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  Just Imagine  

Vorbericht:
Seite 1
(Einleitung und...)

Seite 2
(...Vorgeschichte)

Seite 3
(Die Kreativen & die Hefte)


Besprechungen:
Just Imagine #01
Just Imagine #02
Just Imagine #03
Just Imagine #04
Just Imagine #05
Just Imagine #06
Just Imagine #07
Just Imagine #08
Just Imagine #09
JI: Secret Files
Just Imagine #10
Just Imagine #11
Just Imagine #12


     








Just Imagine Stan Lee's
Catwoman



Just Imagine... Catwoman Autor:
Stan Lee

Zeichner:
Chris Bachalo

Preis: $5.95 US
Erscheinungsdatum: 01.05.2002






Zusammenfassung:

Zwei Gauner machen sich auf den Weg zu einem gewissen Furgo the Fleshcrawler. Weil sie zu spät sind, bestraft er die Gauner, indem er ihr Fleisch deformiert. Danach erklärt Furgo den Gaunern seinen Plan, in eine Bank einzubrechen. Dazu brauchen sie die Hilfe einer bestimmte jungen Frau. Diese Frau ist Joanie Jordan, ein Model, das einen Auftritt in der Bank hat. Sie und ihre Katze werden von den Gaunern angegriffen, doch dann werden sie von einem grünen Blitz getroffen, und etwas merkwürdiges passiert. Als die Angreifer wieder sehen können, ist Joannie weg, und sie werden von etwas extrem Schnellen angegriffen. Einer der Gauner wird von einem anderen getötet und vom Balkon gestoßen. Joannie hat sich in ein katzenartiges Wesen verwandelt.
Der Chef von Joanna erfährt am nächsten Tag von den Vorfällen und ist darüber sehr glücklich, da er so mehr Geld verdienen kann. Joanie erzählt er davon nichts. Die hat die üblichen Probleme mit ihrer Intimfeindin Raven, und fährt danach zu ihrem Vater, einem ehemaligen Polizei-Offizier, der alles andere als positiv über Superhelden denkt. Deshalb verschweigt Joanie ihm, was wirklich passiert ist. Später kommt sie auf den Gedanken, selber eine Superheldin zu werden. Sie entwirft sich selbst ein Kostüm und macht sich auf, in der Nacht ihre Fähigkeiten kennenzulernen. Plötzlich wird sie von ihrer Katze zu einem Feuer gerufen, wo noch Menschen eingeschlossen sind. Todesmutig springt sie in das Haus, und befreit die Leute.
Furgo ist unterdessen von den Ereignissen in Joanies Wohnung nicht gerade begeistert. Er weist seine Leute an, Joanie zu entführen, was sie auch machen. Leider hat sich Furgo in sie verliebt, und so schließt er sie weg. Doch Joanie kann sich befreien. Leider fehlt von Furgo jegliche Spur. All diese Ereignisse interessieren auch Darkk.
Anstelle von Joanie haben die Gangster ihre Kollegin Raven entführt. Joanie schleicht sich in die Bank ein, und erledigt als Catwoman die Gauner. Als Furgo fliehen will, verfolgt sie ihn, doch er lässt sie aus großer Höhe fallen. Catwoman überlebt, und kann durch Hin- und Herspringen den Furgos Kräften widerstehen und ihn erledigen.
Am nächsten Tag ist alles wie gehabt. Die Agentur läuft gut, und Joanie besucht ihren Vater.

On the Street: Im selben Haus wie Joanie Jordan wohnt ein weitere Model, eine gewisse Mrs. Lance, die sich über den Lärm aus Joannas Wohnung beschwert. Ihr (schwarzer) Kanarienvogel ist wegen dem Lärm und der Katze ganz nervös. Da erfährt Dinah Drake, dass es einen Einbruch und einen versuchten Mord in Joanies Wohnung gegeben hat. Besorgt will Dinah sich nach dem Wohl von Joanie erkundigen, doch ihre Katze greift sie an, um an den Kanarienvogel zu kommen. Joanies Vater Hal empfängt Dina, und erklärt ihr, was passiert ist. Da sieht Dinah zwei merkwürdige Typen, und greift diese an. Hal stoppt sie, und klärt die Situation. Es handelt sich bei den Leuten um Polizeibeamte. Als Wiedergutmachung gehen alle Essen.




Kommentar:

Just Imagine... Catwoman Die Hauptstory ist zwar nicht so gut, wie in Stan Lee's Flash oder Aquaman, aber allemal besser als der Durchschnitt.
Mein Hauptproblem liegt bei den Bildern von Chris Bachalo, der zwar sehr detailiert zeichnet, aber... Ich habe einfach das Gefühl, dass ein Großteil der Wirkung der Panels durch seine konfusen Zeichnungen verpufft. Denn konfus sind sie wirklich, auch wenn ich nicht sagen kann, woran es liegt. Ich glaube, es ist einfach zu viel los in den einzelnen Panels, so dass die Aufmerksamkeit nicht vollkommen den Hauptpersonen gelten kann.
Die Story selber ist, wie gesagt, in Ordnung. Irgendwie fühle ich mich bei Stan Lee's Version von Catwoman an die Batman Returns-Catwoman erinnert. Zumindest gibt es ein Panel, das so aussieht, als ob die Katze eine große Rolle bei Joanies Verwandlung gespielt hat. Auf jeden Fall ist Joanie eine gute Protagonistin. Sie ist jung, kommt aber nicht naiv rüber.
Dass mal nicht Darrk den Schurken abgibt, ist eine nette Abwechslung. Allerdings bleibt Furgo die meiste Zeit blass und zweidimensional. Man erfährt an keiner Stelle mehr über seinen Charakter, was ihn antreibt, noch, wieso er in diesem Raumanzug steckt. Das ist sehr schade. Wieso Furgo die Bank überfallen will (oder wie seine Leute auf einmal an Raven und den Fotografen kommen), bleibt alles unklar. Außerdem wird ab dem Moment, wo Furgo sich Joanie verliebt, seine ganze Rolle eh unglaubwürdig. Ebenfalls kurios: Beim Schußwechsel in Joanies Wohnung sind ja drei Gauner dabei. Es ist unklar, wieviele genau tot sind. Laut der Polizei alle drei. Jedoch ist später einer der Gauner bei Furgo, und wird für das Versagen bestraft.
Was den Rest der Charaktere angeht, so bleiben die im großen und ganzen ebenso blass. Raven ist die hübsche Intimfeindin, und der Vater darf für Joanie Anlass geben, eine Superheldin zu werden. Die Story selber ist schwach, was vor allem daran liegt, dass außer Joanna kein anderer Charakter ausgebaut wird. So bleibt einem nur die Story eines Models, das Superheldin wird, mehr aber auch nicht.
Fazit: Eine schwache Story, mit schwachen Zeichnungen, macht erstaunlicherweise doch eine lesenswerte Geschichte.

Zur Zweitstory: Diese Geschichte ist ein richtiger "Comedy Relief". Die Auflösung am Schluss lässt die ganze Geschichte in einem herrlich absurden Licht erscheinen. Die Anspielung auf die Black Canary aus dem normalen DC Universum gelingt vollkommen.
Die Zeichnungen von Darwyn Cooke runden das ganze nochmal ab. Sein sehr cartoonhafter Stil unterstützt die humorvolle Atmosphäre und verstärkt die Qualität der Story. Dadurch ist die Zweitstory eindeutig die bessere Geschichte.
Insgesamt leider wieder ein leicht enttäuschendes Heft.



Götz 'Comicfreak' Piesbergen


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