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Just Imagine Stan Lee's Sandman
Autor:
Stan Lee
Zeichner:
Walt Simonson
Preis: $5.95 US
Erscheinungsdatum: 12.06.2002
Zusammenfassung:
Larry Wilton schwebt vollkommen alleine im Weltall herum. Er erinnert sich an seine Kindheit, als er noch ein kränklicher Junge war, der die meiste Zeit im Bett lag. Nur in seinen Träumen war er vollkommen gesund und hatte eine Fee mit dem Namen Melana als Freundin, die ihn immer vor einem Dämonen gerettet hatte. Die Träume hörten langsam auf, als er erwachsen und stark wurde. Er wurde ein Astronaut, als plötzlich die merkwürdigen "Schlaftode" geschahen und Leute einfach umkippten, einschliefen, und lila Gesichter bekamen. Gleichzeitig näherte sich der Erde eine grüne Wolke, und ein Team von Astronauten unter der Leitung von Larry Wilton sollte sie untersuchen. Vor der Mission lud ihn ein Freund in die Kirche von Reverend Darrk ein. Morgana versuchte Larry zu verführen, doch ein Fall des schlafenden Todes machte ihr einen Strich durch die Rechnung, und Larry kann am nächsten Tag ins Weltall aufbrechen. Doch während er im All eine Reperatur am Space Shuttle durchführen muss, kommt es im inneren zum Kampf. Larrys Verbindung zum Space Shuttle wird gekappt.
Er wird in den Nebel getrieben, und ist plötzlich wieder in seiner Traumrealität. Doch viel Zeit bleibt ihm nicht, weil ein Dämon, der Thief of Souls, ihn verfolgt. Während er flieht, ist plötzlich Melana an seiner Seite, die menschlich geworden ist. Der Dämon ist Larry über, erst Melana kann ihn retten. Sie bringt ihn in Sicherheit, und verwandelt ihn in den Sandman. Melana erklärt ihm seine Fähigkeiten und seine Mission. Als der Thief of Souls die beiden wieder attackiert, sagt Melana dem Sandman, wie er wieder in die Realität zurückkommt. Als er wieder zurück ist, wird er gerade gerettet. Auf der Erde erinnert ihn nur noch ein Armband daran, was er erlebt hat.
Als er wieder auf freien Fuß ist, besucht er die Kirche von Reverend Darrk und bekommt eine persönliche Audienz mit ihm. Darrk jedoch interessiert sich nur für das Armband, wird jedoch von diesem abgewiesen. Danach wird Larry geradezu rausgeworfen. Draußen wird Larry Zeuge, wie ein kleiner Dämon einer Person die Seele klaut. Er kann dies zwar verhindern, wird jedoch von einem Mob verfolgt, weil sie ihn für einen Dieb halten. Larry kann sich dank seiner Fähigkeiten verstecken und ist wieder als Sandman in der Traumwelt. Er sieht eine See von gestohlenen Seelen, die ihn angreift. Mit Mühe und Not kann er sich auf die Erde retten, und muss mitansehen, wie sein Körper von Darrks Anhängern aus dem Fenster geworfen wird. Er kann ihn jedoch rechtzeitig übernehmen, und sich um die Schurken kümmern. Er verfolgt die Spur zurück zur Kirche, wird jedoch von Melana in die Traumwelt gerufen. Dort wird er sofort von dem Thief of Souls angegriffen. Sandman hat zuerst keine Chance gegen ihn, doch mit Hilfe des Steines auf seinem Armband gelingt es ihm, den Thief of Souls und seine Armee zu besiegen. Er kann Melana befreien, und ist jetzt wirklich der Sandman. Er befreit die gefangenen Seelen, und kann dem dunklen Herrscher, dem Dream Lord, gerade noch entkommen. Wieder in der Realität zurück, findet er den bewusstlosen Darrk, der den körper von Larry töten wollte. Es handelte sich bei Darrk um den Thief of Souls. Gemeinsam mit Melana will Larry wieder ein normales Leben führen, als endlich die Crisis ausbricht!
On the Street: Ein alter Mann flieht in der Traumwelt vor den Dämonen, ehe er vom Sandman gerettet wird. Als er erwacht, versucht er alle vor der Crisis zu warnen, doch keiner scheint ihm zu glauben.
Kommentar:
Als ich mit dieser Geschichte fertig war, musste ich mich erstmal vergewissern, dass ich nicht aus Versehen Flash oder Aquaman in den Händen gehalten habe. Denn diese Geschichte ist gut! Klar, es gibt den üblichen Stan Lee-Humor, nur dieses mal wirkt er irgendwie nicht fehl am Platze. Eher im Gegenteil. Es ist eine nette Abwechslung von der norm, wenn Larry, gerade frisch der Sandman geworden, sich eher dafür interessiert, mit Melana Küsse auszutauschen, oder zu Morgana sagt, dass sie wohl ein Unterwäschemodell sei. Da muss man einfach nur schmunzeln.
Außerdem entfällt der Kritikpunkt, dass die Nebendarsteller kaum charakterisiert werden: Es gibt kaum welche! Der Thief of Souls wurde ja schon teilweise in den vorigen Ausgaben eingeführt, während Melana einfach nur die Dame an der Seite des Heldens ist, ohne gleich eine "Dame-in-distress" zu werden.
Gehen wir noch einmal genauer auf Larry ein. Von seiner privaten Seite erfahren wir nahezu nichts. Wir wissen nur, dass er in seiner Kindheit eher kränklich war und erst später stärker wurde. Aber das ist auch alles. Merkwürdigerweise störe ich mich daran nicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass Beruf und Berufung die Person Larry Willton mehr als genug charakterisieren.
Was die große Enthüllung angeht, so bin ich hin-, und hergerissen. Einerseits hätte ich mir diese Enthüllung mit einem größerem Knalleffekt gewünscht, aber andererseits ist sie auch so gut gelungen. Ich finde, dass dadurch der Charakter Darrk eine größere Dimension bekommt, eine, die ihm vorher etwas abging.
Ich hoffe, dass dann noch in der nächsten Ausgabe mehr auf Morgana, Tommy Tommorrow und Jonni Future eingegangen wird. Denn die sind leider alle etwas untergegangen, was ich besonders bei Morgana schade finde. Was soll ich noch zu der Story sagen? Sie ist recht nett, aber natürlich nicht der große Wurf. Im Gegensatz zu den letzten Geschichten gibt es keine logischen Fehler oder ähnliches, die die Handlung etwas schwächen würden.
Die Zeichnungen von Walt Simonson sind gut gelungen. In ihnen vibriert immer noch die alte Energie, die ich von seinen früheren Arbeiten kenne. Seine Charakter wirken realistisch, und dass seine Frauen die übliche Oberweite haben, fällt gottseidank nicht so sehr auf.
Die Zweitstory ist eigentlich zu kurz, um irgendwie wirken zu können. Sie ist eigentlich nur eine Art Hinführung zur nächsten Ausgabe. Und als solche hat sie eindeutig versagt.
Richard Corbens Zeichnungen sind wie üblich gewöhnungsbedürftig, kommen aber diesmal nicht so recht zur Wirkung.
Insgesamt aber ein enorm gutes Heft!
Götz 'Comicfreak' Piesbergen
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