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  Just Imagine  

Vorbericht:
Seite 1
(Einleitung und...)

Seite 2
(...Vorgeschichte)

Seite 3
(Die Kreativen & die Hefte)


Besprechungen:
Just Imagine #01
Just Imagine #02
Just Imagine #03
Just Imagine #04
Just Imagine #05
Just Imagine #06
Just Imagine #07
Just Imagine #08
Just Imagine #09
JI: Secret Files
Just Imagine #10
Just Imagine #11
Just Imagine #12


     








Just Imagine Stan Lee's
Crisis



Just Imagine... Crisis Autor:
Stan Lee

Zeichner:
John Cassady

Preis: $5.95 US
Erscheinungsdatum: 17.07.2002






Zusammenfassung:

Catwoman verfolgt einen Dieb, der eine mystische Rune gestohlen hat. Er kann ihr jedoch entkommen, so dass die Museumskuratorin Wonder Woman informiert. Die erkennt sofort, dass eine enorme Bedrohung vorhanden ist, und ruft die gesamte JLA beisammen, komplett mit den Neuzugängen aus den letzten Heften. Und dann erzählt Sandman von den Plänen Darrks, der ein Portal für seinen Meister Crisis öffnen wollte. Außerdem spürt er, dass die Seele von Robin Darrk gehört, doch die anderen wollen das nicht wahrhaben, und es kommt zu Streitereien. Als sich alle wieder beruhigt haben, spricht plötzlich Darrk (der kurz vorm Tod steht) und erzählt ihnen, dass sein Sohn den Weg für Crisis ebnen wird, und dass ein Amulett auf das Kind wartet.
Madame Xanadu erfährt davon, und fragt sich, wer das Kind ist. Dann wird sie von Tommy Tomorrow und Mark Merlin überfallen, die das Amulett rauben. Doch Madame Xanadu schickt sie in den Limbo, wo sie von einer Kreatur mit dem Namen Adam Strange begrüßt werden. Er befreit Tommy von einem Traumdämonen, und erklärt Mark Merlin, dass dieser in Wirklichkeit der Sohn von Merlin sei, der von Darrk manipuliert wurde. Das Amulett enthält einen Teil von der Macht von Crisis, die nur vom wahren Kind Darrks mit der Tochter von Crisis aktiviert werden kann. Mark schnappt sich das Amulett und geht zurück zur Erde, auf der bereits Crisis ist. Die JLA bekommt unterdessen Hilfe von Oracle, die ihnen die Ursache der Macht von Crisis erklärt. Es wird ein Schlachtplan geschmiedet, wie sie Crisis besiegen können, doch der hat bereits das Amulett. Die JLA greift ihn an, doch Crisis schlägt sie mit ihren schlimmsten Alpträumen zurück. Sandman rettet die JLA und das Team macht sich auf die Suche nach dem Verräter in ihren Reihen. Der Verdacht fällt auf Robin, und als Superman sich auf ihn stürzen will, schickt Robin ihn mit dem Amulett von Sandman zurück. Doch Robin lenkt geschickt den Verdacht auf Sandman. Darauf hält die JLA diesen in Schach, und Crisis nutzt die Situation, um das Kraftfeld, das die JLA schützt, zu vernichten. Er absorbiert die Liga in eines seiner Armbände, nur Batman kann entkommen. Er muss mitansehen, wie Robin und Oracle sich Crisis unterwerfen.
Superman ist wieder auf Krypton und unzufrieden. Er hatte sich doch sehr an die Erde gewöhnt. Er schnappt sich Kryptonit, das aus demselben Element gemacht ist wie Ygdrassil, und wird von ihm zurück auf die Erde transportiert. Dort wird er von Batman auf den neusten Stand der Dinge gebracht. Batman schnappt sich den Stab von Wonder Woman und kontaktiert die Allierten der JLA. Mit der vereinten Energie der Menschheit greift Superman Crisis an, wird jedoch auch von ihm absorbiert. Doch Superman wollte das, und kann sich und die anderen JLA-Mitglieder mit Hilfe des Kryptonits befreien. Robin will die Situation nutzen, um mit der gestohlenen Hawk-Rune noch mächtiger zu werden. Da schlägt Batman Robin, und die Rune zerschellt am Boden und verwandelt Robin in einen Hawkman. Dieser greift gemeinsam mit Crisis die JLA an, und hätte sie auch besiegt, hätte nicht Green Lantern mit seiner letzten Kraft Yggdrasil beschworen. Der Baum verschlingt Hawkman und erschafft eine andere Kreatur: Ein Wesen, das sich Atom nennt, und Crisis vernichtet. Danach nimmt er dankend das Angebot von Green Lantern an, und tritt der JLA bei.




Kommentar:

Just Imagine... Crisis Dieses Heft kann sich getrost zu den meisten anderen Just Imagine-Ausgaben hinzugesellen. Es ist nichts berauschendes, aber auch nichts grottenschlechtes wie das Secret File. Es ist eine nette Story, nicht mehr, nicht weniger.
Der Anfang der Story ist ein bißchen merkwürdig, vor allem rückblickend gesehen. Catwoman verfolgt einen Dieb, der sie austrickst, und mit einer mystischen Rune entwischt. Und das alleine ist ein Grund, weshalb Wonder Woman die JLA zusammenruft? Grob gelesen kommt der Grund einem etwas nichtig vor. Aber auch, wenn man später genauer gelesen hat, verbessert sich der Eindruck nicht gerade. Und noch etwas: Catwoman müsste doch eigentlich den Dieb gesehen haben, oder? Wenn ja, wieso erkennt sie nicht sofort, dass es Robin ist? Ein bißchen seltsam, das ganze...
Die Streitereien zwischen Superman und Shazam sollen wohl als "Comedy Relief" dienen, wirken jedoch zu aufgesetzt.
Was mich auch etwas ärgert ist, dass die JLA eigentlich die meiste Zeit nur zusammensteht und redet, und nichts passiert. Erst als Crisis auftaucht, kommt Bewegung in die Story. Aber bis dahin kann man leicht eingeschlafen sein. Der Rest der Story ist eigentlich relativ vorhersehbar und folgt Schema F. Eigentlich! Wären da nicht ein paar Überraschungen, die den Leser aus seiner Lethargie aufscheuchen, und ihn geradezu zwingen, aufzupassen. Das fängt mit der Enthüllung an, dass Mark Merlin der Sohn von Merlin und Morgana ist, und geht über die Erklärung, Orakel sei die Tochter von Crisis weiter, und dann kommt noch das Auftauchen von Atom. Besonders bei der Orakel-Enthüllung blieb mir die Spucke weg. Das war unvorhersehbar und gut gelungen. Nur schade, dass sie danach in der Story untergeht und sich Crisis sofort unterwirft.
Was Robin angeht, so war sein Überlaufen zu Crisis eigentlich schon von seinem Verhalten vorhersehbar. Er war ein klasse Intigrant, und verstand es, die Ereignisse zu seinen Gunsten zu manipulieren. Nur leider blieb er, nachdem er übergelaufen ist, sehr inaktiv. Kommen wir zu den JLA Mitgliedern: Nahezu jedes Mitglied hatte einen kurzen Moment im Rampenlicht. Jedoch lag das Hauptaugenmerk auf Sandman, Robin und Crisis. Der Rest ging mehr oder weniger im Laufe der Handlung unter.

Die Story an sich ist etwas langatmig geraten, was eben auch daran liegt, dass die Liga die meiste Zeit nur rumsteht und quatscht, und dass die Schurken sehr inaktiv bleiben.
Die Zeichnungen von John Cassady dürften sicherlich eine der Hauptattraktionen dieser Story sein. Aber, so merkwürdig das klingt, die Story ist zu abgehoben dafür. Klar, bei Planetary zeichnet er auch übersinnliche Geschichten, aber dort geht es von einem recht "realistischen" Standpunkt aus los. John Cassady ist kein Superheldenzeichner, das merkt man in diesem Heft. Er bemüht sich zwar, die Story adäquat umzusetzen, aber irgendwie misse ich das gewisse Etwas in seinen Zeichnungen.
Fazit: Ein mittelmäßiges Abschlussheft



Götz 'Comicfreak' Piesbergen


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