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JLA Sonderband #14: JLA / Titans

144 Seiten | DM 19,90 | EVT: 06. Oktober

Der Kampf der Generationen: Die Helden der JLA gegen die Junghelden der TITANS!

Als der Mond mitsamt dem JLA-Wachtturm von einem riesigen Monster aus organischem Material verschlungen wird, bricht nicht nur auf der Erde das Chaos aus. Auch die beiden mächtigsten Superheldenteams der Erde, die JLA und ihre Zöglinge von den Titans, sehen sich plötzlich in einen erbitterten Kampf gegeneinander verwickelt, anstatt diese tödliche Bedrohung gemeinsam zu bekämpfen. Der Grund liegt in der wahren Natur der mechanischen Monstrosität, die in Wirklichkeit früher eines der mächtigsten Titans-Mitglieder war. Können die Junghelden ihrem verlorenen Freund selbst gegen den Widerstand der JLA helfen?

Dieser actiongeladene JLA Sonderband bildet die unverzichtbare Vorgeschichte zur Formierung des neuen Titans-Teams, das im diesen Monat in JLA #31 sein triumphales Debüt feiert. Ein Muß für alle JLA- und Titans-Fans!

Extra: 6 coole Titans Trading Cards!



Bewertungen:

Torsten B. Abel:

Story 1: Rasanter Einstieg, gelungener Spannungsaufbau, und dann bricht die Hölle los: Ein Titan nach dem anderen wird einkassiert. Nebenbei erfahren wir noch viel über die unzähligen Figuren, die einmal Mitglieder in irgendwelchen Titans-Teams waren. Orions unüberlegtes Handeln paßt hervorragend zu seinem Charakter. Egal, wie sinnlos und katastrophal sein Angriff auch sein mag, für ihn gibt es keine andere Alternative als zu kämpfen. Und dann übernimmt dieses... Ding den Mond. Interessant ist, daß Victor/Cyborg/Cyberion/Planet Cyberion wirklich JEDEN einsammelt, der jemals Mitglied bei irgendwelchen Titans war. Dadurch bekommen wir einen guten Überblick über die schiere Anzahl der bisherigen Titans-Mitglieder. Insgesamt muß ich sagen, daß der Erzählstil klasse ist. Fortsetzung folgt...
Wertung: 4,25 Punkte

Story 2: : Jetzt erfahren wir auch, wer dahintersteckt. Die JLA tut natürlich das, was sie am besten kann: Angreifen. Und damit beginnt auch der eigentliche Kernpunkt der Geschichte: Das moralische Dilemma. Okay, auf den ersten Blick erscheint der Grund, weshalb JLA und Titans aufeinander losgehen, an den Haaren herbeigezogen. Man denkt, es ist wieder diese typische "Helden kämpfen erst gegeneinander, dann kommen sie zur Besinnung und kämpfen gegen den gemeinsamen Feind"-Nummer. Aber dem ist NICHT so. Die Helden gehen aufeinander los, weil sie verschiedene Ansichten haben, was die Handhabung dieser Gefahr angeht. Anfangs wußte ich, ehrlich gesagt, nicht, wie ich diese Geschichte werten sollte, weil ich einerseits den moralischen Konflikt (schönstes Beispiel: Die Nightwing/Batman-Diskussion) so wunderbar dargestellt fand, andererseits aber der Meinung war, es würde dem Charakter von Superman und Batman völlig widersprechen (von wegen "niemals töten" und so). Jetzt, nachdem ich etwas darüber nachgedacht habe, sehe ich die Sache mit anderen Augen: Es geht ganz einfach um die Frage, ab wann man von "Leben" sprechen darf. Daß sich Superman und Batman im Nachhinein falsch entschieden haben, beweist nur, daß auch die beiden nicht perfekt sind. Glückwunsch, Devin Grayson, für diesen Mut! Und auch der Kampf der Helden ist kein 08/15 "sie schlugen und vertrugen sich"-Geplänkel. Nein, die Helden gehen wirklich aufeinander los! Immerhin geht es für die Titans darum, das Leben von einem der ihren zu retten! Am Ende gibt Batman den Titans dann doch eine Chance, und ob sie diese auch nutzen können, erfährt man im nächsten Teil.
Wertung: 5,0 Punkte

Story 3: : Jau! Gardner ist dabei! Das kann ja nur schiefgehen! Die fünf Ur-Titans bekommen dann ihre Chance, Cyborg seine Menschlichkeit zurückzugeben, während die übrigen Helden die ganze Welt vor den herabfallenden Trümmern schützen. Erster Kritikpunkt: Ist es nicht ziemlich unglaubwürdig, daß dabei ALLE, wirklich ALLE erfolgreich sind? Kein einziges Trümmerstück, das doch auf die Erde stürzt und ein paar Menschen plattmacht? Der Kraftakt, den Green Lantern und Wonder Woman durchführen, ist dafür wieder gut umgesetzt. Das ist Teamwork! Schließlich gelingt es den fünf Ur-Titans samt Changeling, Cyborg wieder auf einen /fast) normalen Menschen zurechtzustutzen und ihm sogar einen neuen Körper zu geben. Bloß: Wie kommen die Titans zur Erde zurück? Was folgt, ist eine dieser "wenn ich schon sterbe, dann wenigstens zusammen mit euch"-Szenen. Tut mir leid, aber das ist mir wirklich zu kitschig. Und natürlich sterben sie NICHT, sondern werden von Green Lantern gerettet. Ganz nett ist dann Flashs Reaktion auf Kyles Erscheinen. Und Gardner spielt sich natürlich mal wieder zum Retter der Welt auf. Zum Schluß kommt dann noch ein kleiner Nachklapp, der den Weg ebnet für die Neugründung der Titans und außerdem viele kleine, lustige Gespräche enthält. Der Epilog ist dann auch quasi ein Ausgleich für diese kitschigen und unrealistischen Szenen.
Wertung: 4,5 Punkte

Story 4: : Eine dieser "Zwischen"-Geschichten, die zwischen den Rückblenden und den Kampfszenen in der Titans-Story in JLA #31 spielen. Die Geschichte ist auf jeden Fall nicht so überflüssig wie die vierte Story in JLA Special #4. Meine Lieblingsszene ist die, in der Argent versucht, Wally zu beeindrucken, obwohl ihre Aufnahme ins Team längst beschlossene Sache ist. Changeling ist ganz eindeutig älter und reifer geworden, was daran deutlich wird, daß er auch normal reden kann, ohne ständig dämliche Witze zu reißen. Insgesamt trägt diese Geschichte zwar nicht großartig zur Handlung der Serie bei, aber das ist auch völlig egal. Viel wichtiger sind die Charakterisierungen, die in den ganzen Gesprächen herauskommen. Besonders Supergirl hat mir gefallen. Und daß Devin Grayson Changeling am Ende NICHT ins Team zurückkehren läßt, ist vermutlich der genialste Einfall in diesem gesamten Band. Basierend auf unseren Erfahrungen aus ähnlichen Geschichten, sind wir uns sicher, wenn die Geschichte schon so angelegt ist, WIRD Changeling zurückkehren. Devin Grayson enttäuscht somit sämtliche Erwartungen. Und das ist auch gut so.
Wertung: 4,75 Punkte

Leserbetreuung: Nicht vorhanden. Daher gibt's von mir mal wieder eine neue Kategorie: Interview: Das Interview mit dem Flash ist wirklich das Tüpfelchen auf dem "i". Der Wortwechsel ist dermaßen glaubwürdig verfaßt, daß man schon beinahe denken könnte, der Flash sei eine real existierende Person.
Wertung: 5,0 Punkte

Heftbewertung: Ein phantastischer Band. Wenn man bedenkt, daß Devin Grayson erst seit wenigen Jahren überhaupt Comics liest, beweist sie a) ein unglaubliches Hintergrundwissen (die ganzen Titans-Mitglieder, die heute mit Sicherheit kein Arsch mehr kennt) und b) ein enormes Einfühlungsvermögen in die Charaktere. Ausgehend von diesem Band (und der ersten regulären Titans-Story in JLA #31) würde ich sagen, daß Devin K. Grayson zu den wahrscheinlich besten Autoren der Neuzeit zählt. Frauen sind offenbar doch die besseren Autoren. Dieser Band ist mit Abstand eines der besten Werke, die je bei Dino erschienen sind!

- 4,75 Punkte -

Gesamtbewertung

Bewertung: 5/5
- 4,75 -






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