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Just Imagine Stan Lee's Secret Files & Origins
Autor:
Stan Lee
Zeichner:
Dan Jurgens
Preis: $4.95 US
Erscheinungsdatum: 19.03.2002
Zusammenfassung:
Maria Mendozas Boss Mike Willard will einen Artikel über die neuen Superhelden schreiben. Maria organisiert ihm ein Interview mit Green Lantern. Bei dem Treffen auf der Straße wird GL plötzlich von einer Gestalt angegriffen wird, die sich Star Sapphire nennt. Plötzlich redet sie davon, endlich frei zu sein, und warnt vor einer kommenden Krise. Danach wird Green Lantern von Maria und Mike interviewt. Er erzählt ihnen von Yggdrasil und einer gestörten Balance zwischen dem Menschen und der Erde. Diese Störung will der Deathlord ausnutzen. Unterstützt wird er dabei von Reverend Darrk. Green Lantern erzählt ihnen, dass bei vielen der neuen Superhelden ein grüner Nebel -oder ein grünes Glühen- zur Entstehung ihrer Kräfte beigetragen hat, und dass dieses Ur-Grün von Ygdrassil kommt.
Danach arrangiert Maria über Lois Lane ein Interview mit Superman. Gerade als sie beginnen wollen muss Superman zu einen Notfall, und Lois erzählt den Reportern Supermans Geschichte. Nachdem er wieder zurück ist, redet er davon, wie er sich verändert hat, seit er auf der Erde ist. Auch er warnt vor Darrk.
Danach führt Willard ein Interview mit Flash, das wieder von Maria eingefädelt wurde. Flash erzählt ihm wie sie ihre Kräfte bekam, und natürlich hat auch sie eine schlechte Meinung über Darrk und Konsorten.
Danach taucht Batman auf, der sich mit dem Polizisten Kevin King aus Ausgabe #4 aussöhnt. Batman will nichts von einem grünen Nebel wissen, und betont, dass er vollkommen menschlich sei.
Millard will immer noch Wonder Woman interviewen, und so besucht Maria ihn später in ihrem Kostüm. Auch sie erzählt von Ygdrassil und Darrk, und dass die JLA ihn bekämpfen wird. Sie ruft die anderen Helden mit Hilfe ihres Stabes zusammen, der ihnen in Form einer Kristallkugel prophezeiht, welche Kämpfer in Zukunft noch kommen werden.
Der zweite Teil der Ausgabe enthält Who is Who-Seiten über die bisherigen und zukünftigen Mitglieder der JLA, über Reverend Darrk, seine Handlanger, und einen Ausblick auf die kommende Crisis.
Kommentar Comicfreak
Für ein Secret File ist diese Ausgabe ein ziemlicher Reinfall! Das Heft besteht eigentlich nur aus einer Geschichte, und ein paar Profil-Seiten. Das ist "ziemlich", um nicht zu sagen "äußerst" dürftig. Das ganze sieht mir nach Geldmacherei aus, eine zusätzliche Geschichte mehr hätte dem Heft nicht geschadet.
Die Handlung selber ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Sie liest sich extrem hölzern, und die Dialoge sind geradezu unerträglich. Wir sind ja Silver Age-Dialoge von den normalen Just Imagine-Ausgaben bereits gewohnt, doch dort wirken sie nicht derart störend. In diesem Fall rufen sie beinahe einen Brechreiz hervor.
Die Geschichte verläuft stark linear: Reporter trifft Superheld, Superheld erzählt ihm seine Origin, erwähnt etwas grünes, und warnt vor Darrk, alles geht von vorne los. Und dann noch das unmotivierte Auftauchen dieser Star Sapphier ganz am Anfang. Man kann es drehen und wenden, die Handlung ist extrem unausgegoren, und zudem langweilig ohne Ende.
Da helfen auch die soliden Zeichnungen von Dan Jurgens nicht weiter, der diesmal eine etwas ungewöhnliche Panelführung hat. Seine Figuren sind ganz nett, Maria und ihr Chef sogar halbwegs realistisch. Aber auch er kann die Story nicht mehr retten.
Fazit: Für mich der definitive Tiefpunkt der ganzen Miniserie. Ein Heft, wie es überflüssiger nicht sein kann.
Kommentar Ruppoman
Gäääähn!
Ich weiß nicht, was mehr weh tut: Das Wissen, 4.95$ für dieses Machwerk ausgegeben zu haben, oder zehn Minuten meines Lebens damit sinnlos beim Durchblättern verschwendet zu wissen. Aber nein, ich musste sogar jede einzelne Sprechblase lesen, und das ist im Nachhinein schon heftig.
Comicfreak hat den Aufbau der nicht vorhandenen Story bereits wunderbar nachgezeichnet, viel habe ich nicht hinzuzufügen. Neben Langeweile und Abneigung machte sich bei mir noch etwas bemerkbar, nämlich die Erkenntnis, dass die Story auch überhaupt keinen Sinn macht. Ein Beispiel: Gerade als die Reporter zufällig Batman treffen, ist dort zufällig auch gerade der Polizist, der zufällig ein Problem mit Superhelden hatte -und zum Schluss sind alle Freunde. Das Ende ist auch völliger Unfug, der passende Abschluss für einen vor sich hinstolpernden Seitenfüller.
Und dass Batman die Presse mit aller Gewalt davon überzeugen muss, dass er auch wirklich keine Superkräfte hat -und sich damit jeden taktischen Vorteil nimmt- was wollte ich sagen...?
Die Zeichnungen sind extrem schlampig und keineswegs obere Jurgens-Klasse -was an sich auch nicht so viel bedeuten würde-, Flash sieht auf einem Panel zum Beispiel wie ein gewichte-schluckender Rugbyspieler aus.
Was bleibt? Sicher nicht die Infoseiten, die zur Hälfte eh nur eine Inhaltsangabe der bereits erschienen Hefte sind, die man zudem schon in der Hauptstory nochmal vorgekaut bekommen hatte; Argh!
Die andere Hälfte stellt dafür mehr oder weniger nur Werbung für die kommenden Ausgaben dar, genau wie das ständig wiederholte "zittert vor Darrk, die Crisus wird kommen, blablabla".
Fazit: Als kostenloses Werbeheft könnte man das gerade noch durchgehen lassen, so ist es ein Musterbeispiel wie ein Comic nicht sein sollte. 47 Seiten Reklame, verpackt in eine Handlung, die ein Autist im Delirium verbrochen haben könnte...Zum "Ausgleich" ist der Preis auch noch schön hoch. Danke!
Eine Anmerkung: Nachdem die erste Staffel nun entgültig hinter uns liegt, verabschiede ich mich von Just Imagine. Der Zeitpunkt ist passend, Comicfreak wird die Rezensionen in Zukunft alleine bewältigen. Wenn ich ein Fazit ziehen müsste, könnte ich doch behaupten, sehr viel Spaß mit der Serie gehabt zu haben. Doch mehr auch nicht, und angesichts der Fülle an großartigen Serien, die zur Zeit auf dem Markt sind, gebe ich den hohen Heftpreis doch lieber anderswo aus.
Götz 'Comicfreak' Piesbergen Lukas 'Ruppoman' Wilde
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