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JLA: Incarnations #1


JLA: Incarnations #1



Autoren:
John Ostrander

Zeichner:
Val Semeiks

Inker:
Prentiss Rollins

Cover:
Val Semeiks, Prentis Rollins

Preis:
$3.50

Erscheinungsdatum:
Mai 2001


The Justice League is dead!
Diese Ausgabe spielt zeitlich nach der Maxiserie JLA: Year One. Die Mitglieder der Liga sind die Gründungsmitglieder Aquaman, Black Canary, Martian Manhunter, Green Lantern, und Flash sowie die beiden Neuzugänge Atom und Green Arrow.


Die Welt wird mit der Neuigkeit konfrontiert, dass die Justice League of America tot ist. Wotan, ein unsterblicher Gegner der Justice Society of America, hat die Mitglieder der Justice League anscheinend mit Hilfe seiner Androiden besiegt und letztendlich getötet.
Da außer Hal Jordans Green Lantern-Ring nichts mehr von der JLA übrig ist, wird das Team pro forma begraben. Unter den Trauernden befindet sich auch Tom Kalmaku, Hals Mechaniker und Freund. Tom steht in telepathischem Kontakt mit Hal, der ihn anweist, sich mit seiner grünen Batterie dem Grab zu nähern. Auf diese Weise bringt er den Ring dazu, die Justice League wieder auszuspucken, die sich mit Atoms Hilfe in den Ring geschrumpft hatte.
Es kommt später zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen der JLA und der JSA, die beinahe in einen Kampf ausartet.


Während die Justice League gegen verschiedene Gegner wie beispielsweise den Shaggy Man antritt, wird J'onn von Dr. Fate aufgesucht, der ihn über Wotan informiert und ihm rät abzuwarten. Da jedoch dadurch J'onns Teamkameraden gefährdert werden könnten, lehnt dieser ab und wird von Fate, der von Wotan kontrolliert wird, in den Rücken geschossen. Unter dem Einfluß von Wotan informiert J'Onn die Justice League, dass sich Wotan auf einer Vulkaninsel befindet.


Auf dieser Insel begegnen sie der Justice Society, die Wotan selbst besiegen will. Hawkman, der zu vermitteln versucht, wird von Hal attackiert, worauf die Flashes, die Atoms und die Canarys aufeinander losgehen.
Die übrigen JLA- und JSA-Mitglieder bemerken, dass Fate und der Manhunter von Wotan kontrolliert werden, und greifen die beiden an, ohne jedoch allzuviel ausrichten zu können. Wotan erweckt derweil den Vulkan wieder zum Leben.
Die erste Black Canary stürzt unterdessen versehentlich ihrer Tochter in einen Lavagraben, kann sie jedoch mit Hilfe, der beiden Flashes retten. JLA und JSA arbeiten nun zusammen und befreien Fate und den Manhunter vom Einfluß Wotans. Die beiden Teams können gerade noch rechtzeitig von der explodierenden Insel fliehen, auf der Wotan, eingeschlossen in Asche und Lave, fortan gefangen ist.
Als Folge dieser Erfahrung nimmt die JLA Hawkman und Hawkgirl als Zeichen ihrer Verbindung zur Justice Society ins Team auf.




Anmerkungen
Empfehlenswert für diese Geschichte ist die Miniserie JLA: Year One von Mark Waid, Brian Augustyn und Barry Kitson. Die Serie ist auf deutsch in den JLA-Sonderbänden 6 und 7 erschienen. Preis je Band DM 19,90. Für die klassischen Abenteuer kann ich die Archivbände empfehlen, von denen in den USA schon sieben von der JLA erschienen sind. Kostenfaktor hier je Band 49.95 $.


Die Mitglieder der alten Justice Society werde ich hier jetzt nicht vorstellen. Ich denke, dass ich irgendwann im Rahmen der Besprechung der JSA-Serie dazu kommen werde, die alten Mitglieder mal genauer vorzustellen. Allerdings kann ich zu diesem Thema die Miniserie "JSA Returns" empfehlen, die auf deutsch inklusive der dazugehörigen One-Shots in den JLA Sonderbänden 15 und 16 erschienen ist. Kostenfaktor: Jeweils DM 19,90. Für die Golden Age-Fans sind die "All-Star Comics"-Archiv-Bände zu empfehlen. Kostenfaktor hier: Jeweils 49.95 $.
Die Archivbände sind über die DC-Backlist im Previews erhältlich.


Tom Kalmaku ist ein Inuit, der einst der Mechaniker von Hal Jordan war, und zu den wenigen Menschen gehörte, die Hals Geheimidentität kannten. Er arbeitet auch heute noch für Hals Ex-Arbeitsgeberin, Carol Ferris, und hat eine Biographie über Hal geschrieben.


Kommentar:
Na ja. Um ehrlich zu sein, bin ich etwas enttäuscht von dieser Ausgabe. Von John Ostrander bin ich Besseres gewöhnt. Seine "Martian Manhunter"-Ausgaben, die ich gelesen habe, waren genial, und die Miniserie "Blaze of Glory" bei Marvel ebenso. Das ändert jedoch nichts daran, dass diese Ausgabe schlicht und ergreifend schlecht ist! Der Generationenkonflikt zwischen JSA und JLA ist unglaubwürdig und kommt total gezwungen herüber. Und dann noch der klischeehafte Kampf Team gegen Team...!


Das einzig Positive sind die Zeichnungen von Val Semeiks, getuscht, wie üblich, von Prentis Rollins. Val scheint sich mehr und mehr zu einem JLA-Miniserien-Zeichner zu entwickeln. So hat er in den letzten Jahren das Crossover DC One Million gezeichnet, den One-Shot JLA: Foreign Bodies sowie die Prestige-Format-Serie JLA: Two Thousand. Zudem war er das einzig Positive an der Lobo-Serie. Er hat den Charakter erträglich gemacht, was die anderen Zeichner, die nach ihm folgten, nicht von sich behaupten können.
Und nochmal kurz was zu Meckern: Wotan, der Schurke in diesem Heft, ist total langweilig und nervig.


Übrigens, für Fans der JLA: Die Verbindung zwischen JSA und JLA mit den beiden Hawks hat wirklich stattgefunden. Ich weiß jetzt nicht die Nummer oder die Serie, aber es galt im DC-Universum bereits vor diesem Heft als Fakt. Weitere Mitglieder der JSA, die später der JLA beigetreten sind, waren Dr. Fate, Power Girl, Flash (Jay Garrick) und der erste Hourman, letzterer allerdings erst im letzten Jahrzehnt.
Kurz und gut: Ein schlechtes Heft, das hoffentlich eine Ausnahme bleibt. Es bleibt einem nur, die nächsten Ausgaben abzuwarten!
Götz "comicfreak" Piesbergen

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