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Legion Lost #10
Zusammenfassung:
Wildfire ist der Erzähler dieser Ausgabe.
Wildfire attackiert die Progeny-Flotte, gemeinsam mit allen Legionären, die aus eigener Kraft fliegen können. Doch in der Zwischenzeit wird der Außenposten angegriffen, und es ist klar, dass er keine Chance hat.
Im Außenposten werden die eindringenden Progeny von den verbliebenen Legionären bekämpft. Doch sie kämpfen als Individuen, nicht als Team.
Wildfire, der alles mitbekommt, sieht daraufhin ein, dass sie erledigt sind, denn ohne Teamwork sind sie keine Legion mehr. Er muß mit anhören, wie die anderen Legionäre besiegt werden, und wird zum Schluß selbst von einer Salve getroffen.
Als er wieder zu sich kommt, sind sie Gefangene der Progeny. Sie werden mit Geräten in Schach gehalten, die sie vernichten, sobald sie ihre Fähigkeiten einsetzen. Sie werden nur deshalb noch nicht "gelöscht", weil der Progenitor es so angeordnet hat. Sie werden zur Rosette gebracht, dem Heimatplaneten der Progeny.
Erst auf Initiative von Wildfire hin gelingt es allen, sich zusammenzureißen. Die anderen erwachenden Legionäre werden auf den neuesten Stand der Dinge gebracht und beraten sich untereinander. Kid Quantum gibt ihre Trauer über Element Lad zu Ausdruck, dessen Essenz anscheinend in die Datenkristalle des Außenposten übergegangen ist.
Doch Element Lad lebt. Er ist der Progenitor.
Legion Lost #11
Zusammenfassung:
Jan (Element Lad) hat sich verändert. Seine Augen sind nun Kristalle, und er hat Probleme, sich an die Namen einzelner Legionäre zu erinnern. Er befiehlt über die Progeny, die ihm bedingunglos gehorchen. Saturn Girl mahnt die Legionäre telepathisch zur Vorsicht.
Auf die Frage, was mit ihm passiert sei, aktiviert Jan die Kristallhülle, die sie umgibt, um seine Geschichte zu erzählen.Er blieb als einziger wach, als der Außenposten mit der Legion in den Riss fiel. Ihm gelang es nach geraumer Zeit, einen Weg zurück zu finden. Jedoch wurde er, als er den Außenposten zurück in die vertraute Realität lotste, vom Posten fortgeschleudert. Er schwebte alleine im Weltall und wurde Zeuge, wie Sterne entstanden und wieder vergingen. Da ihm langweilig war, erschuf er sich Gesellschaft. Er hat die Kwai und die Progeny erschaffen, was ihn zu einer Art Gott machte. Und irgendwann hat er die Legion vergessen, bis er wieder von ihnen hörte. Auf der Suche nach ihnen fanden die Progeny den "Omniphagos", der selbst aus Jans Sicht wirklich alt war. Es gelang ihm, den Omniphagos gefangenzunehmen und sein Gefängnis mitzunehmen, da dies ein Weg nach überall hin ist. Nachdem er seine Geschichte erzählt hat, entfernt er mit einer Handbwegung die Geräte, die die Legionäre in Schach halten, heilt eine Verletzung in Brainiacs vorderem Gehirnlappen und gibt Live Wire seinen verlorenen Arm zurück.
Später unterhält sich die Legion in einem eigens für sie eingerichteten Quartier über die veränderte Situation. Sie kommen schließlich überein, erst etwas zu unternehmen, wenn sie hundertprozentig sicher sind, dass Jan eine Gefahr darstellt. Live Wire sendet ein Gruppe bestehend aus Brainiac 5, Kid Quantum und Shikari aus, um die "Arche", das Gefängnis des Omniphagos, zu überprüfen. Ultra Boy, Umbra, Wildfire und er selbst beschäftigen derweil die Progeny, während Saturn Girl, Monstress und Chameleon überprüfen, welche Gefahr von Jan ausgeht. Falls Jan wirklich eine Gefahr darstellt, ist Saturn Girl die einzige, die ihn besiegen kann.
Die Gruppe um Saturn Girl sucht Jan auf, der sie bereits erwartet. Für ihn sind sie unbedeutend, da ihre Lebensspanne für ihn dem Zeitraum eines Blinzelns gleichkommt. Monstress versucht verzweifelt mit Jan zu reden, doch dieser tötet sie einfach, woraufhin ihn Saturn Girl und Chameleon angreifen.
Legion Lost #12
Zusammenfassung:
Live Wire erzählt diese Ausgabe.
Live Wires Gruppe hat soeben per Gedankenübertragung Monstress' Tod miterlebt. Entsetzt über die Ermordung ihrer Teamkameradin greifen sie die Progeny an.
Auch Brainiacs Gruppe wurde Zeuge von Monstress' Ermordung. Kid Quantum will es anfangs nicht wahrhaben, wird jedoch von Brainiac ein wenig beruhigt. Dieser informiert anschießend Live Wire, dass die "Arche" tatsächlich ein Weg nach Hause ist und dass sie den Vorteil haben, mit Shikaris Hilfe navigieren zu können. Sie brauchen jedoch ein Schiff, um, wie von Live Wire geplant, den Weg hinter sich zu schließen. Live Wire weist die Gruppe an, sich mit ihm zu treffen, da sich in seiner Nähe jede Menge Schiffe befinden. In Gedanken ist er entsetzt über die Emotionen, die in Brainiacs Stimme mitklingen.
Chameleon wird inzwischen von Saturn Girl zurückgehalten. Jan schlägt sie jedoch beiseite und zwingt Reep, seine Wandlungfähigkeit bis zum Limit einzusetzen, woraufhin dieser zusammenbricht. Daraufhin greift Saturn Girl ihn mit ihrer vollen telepathischen Macht an, wird jedoch von Jan besiegt. Auch der Rest der Legion hat keine Chance gegen ihn. Da greift der Omniphagos an, den Umbra in der Zwischenzeit befreit hat. Jan wächst auf die Größe des Omniphagos an und greift das Wesen an.
Die Legion flieht zum Außenposten, den sie in Betrieb nimmt. Mit Shikaris Hilfe finden sie einen Weg zur Arche. Doch in diesem Moment greift Jan an, der mit dem Omniphagos verschmolzen ist.
Live Wire lähmt daraufhin Ultra Boy und Chameleon, damit diese ihm nicht folgen können, und läßt Reep wissen, dass er aus der Legion austritt, um das Wesen töten zu können. Er bittet Reep, Saturn Girl wissen zu lassen, dass er sie sehr geliebt hat und dass seine Familie und seine Schwester sich seiner erinnern sollen. Dann stürzt er sich auf die Kreatur. Seine gesamte elektrische Energie wird durch die Kristalle des Wesen verstärkt. Schließlich entlädt er seine gesamte Energie und tötet das Untier. Er selbst läßt dabei jedoch augenscheinlich ebenfalls sein Leben.
Sein abschließender Gedanke lautet, dass die Legion nie dort verloren war, wo es zählte, nämlich im Inneren.

Beste Szene:
Als Wildfire nach einer Möglichkeit sucht, die Legion von den Kräfteblockern zu befreien, entgegnet Live Wire, dass das Problem bereits gelöst sei. Brainiac zur Erklärung: "I was the first to come around. I was bored." Wenn's weiter nichts ist - ich knacke auch mal eben kurz das Pentagon, wenn mir langweilig ist...
Biographien:
Wildfire:
Über Wildfire kann ich so nichts Genauers sagen. Klar ist, dass sein Name Drake Bourroghs lautet und dass er, wie auch Kid Quantum und Monstress, von Xanthu stammt. Das macht ihn zum vierten Legionär von diesem Planeten. Ich kenne noch zwei weitere Namen von ihm, nämlich "Blast Off" und "Atom X". Ich weiß nicht, ob dies die Namen ein und derselben Person sind oder ob es sich dabei um zwei verschiede Personen handelt. Hier wäre ich für etwas Hilfe dankbar.
Element Lad:
Jan Arrah stammt vom Planeten Trom, dessen Bewohner in der Lage waren, die Elemente zu verwandeln. Der Planet war relativ unbekannt, bis sie seine Bewohner Freundschaft mit R. J. Brande schlossen. Sie lieferten ihm Tronium, ein wichtiges Element für den Bau seiner Sternentore. Brande setzte sich später auch für Jans Mitgliedschaft in der Legion ein. White Triangle, eine Terroristengruppe, vernichtete Trom, da man die Macht fürchtete, die der Planet den U.P. gab. Jan war zu jener Zeit mit Brande unterwegs.
Jan trat der Legion als Element Lad bei und fand dort eine neue Familie und Freunde. Leise und reserviert beobachtete er die anderen, um von ihrer Erfahrung zu lernen. Bei einem Kampf mit dem Magier Mordru wurden seine Fähigkeiten verändert. Nun konnte er auch seinen eigenen Körper verändern. Jan war schon immer sehr spirituell veranlagt, was nicht zuletzt an seiner Erziehung und an seinen Veränderungen lag. Er war daher mental instabil.
Live Wire:
Live Wire ist eines der Gründungsmitglieder der Legion. Er fand später seinen Bruder, den zu suchen er von zu Hause fortgelaufen war. Jedoch mußte er herauszufinden, das dieser inzwischen zum kriminellen Lightning Lord geworden war. Der Kampf zwischen den beiden kostete Live Wire seinen Arm, der durch eine Prothese ersetzt wurde. Garth ist in Saturn Girl verliebt, hat sich jedoch erst vor relativ kurzer Zeit zu dieser Liebe bekannt. Er ist sehr impulsiv. Durch die jüngsten Ereignisse wurde die Liebe zwischen Garth und Imra auf eine harte Probe gestellt.

Kommentar:
Irgendwie weiß ich jetzt nicht so recht, wie ich meine Gedanken sammeln soll. Die abschließenden drei Hefte waren ein absoluter Hammer, mit einer (im wahrsten Sinne des Wortes) mordsmäßigen Überraschung nach der anderen. Wer hätte zu Beginn gedacht, dass es am Schluß so episch werden würde... Und die Entwicklung von Element Lad... Und dann das Opfer von Live Wire. Ich glaube, man kann mit Fug und Recht sagen, dass DnA mit dieser Serie bewiesen haben, dass sie wirklich schreiben können (wer hat das überhaupt je bezweifelt?). Sicherlich werden viele Fans auf die Barrikaden gehen, weil so viele geliebte Charaktere gestorben sind, aber ich denke, dass dies zu verschmerzen ist. Wie heißt es so schön: "Wo gehobelt wird, da fallen Späne." Doch ich wage zu behaupten, dass die Serie erst durch diese Tode so gut geworden ist. Die Legion hat es endlich geschafft, sich von der Vergangenheit zu lösen.
Oliver Coipel läuft gegen Ende wirklich zur Höchstform auf. Seine Zeichnungen bringen sowohl die ruhigen als auch die actionreichen Szenen sehr gut herüber. Ich hoffe, dass man in Zukunft mehr von ihm hören wird.
Die Entwicklung von Element Lad ist irgendwie nachvollzuziehen. Jan ist der letzte seines Volkes. Er verfügt über unglaubliche Kräfte, Kräfte, die teilweise noch gesteigert worden sind. Außerdem war er schon immer sehr spirituell veranlagt, was sich auch durch eine gewisse Todessehnsucht äußerte. Dies alles, verbunden mit seiner Zeit alleine in der fremden Galaxis, konnte eigentlich nur dazu führen, dass Jan den Verstand verliert. Eine erschreckend logische Schlußfolgerung.
Live Wire werde ich vermissen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickeln wird und wie Spark, Saturn Girl und die anderen auf sein Opfer reagieren werden.
Resümee:
Zwölf Ausgaben Legion Lost liegen hinter uns. Zwölf Ausgaben lang haben wir eine Legion erlebt, die in vielerlei Hinsicht verloren war. Es kam immer wieder zu Schicksalsschlägen, die die Moral der Legionäre untergrub. Waren es zuerst nur kleine, aber dennoch schwerwiegende Ereignisse wie die Erkenntnis, dass der Antrieb Energieparasiten anzog und deshalb zerstört werden mußte, wurde es in der zweiten Hälfte der Serie wirklich heftig. Apparation stellte sich als Illusion heraus, und der Freund, der sie alle gerettet hatte, war der Schöpfer der Progeny, einer Rasse, die alles, was "anders" war, vernichtete. Eine erschreckende Parallele zur dunklen Vergangenheit der Deutschen.
Graphisch besonders beeindruckend umgesetzt war der Omniphagos, der, wann immer er auftauchte, eine unheimliche Atmosphäre heraufbeschwor. Das lag vor allem daran, dass man ihn eigentlich nie ganz zu sehen bekam. Immer war es nur ein Ausschnitt, den man sah, oder er war von Schatten bedeckt. Dass man ihn dann schließlich ganz sah, als er mit Element Lad verschmolz, machte ihn nicht minder beeindruckend.
Die beste Ausgabe war für mich Heft 5, die schlechteste Heft 7. Wirklich begründen kann ich dies nicht, es ist einfach mein persönlicher Eindruck.
Der dunkle Ton der Serie wurde hervorragend von Oliver Coipel und Pascal Alixe herübergebracht. Während ersterer zum Schluß zur Höchstform auflief, wurde letzterer gegen Ende schlechter. Vor allem Coipel wird sicher noch häufiger von sich hören lassen, spätestens dann, wenn er die fortlaufende "Legion"-Serie zeichnen wird.
Garantiert wieder hören werden wir auch von DnA. Die beiden haben eine bravouröse Serie geschrieben, die die Fehler der Vergangenheit elegant vergessen machte. Denn leider litt die Legion meiner Meinung nach immer ein wenig darunter, dass sie sich zu sehr an die Vergangenheit hielt, nämlich an die Prä-Crisis-Legion. Und während derzeit in anderen Serien (beispielsweise in den Superman-Titeln) teilweise Altes wieder hervorgeholt wird (Stichwort "Krypto"), beweisen DnA, dass man auch gute Stories schreiben kann, ohne Vergangenes aufzuwärmen. Man kann schon jetzt auf die Miniserie "Legion Worlds" gespannt sein und hoffen, dass sie ein wenig mehr Aufmerksamkeit erregt, wenn nämlich Zeichner wie Steve Dillon für DnA den Bleistift schwingen. Ich bin in dieser Hinsicht guter Dinge.
Ich hoffe, dass ich durch die Vorstellung von "Legion Lost" Leute dazu animiert habe, sich fortan der Legion zu widmen. Es wäre wünschenswert. Ich selbst habe nur selten ein derart episches Werk in einer Comicserie gelesen.
Götz 'Comicfreak' Piesbergen
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