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  JLA/Avengers  

Rezension Heft 1
Anmerkungen Heft 1
Rezension Heft 2
Anmerkungen Heft 2
Rezension Heft 3
Anmerkungen Heft 3 (Cover)
Anmerkungen Heft 3 (Inhalt)
Rezension Heft 4
Anmerkungen Heft 4
Rezension Hardcover
Bericht Teil 1: 1941 - 1972
Bericht Teil 2: 1972 - 1985
Bericht Teil 3: 1984 - 1997
Bericht Teil 4: 1996 - 2003
Bericht Deutschland
Original-Crossover
Kurt Busiek
George Pérez
Tom Smith

     







JLA/Avengers

Avengers/JLA #2: Die Rezension


Titel: „Book Two: A Contest of Champions“
Autor: Kurt Busiek
Zeichner: George Pérez
Kolorist: Tom Smith
Letterer: Richard Starkings (Comicraft)
Redakteure: Tom Brevoort (Marvel), Dan Raspler & Mike Carlin (DC)
Chefredakteure: Joe Quesada (Marvel), Mike Carlin (DC)
Cover: George Pérez & Tom Smith
Verlag: DC Comics
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2003
Umfang: 48 Seiten (Prestige-Format)
Preis: 5,95 $


Inhalt:

Eine Rückblende zeigt, wie Krona zu Beginn des letzten Heftes dem Grandmaster seine Motive offenlegte. Dieser informierte ihn über die Existenz von Galaktus und bot ihm sogleich eine „Wette“ an.
Nachdem kurz Kismet eingeblendet wurde, wechselt die Szene wieder ins Metropolis der Gegenwart, wo soeben der Kampf zwischen der JLA und den Rächern begonnen hat.
Einen ersten Rückschlag muß Hawkeye erleben, der die JLA immer noch als „drittklassige Kopie der Squadron Supreme“ betrachtet und sich nun wundert, daß der „Möchtegern-Whizzer“ (der Flash) nicht auf seinen Bumerang-Pfeil hereinfällt.
Derweil stellen sich Batman und Captain America einander zum Kampf, müssen jedoch schnell erkennen, daß sie einander ebenbürtig sind und beschließen, ihre Differenzen beizulegen und gemeinsam einen Ausweg zu suchen.
Zur selben Zeit versucht die Scarlet Witch, auf die Chaosmagie des DC-Universums zuzugreifen, wird jedoch von dieser überwältigt. Immerhin gelingt es ihr, die Rächer zu den Orten zu schicken, an denen sich die gesuchten Objekte befinden. Derweil ruft der Martian Manhunter telepathisch die JLA-Reservisten Black Canary II, Hawkman I, Firestorm, Steel III, Green Arrow I, den Bluee Beetle II, den Red Tornado II, Captain Atom und Zatanna herbei, um die Objekte auf der DC-Erde sicherzustellen, während der Flash seine Teamkameraden einmal mehr ins Marvel-Universum befördert.
Ein Teil der Rächer kehrt derweil in ihr Anwesen zurück, wo die Wasp die Reservisten Warbird, Photon, She-Hulk, Jack of Hearts, Wonder Man und Herkules zu Hilfe ruft. Der Flash trifft inzwischen in Kyle Rayners Apartment in New York City ein, wo er jedoch shcon von Hawkeye und Iron Man erwartet wird, die mit Kyles Kraftbatterie verschwinden.
Im Marvel-Universum kommt es zur selben Zeit im Kleinstaat Santo Rico zum Kampf zwischen Warbird und Wonder Man auf der einen und Superman und Green Lantern auf der anderen Seite, wobei letzterer die Kugel des Ra sicherstellen kann, im Flash-Museum in Central City bekommen es Quicksilver und die Scarlet Witch mit Hawkman, Black Canary und dem Blue Beetle zu tun, wobei Quicksilver am Ende den Staab von Watoomb sicherstellen kann, und Aquaman und Wonder Woman treten im Asgard des Marvel-Universums gegen She-Hulk und Herkules an und können schließlich das Buch der Ewigkeit sicherstellen.
Inwzischen sind Batman und Captain America in der Bathöhle eingetroffen, wo sie mit Orakel darüber sinnieren, welche Rolle in diesem Spiel wohl spielt, während eben jener andernorts eine holographische Sumulation von Galaktus betrachtet. Kurz darauf trifft das Ding in der Bathöhle ein, um Batman und Captain America eine Art fliegendes Dimensionsreise-Motorrad zu überbringen, mit dem sie die Spur Kronas aufnehmen können.
Derweil versucht die Scarlet Witch weiter, auf die unheilvolle Chaosmagie des DC-Universums zuzugreifen, um die fehlenden Objekte aufzuspüren, doch Zatanna bemerkt dies und kann der JLA auf diese Weise den Weg weisen. In Happy Harbor kommt es daraufhin zum Kampf zwischen Vision und Thor auf der einen und Firestorm und dem Red Tornado auf der anderen Seite, wobei letztere am Ende das Rad, die Glocke und das Gefäß sicherstellen können. Zur selben Zeit kämpfen in Wakanda der Martian Manhunter und der Plastic Man gegen Yellowjacket und die Wasp, doch es ist der Black Panther, dem es schließlich gelingt, die Medusa-Maske sicherzustellen.
Während Captain America eines der Universen besuchen, die von Krona vernichtet wurden, besiegen Hawkeye und Iron Man in Smallville Green Arrow udn Captain Atom und können die Truhe ewigen Winters sicherstellen, während auf der Paradiesinsel Steel Vision und die Scarlet Witch beschäftigt und der Flash Quicksilver im letzten Moment das Böse Auge aus den Händen reißt.
In der Blauen Region des Mondes der Marvel-Erde besiegen Quasar, Photon und Iron Man Wonder Woman und Green Lantern und können den Speer des Schicksals sicherstellen, während Captain America und Batman im Versteck des Grandmasters eintreffen, wo sie von Atom über die Wette zwischen Krona und dem Grandmaster aufgeklärt werden. Die drei erkennen, daß ein Sieg der Rächer zugleich auch einen Sieg Kronas und damit auch das Ende des Marvel-Universums bedeuten würde.
Auf Apokolips haben Thor, Flash, Firestorm, Hawkeye, Steel und Quicksilver gemeinsam die Paradämonen besiegt, als plötzlich Darkseid mit dem Handschuh der Ewigkeit auftaucht. Zur Überraschung aller erklärt er, daß dieser im DC-Universum nicht funktioniere, und will diesen gerade mittels seines Omega-Effektes fortschicken, als der Flash ihn in letzter Sekunde erreicht und auf diese Weise sicherstellt.
Im Anschluß finden sich beide Teams im Wilden Land wieder, wo sie sogleich miteinander um den Kosmischen Würfel kämpfen. Superman besiegt Thor, während Photon Green Lantern seine Energie entzieht, doch im Gegenzug absorbiert dieser die Energie des Würfels. Gerade als Quicksilver dem Flash den Würfel abnimmt, erscheinen Krona und der Grandmaster, doch im letzten Moment nimmt ihm Captain America den Würfel ab, wirft ihn Batman zu und befiehlt den Rächern, nicht einzugreifen.
Der Grandmaster erklärt die Justice League zu den Siegern und weist Krona an, umgehend zu verschwinden und sein Universum zu verschonen, doch statt dessen greift dieser den Grandmaster an, holt sich die gesuchte Information aus dessen Gedächtnis und ruft Galaktus herbei, den er sogleich ebenfalls angreift, um von ihm die gewünschten Informationen zu erhalten.
In diesem Moment greift der Grandmaster ein und benutzt die zwölf Objekte, um das Universum - scheinbar - auszulöschen.
Fortsetzung folgt…


Kommentar:

Und weiter geht die Party. Diente das erste Heft noch als Einleitung, so geht es nun richtig los. Busiek und Pérez schöpfen aus dem Vollen und servieren dem Leser eine Geschichte, die Erinnerungen an die titelgebende Miniserie Contest of Champions wachwerden läßt, zugleich jedoch einen wunderbaren Streifzug quer durchs Marvel- und DC-Universum bietet. Selten sah man so viele verschiedene Orte auf gerade mal 48 Seiten, wobei jeder einzelne mit akribischer Liebe zum Detail gestaltet ist.
Was die Charakterisierungen betrifft, so läßt sich Kurt Busiek wieder einmal nicht lumpen und bietet gelungene Einblicke in die Psychen der Protagonisten. Neben seiner unumstrittenen Lieblingsfigur Hawkeye, der auch diesmal wieder munter DC-Figuren mit ihren Marvel-Gegenstücken vergleichen darf, weiß in diesem Heft besonders die Rivalität zwischen Quicksilver und dem Flash zu beeindrucken, wobei letzterer am Ende tatsächlich über den - zumindest in seinem eigenen Universum - eigentlich viel schnelleren Flash triumphieren darf.
Was die von vielen Fans sehnsüchtig erwarteten Kämpfe angeht, so ging die Begegnung zwischen Batman und dem ihm in jederlei Hinsich ebenbürtigen Captain America auf die einzig sinnvolle Art und Weise aus, alles andere wäre den beiden Figuren schlicht und ergreifend nicht angemessen. Der Kampf zwischen Superman und Thor dagegen war lupenreines Fanboy-Futter, und der Ausgang, der nicht wenige über-enthusiastische Thor-Fans bereits an den Rande des Comic-Suizids getreben hat, könnte mir nicht egaler sein. Immerhin muß man aber anerkennen, daß Busiek sich tatsächlich getraut hat, uns zur Abwechslung einmal einen eindeutigen Ausgang zu präsentieren.

Die Zeichnungen strotzen wieder einmal vor Liebe zum Detail, und selbst unaufmerksame Gelegenheits-Leser dürften über die eine oder andere Szene stolpern, in der Pérez einige mehr als obskure Gastauftritte eingebaut hat. Detailfetischisten dürften sich besonders über die bereits legendäre „Spielzimmer-Szene“ auf Seite 31 freuen, in der sage und schreibe 36 (!) Figuren zu sehen sind, die meisten davon in Form von Spielfiguren. Auch die Dynamik kommt bei Pérez nicht zu kurz, besonders im Gedächtnis hängengeblieben ist mir der gerade mal eine Seite dauernde Kampf zwischen Batman und Captain America, der in jedem Panel ein Höchstmaß an Körpersprache aufweist.
Ganz ohne Kritikpunkte kommt dieses Heft jedoch nicht davon: Zum einen nehmen die Kämpfe zwischen den beiden Teams für meinen Geschmack bedeutend zu viel Platz ein, und ich hoffe inständig, daß die beiden verbleibenden Hefte nunmehr gänzlich auf diese konstruierten Konflikte verzichten und uns statt dessen 96 Seiten mehr oder weniger funktionierende Zusammenarbeit zwischen den beiden Teams bieten. Quasars Abwesenheit während des Endkampfes im Wilden Land dagegen läßt sich immerhin mit seiner selbstauferlegten Quarantäne erklären. Schlußendlich bin ich mit Pérez’ Gestaltung der meisten Figuren zwar mehr als zufrieden, die einzige Ausnahme stellt jedoch She-Hulk dar, die im letzten Panel auf Seite 16 mehr wie eine Porno-Darstellerin denn wie eine Superheldin aussieht.
Dies sind aber nichtsdestotrotz vergleichsweise unbedeutende Kritikpunkte, insgesamt wissen die Geschichte von Kurt Busiek, die detailreichen Zeichnungen von George Pérez und natürlich auch die Farben des wie immer großartigen Tom Smith voll und ganz zu überzeugen.

Fazit: Wenn die beiden verbleibenden Hefte dieses Niveau halten, hat sich das JLA/Avengers-Crossover trotz des doch recht happigen Preises zweifelsohne mehr als gelohnt.


Deutsche Fassung:

JLA/Die Rächer #2


Titel: „Buch Zwei: Wettstreit der Champions“
Übersetzer: Christian Heiß
Letterer: RAM
Redakteure: Christian Grass, Christian Heiß, Verena Müller, Luigi Mutti, Lisa Pancaldi
Chefredakteur: Tony Verdini
Cover: George Pérez & Tom Smith
Verlag: Panini Comics
Erscheinungsdatum: 22. April 2004
Umfang: 48 Seiten (Prestige-Format)
Preis: 4,00 € (reguläres Cover); 6,50 € (Variant-Cover)

Kommentar:

Der positive Trend der ersten Ausgabe hält an. Mittlerweile habe ich mich an die matten Cover gewöhnt und finde sie tatsächlich sogar besser als die Hochglanzcover der US-Fassung.
Die Übersetzung von Christian Heiß weiß einmal mehr zu gefallen, und neben Thor erstaunt mich diesmal insbesondere der Plastic Man, dessen alberne Sprüche hier tatsächlich noch lustiger als im Original wirken. Meine einzigen Kritikpunkte wären diesmal die Übersetzung von „Asgardians“ mit „Asgardianer“ anstelle der etablierten „Asen“ sowie ein kleiner Wortdreher in Kyles Green Lantern-Schwur (so sagt er anstelle von „Und die da achten das Gute nicht…“ statt dessen „Und die da achten das Böse nicht…“), den man jedoch mit ein wenig Phantasie auch auf die dramatische Situation zurückführen kann, in der sich Kyle in der entsprechenden Szene befindet.
Leider kann ich nicht sagen, ob die „Spinal Tap“-Anspielung „korrekt“ übersetzt wurde, da ich den entsprechenden Film selbst weder auf Deutsch noch im Original gesehen habe, zumindest aber sollte der Sinn beibehalten und in Kenntnis des Filmes auch verstanden werden. Dafür ist den „hungrigen Nilpferden“ anzumerken, daß Christian Heiß mit den „Hungry Hungry Hippos“ nicht wirklich etwas anzufangen wußte - da ich selbst jedoch auf der Suche nach dem deutschen Namen des Spieles lediglich eine Reiseversion namens „Hippo Flipp“ gefunden habe und mir auch nicht sicher bin, ob der Name auch in der „Vollversion“ zur Anwendung kam, stellt dies nicht wirklich ein Problem dar. Ansonsten wäre nur noch zu bemängeln, daß der „Große Knall“ im deutschen Sprachraum eher unter dem Namen „Urknall“ bekannt ist.
Als leicht nachteilig gegenüber der US-Fassung ist auch diesmal wieder das einheitliche Lettering bei sämtlichen Figuren, die im Original über individuelle Schriftsätze verfügten, zu betrachten. Zudem wurde Kolorist Tom Smith genau wie schon in den Credits zum ersten Heft auch diesmal wieder irrtümlich als „Tuscher“ aufgelistet.
Das Druckbild ist wie schon im Falle des ersten Heftes wieder von sehr hoher Qualität und kaum vom Original zu unterscheiden.
Abgerundet wird das Ganze von einer Einleitung, die, genau wie in der US-Fassung, die Ereignisse des ersten Heftes zusammenfaßt, sowie Kurzbiographien zu Batman und Captain America.

Fazit: Wer nicht bereit ist, 5,95 $ für die US-Fassung zu bezahlen, möge auch diesmal wieder zur deutschen Ausgabe von JLA/Die Rächer #2 greifen.

Anmerkung: Es existiert außerdem eine Variant-Cover-Edition, die exklusiv in den „Panini-Point“-Partnershops erhältlich ist und 6,50 € kostet. Das Covermotiv ist Seite 47 (61) aus Heft 1 entnommen.


Die Anmerkungen zu Heft 2
Die Rezension zu Heft 1
Die Rezension zu Heft 3
Die Rezension zur Hardcover-Sammlerausgabe


Torsten B. Abel


Dieser Text darf nicht ohne vorherige Genehmigung in andere Seiten eingebunden oder sonstwie veröffentlicht werden.

Die Coverabbildung zur US-Ausgabe wurde zur Verfügung gestellt von Andreas Eich und Andreas Dietz, die Coverabbildung zur regulären Ausgabe von JLA/Die Rächer #2 von Michael Händeler und seiner Coverscans-Seite und die Coverabbildung zur Variant-Cover-Ausgabe von Björn Steckmeier, ebenfalls über die Coverscans-Seite.




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