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Just Imagine Stan Lee's Aquaman
Autor:
Stan Lee
Zeichner:
Scott McDaniel
Preis: $5.95 US
Erscheinungsdatum: 10.04.2002
Zusammenfassung:
Ramon, ein ambitionierter junger Unterwasserforscher, hält seiner Liebe Amelia einen vortrag über das Wasser. Das nette Beisammensein wird von Ramons großem Bruder Frank unterbrochen, der ebenso wie ihr Vater Polizist ist. Am nächsten Tag zeigt Ramon Amelia die wunderbare Welt der Unterwassertiere, sie ist aber nur leidlich interessiert. Daraufhin injeziert sich Ramon die D.N.A. verschiedener Wasser-Lebewesen und verabredet sich mit Amelia für den nächsten Tag.
Die beiden fahren auf die hohe See. Und während Amelia sich in der Sonne bräunen lässt, springt Ramon ohne Sauerstoff ins Meer um zu tauchen. Doch plötzlich wird das Wasser grün, und er muss vor einem Hai fliehen. Ramon wird von dem leuchtenden Grün umgeben und muss überrascht feststellen, dass er aus purem Wasser besteht. Kaum an Bord des Bootes zurück, verwandelt sich sein Körper aber schon wieder zurück. Am nächsten Abend, als er und Amelia persönlich werden wollen, werden die beiden von Piraten überfallen. Trotz Ramons Gegenwehr wird er über Bord geworfen. Er verwandelt sich in Aquaman und kommt kehrt zurück. Die Piraten haben Amelia inzwischen über Bord geworfen, so dass der Held die Gauner schnell erledigt, die Polizei ruft, und dann sofort Amalia rettet.
Später überprüft Frank seinen Bruder in dessen Wasserform, und er muss ihm sein Geheimnis verraten. Doch dann tauchen auch die Piraten auf und schießen Frank ins Knie. Aquaman verfolgt sie, die Gauner verursachen einen Unfall, und ihr Wagen explodiert. Anschließend sprechen sich die beiden Brüder im Krankenhaus aus.
Einige Wochen später stolpert Frank unwissend in die Kirche von Reverrend Darkk, der Aquamans Gegenwart spürt. Darkk erkennt Ramon als Bedrohung und lässt Morgana Leute ausschicken. Sie schleichen sich unbemerkt an Bord von Ramons Hausboot und bedrohen Frank. Sein Bruder spürt die Gefahr und stürzt sich als Aquaman in den Kampf. Gemeinsam erledigen sie die Angreifer.
Während Ramon zur Überraschung von Amelia auf der Party auftaucht, überlegt Frank, was für eine Bedrohung dieser Reverend Darrk darstellt.
On the Street: Frank will wieder in den aktiven Dienst zurück, doch sein Chef erlaubt es nicht. Um Frank zu beruhigen, wird er nach Frankreich geschickt.
Im Flugzeug sitzt er zwischen zwei Männern, die ihn im Auftrag von Reverend Darkk umbringen sollen. Doch Frank bringt ihnen Manieren bei, und als sie ihn mit ihren Waffen bedrohen, sehen sie sich plötzlich den ganzen Passagieren und dem Personal gegenüber. Der Ausgang der Aktion wird schnell klar, die Angreifer werden der Polizei ausgeliefert. Frank wird von deren Mitarbeitern empfangen, unterwegs erfährt er vom Misstrauen einiger Leute gegenüber der J.L.A.. Frank will daher für die J.L.A. ein Auge auf diese Leute werfen.
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Kommentar:
Irgendwie erinnert diese Story an Stan Lee's Flash und ist qualitativ auch ebenso gelungen.
Hier wie dort haben wir einen jungen Hauptdarsteller, der eigentlich eher durch Zufall ein Held geworden ist. Viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es auf der anderen Seite auch wieder nicht.
Was mir fehlt, wäre einerseits der Anlass, warum sich Ramon die DNA einspritzt. Wir haben keinen toten Elternteil, sondern bestenfalls das Erbe eines Vaters, der dem Leser gänzlich unbekannt ist. Und dann ist da noch die Rolle von seinem Bruder Frank, einem Polizisten, der durch eine Teilschuld Aquamans verletzt wird. Und dieser Frank ist für einen Nebenakteur erstaunlich gut charakterlich ausgebaut. Er gibt niemals auf, und weiß sich auch zu wehren.
Kurzum, beide Figuren sind gut gelungen, und es mach Spaß, ihre Geschichten zu lesen. Amelia bleibt dagegen eher störendes Beiwerk, blass und zweidimensional im Hintergrund. Doch zum Glück kommt ihr auch keine größere Rolle zu.
Die Zeichnungen von Scott McDaniel sind solala. Sehr dynamisch, keine Frage, aber irgendwie vermisse ich doch etwas Intensität bei den Szenen, in denen es nicht nur um Action geht. Die Figuren sehen zwar gut aus, aber irgendwie überzeugen sie mich nicht.
Der positiven Eindruck aus verstärkt sich mit der Zweitstory gleich nochmal. Die Geschichte ist gut und witzig geschrieben (und gezeichnet), und es ist schön, einmal eine Person zu sehen, bei der die "auch normale Menschen können Helden sein"-Moral nicht mit dem Holzhammer rübergebracht wird. Die Tatsache, dass Frank der Bruder von Aquaman ist, verstärkt die Pointe dezent, ohne dass es explizit gesagt werden muss.
Ramona Fradon ist mir ein unbekannter Name, aber seine/ihre Zeichnungen sind gut gelungen. Der Ton der Geschichte ist realistisch, was auch durch die graphische Umsetzung rüber kommt.
Nach dem letzten, doch etwas enttäuschendem Heft, ist diese Ausgabe wieder eine Glanznummer.
Götz 'Comicfreak' Piesbergen
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