mit Abstand verwirrendste Geschichte im ganzen Band ist im Zusammenhang mit der ganzen Serie sehr wahrscheinlich interessant, doch wenn man nur dieses Heft liest gibt es zu viele Panels die man einfach nicht verstehen kann. Lana ist wiederholt schwer enttäuscht von Clark und dieser befindet sich in einer Ego-Krise unbekannten Ursprungs. Zudem kommt Draaga nicht auf der Erde an und man weiss nicht warum er überhaupt auf dem Weg zur Erde ist. So kann man den Kampf zwischen dem Main Man und Superman gar nicht richtig geniessen, da man zu viele Gedanken an die vorhergegangenen Ungeklärtheiten verschwendet. Die Zeichnungen sind sehr gewöhnungsbedürftig, denn die Charaktere sind nicht vollständig ausgemalt sondern „gepunktet“ und die Bilder wirken als ob die Zeit stillstünde. Auch mit den Hintergründen hat man sich kaum Mühe gegeben, zu oft sieht man einen violetten oder blauen Fleck wo eigentlich etwas anderes, wie zum Beispiel eine Landschaft, sein sollte. Als ob das nicht erschreckend genug ist, so stimmen auch grundlegende Merkmale des Präsi nicht. Seine Gesichtszeichnungen sind ganz anders als diejenigen die man kennt und seine Kleidung ist auch ungewohnt. Eine sehr gute Parodie auf einen anderen Helden ist Raof. Er ist praktisch 1:1 von Nightcrawler abgekupfert. Sowohl sein haariges Äusseres wie auch seine Fähigkeiten wurden übernommen. Auferstehung ![]() Originaltitel: Resurrection Autor: Louise Simonson Zeichner: Jon Bogdanove US-Heft: Superman: Man of Steel 30 US-Erscheinungsdatum: Februar 1994 Lobo ist auf der Erde um Superman endgültig den Garaus zu machen, denn Lobo soll einzigartig sein. Auch im Sinne des Auferstehens. Keiner darf einfach so wieder zurückkommen, keiner ausser Lobo. Da Superman nach dem Kampf mit Doomsday genau das getan hat, hat er den endgültigen und unwiderruflichen Tod verdient. Superman ist ja bekanntermassen nicht zu finden, also muss er den Main Man finden. Von diesem Gedanken beseelt stiftet Lobo ein bisschen Chaos in Metropolis. Superman lässt sich nicht lange lumpen und, kurz nachdem er alle Unschuldigen gerettet hat und von Lobo durch ein Haus geschleudert wurde, greift er den Präsi an. Nach einem Moment der Ruhe wird Lobo klar, dass er Superman nicht schlagen muss, also tritt er ihn. Mitten im Kampf trifft ein Laser die beiden Kontrahenten. Dieser wurde von einem Raumschiff abgeschossen, das genau über den beiden schwebt. Lobos Krad wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Superman nutzt den Schockmoment des Präsis um ihn zu dem Raumschiff rauf zu schlagen. Dort angekommen trifft Lobo eine Menge Leute, die er alle schon einmal getötet hat. Superman bemerkt indessen dass er keine Luft mehr zu atmen braucht, was seinen Weg zum Raumschiff ein wenig verzögert. Eben dort ist Lobo bereits schwer damit beschäftigt die Widerauferstandenen wieder zu töten. Superman erreicht nach erneutem Erstaunen über seine Körperkräfte auch das Schiff und unterstützt Lobo in der Schlacht gegen die Untoten. Als der Stählerne einen seiner Gegner enthauptet, stellt sich heraus dass dieser ein Roboter war. Dem Präsi geht ein Licht auf und er erklärt Superman dass es sich bei den Gegnern um so genannte Zombots handelt. Nach gewonnenem Kampf verabschiedet sich Superman mit einem Händedruck von Lobo und dieser macht sich daran sein Krad zu reparieren. Mir drängte sich nach zweimaligem Lesen der Geschichte auf, dass diese Geschichte als eine Art „Füller“ angesehen werden kann. Superman kann keine zwei Seiten lang nicht über seine neuen Kräfte reden. Und da man auch zeigen wollte dass Superman nun auch im All ohne Luft auskommen kann, nahm man einen Gegner, der keinen wirklich guten Grund und ebenfalls keine Luft braucht. Lobo bietet sich da geradezu an. Die Zombots stellen auch niemand dar, den man in irgendeiner Art kennen sollte und die Piloten des Raumschiffs wollen sich auch nur an Lobo rächen. Die Zeichnungen allerdings sind von ganz anderem Kaliber. Die könnten aus der ongoing stammen, von einer solchen Qualität sind die. Der Kampf zwischen Lobo und Superman lässt keine Wünsche offen. Es wird geprügelt, mit dem Haken rumhantiert und geflucht. Die Mimik die die beiden Helden an den Tag legen ist auch nicht zu verachten und sorgt für den einen oder anderen Lacher. Elend im All ![]() Originaltitel: Misery in space Autor: David Michelinie Zeichner: John Delaney US-Heft: Superman Adventures Special 1 US-Erscheinungsdatum: Februar 1998 Terroristen greifen die StarLabs an, bedrohen Professor Hamilton und setzen einen tödlichen Virus frei. Superman kann den Tod des Professors gerade noch verhindern, doch das Virus wird trotzdem freigesetzt. Dies könnte den Tod von Millionen bedeuten. Der Stählerne sieht nur einen Ausweg und atmet den gesamten grünen Dampf ein, der aus dem Behälter mit dem Virus entweicht. Die Terroristen werden verhaftet und niemand wurde durch das Virus infiziert. Niemand ausser Superman. Dieser spürt zwar keine der Auswirkungen, aber er stellt dennoch eine Gefahr für alle Menschen. So wird Superman ins All verbannt. Zur gleichen Zeit mischt Lobo ein paar Ganoven auf, die schon bald beschliessen abzuhauen, da sie dem Präsi einfach nicht gewachsen sind. Einer der flüchtenden wird durch einen Pfiff von Lobos Krad gefangen. Dieser tut alles um am Leben zu bleiben und so bietet er Lobo, im Austausch für seine Freiheit, eines der grossartigsten Juwele des gesamten Universums: der Nirvana-Kristall. Ebendieser Kristall könnte auch Superman von dem Virus befreien, also macht sich auch der Stählerne auf, den Kristall zu finden. Einziges Hindernis zwischen dem Kristall und einem der beiden Helden ist ein Psychopath der vom Gedanken besessen ist, das Universum zu reinigen, mit dem Nirvana-Kristall. Auf dem Planteten, wo sich jemand aufhalten soll, der den Aufenthaltsort des Kristalls kennt, zettelt Lobo eine Riesenschlägerei an. Gerade als die Lage mehr oder weniger bedrohlich für ihn erscheint, macht Superman seinen Auftritt. Der Präsi überzeugt dass er ihn als Fremdenführer brauche und so machen sich beide gemeinsam auf den Weg zum Kristall. Unterdessen hat der Psychopath den Kristall in seine Reinigungs-Maschine, die eigentlich nichts anderes als eine grosse Raketenabschussvorrichtung ist, eingebaut und will sie gerade zum Einsatz bringen, als das ungleiche Heldenduo erscheint um den Kristall abzuholen. Das ganze endet in einem Kampf gegen automatische Geschütze und die Zeit. Gerade als der Psychopath die Rakete zünden will, schiesst die eigene Tochter dem Psychopathen in den Rücken und verzögert den Start um einige Sekunden. Genug Zeit für Lobo, sein Krad zu schnappen und der Rakete hinterher zu fliegen. Nur durch Zusammenarbeit gelingt es dem Main Man und Superman die Rakete aufzuhalten, doch diese wird dabei zerstört. Die Strahlung der Explosion vernichtet jedes bisschen Virus in Supermans Körper und er kehrt sofort nach Hause, zur Erde, zurück. Lobo verspricht, die Belohnung für die Verhaftung des Psychopathen mit Superman zu teilen, doch das verschmitzte Grinsen, gepaart mit dem Satz „Würde ich lügen?“, lässt vermuten, dass es nie so weit kommt. Die im Animated-style gezeichnete Story übertrifft alle vorhergegangenen. Sowohl Witz als auch Story kommen nicht zu kurz. Lobo führt mit dem Satz „Würde ich lügen?“ seine Partner reihenweise aufs Glatteis. Zuerst habe ich gedacht, dass er seine Ideale verrate. Doch er verspricht ja gar nichts mit dem Satz, also gibt es auch nichts einzuhalten. Auch die Allianz zwischen Superman und Lobo wartet nur darauf von letzterem aufgelöst zu werden. Die Zeichnungen sind im Animated-Style, das heisst sie sind quietschbunt und nicht sehr detailliert. Trotzdem fand ich schon immer, dass genau dieser Stil Lobo eigentlich ziemlich gut aussehen lässt. Allein der grosse Unterkiefer und das schelmische, viel zu grosse Grinsen zeigen schon mehr als deutlich, was für ein Typ der Main Man ist. Die Kämpfe sind allerdings nicht sehr spektakulär und kein bisschen blutig, aber das fällt erst beim zweiten Lesen der Geschichte auf. Fazit: Das Warten hat sich definitiv gelohnt. Lobo vs. Superman bietet Stories, die sich gewaschen haben. Sowohl Autoren als auch Zeichner haben sich ins Zeug gelegt und Lobo, wie auch seinem Kontrahenten Superman, alle Ehre gemacht. Das volle Ausmass von Lobos Kräften kommt zum Vorschein, er ist ein würdiger Partner für den Mann aus Stahl. Die Geschichten, die wir sonst sehr wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätten, kommen aus den verschiednen Jahren. Von 1990 bis 2002 werden den Lesern Geschichten vorgesetzt, die lustig und actiongeladen sind wie keine anderen. Mit der Übersetzung hat man sich auch jede Mühe gemacht und so vermag Lobo mit alten Sprüchen wie „rostiger Röhrenpilz“, der Bezeichnung für sein Bike, Krad, oder dem legendären, unverwechselbaren Wort „FRÄGG“ Fanherzen höher schlagen zu lassen. Auch Neueinsteigern ist der Band zu empfehlen. Schnell hat man herausgefunden, dass Lobo der grösste Killer des Universums ist und dass er in diesem Band nichts anderes als die Vernichtung des grössten Helden der Welt im Sinn hat. Ich hoffe dieser Band, zusammen mit Lobo unbound, werden dem Präsi in Deutschland zu einem gelungen Comeback verhelfen. Dominik "Bär" Bärlocher |
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