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JLA #1
Autor:Mark Waid Zeichner: Howard Porter Preis: 12,95 DM Erscheinungsdatum: 07.06.2001 (erschien mit Verspätung) Inhalt: Die JLA kehrt mit der Storyline "Turm zu Babel" nach Deutschland zurück, von der in JLA #1 die ersten drei Teile zu finden sind. Turm zu Babel Teil 1: Das Recht des Stärkeren: Die Handlung beginnt im Hauptquartier von Ra's Al Ghul, der mit einem seiner Diener unzufrieden ist. Dieser hatte aus Unachtsamkeit dazu beigetragen, dass eine seltene Tierart ausgerottet wurde. Daraufhin betrachtet Ra's die anderen fast ausgestorbenen Tiere, die er in seinem Hauptquartier im Himalaya pflegt, und gibt erste Hinweise zu seinem neuesten teuflischen Plan. Es folgt ein Szenenwechsel zu Bruce Wayne alias Batman, der wieder einmal zum Grabe seiner Eltern gekommen ist. Mit Verwunderung muss er feststellen, dass die Leichen seiner Eltern entwendet wurden. Gleich drauf beginnt die Umsetzung von Ra’s' Plan. Der Martian Manhunter wird mit Naniten infiziert und seine Haut beginnt zu brennen, dabei weiß jeder, dass gerade Feuer J'Onns größte Schwäche darstellt. Zum Glück sind Flash und Wonder Woman in der Nähe, finden den Manhunter und bringen ihn zum Wachturm in Sicherheit. Aquaman und Plastic Man befinden sich derweil auf einem Treffen der Vereinten Nationen und werden dort von Ra's' Dienern angegriffen. Dabei wird Plastic Man zuerst schockgefroren und danach in tausend Stücke zerschmettert. Aquaman bleibt ebenfalls nicht verschont: Durch ein Furchttoxin hat er plötzlich Angst vor Wasser, dabei braucht er gerade dieses Element, um zu überleben. Während sich ein Großteil der geschlagenen Helden im Wachturm versammelt hat, jagt Batman den Entführer der Leichen seiner Eltern. Um mehr über die Angriffe herauszufinden, beschließt Superman, als Clark Kent in der Redaktion des Daily Planet nach Informationen und einer Lösung zu suchen. Doch plötzlich sind auf der ganzen Welt die geschriebenen Worte für das menschliche Auge nicht mehr zu lesen. Dies führt zu zahlreichen kleineren und größeren Katastrophen, da Warnschilder und sonstige wichtige Texte nicht mehr entziffert werden können. Nur über Green Lanterns Verbleib ist bisher noch nichts bekannt. Wonder Woman und Flash entschließen sich aus diesem Grund, ihm einen Besuch abzustatten und finden einen blinden Kyle Rayner vor. Turm zu Babel Teil 2: Sieben kleine Indianer: Nach einer langen Suche hat Batman es endlich geschafft, das Hauptquartier von Ra's Al Ghul ausfindig zu machen und startet einen Angriff im Alleingang. Ra's ist darauf selbstverständlich vorbereitet und hat die Särge von Batmans Eltern über seiner Lazarus-Grotte postiert, aus der auch er selbst immer wieder verjüngt hervorgeht. Während überall auf der Welt das Chaos ausbricht, versuchen Superman und Orakel zusammen eine Lösung zu finden. Superman schafft es jedoch lediglich, Metropolis mit einem Gerät, das von Brainiac zurückgelassen wurde, vor der Katastrophe zu schützen. Wonder Woman, Flash und Green Lantern werden in Kyles Apartment von Ra's' Dienern angegriffen und müssen eine Niederlage einstecken. Aquaman findet währenddessen heraus, dass die Helden mittels ihrer JLA-Sender von ihrem Gegner aufgespürt werden können. Batman steht vor einer der größten Entscheidungen seines Lebens und entscheidet sich dafür, Ra’s zu stoppen. Dieser hat jedoch noch einen Joker in Form von verändertem Kryptonit in der Hand. Batman wird klar, dass Ra's seine Geheimakten kennt und die darin genannten Informationen dazu missbraucht, die JLA zu vernichten. Superman und der Martian Manhunter, dessen Haut nun dank eines Schutzanzuges nicht mehr in Flammen aufgeht, eilen Wally, Diana und Kyle zur Hilfe und können diese gerade noch retten. Superman kommt dabei jedoch mit einem Teil des veränderten Kryptonits in Kontakt und muss nun mit seinen eigenen Kräften kämpfen. Turm zu Babel Teil 3: Im Schutz der Kälte: Es sieht wirklich schlecht aus für die JLA. Alle Teammitglieder wurden von Ra's Al Ghul, der ihre Schwächen aus Batmans Geheimakten kennt, geschlagen und geschwächt. Batman ist der einzige noch voll funktionsfähige Held, doch auch er scheint bei einem Sturz von einer Klippe ums Leben gekommen zu sein. Ra’s hat es nun sogar schon geschafft, das Sprachzentrum der Menschen zu stören, so dass diese sich nicht mehr untereinander verständigen können. Es bleibt den Helden keine andere Wahl als zuzusehen, wie auf der ganze Welt das Chaos ausbricht. Zusammen versuchen sie sich gegenseitig zu helfen und schaffen dies mit einiger Mühe sogar. In Ra's Hauptquartier sprechen Talia und ihr Vater über ihr weiteres Vorgehen. Dabei werden sie von einem Diener unterbrochen, der offenbar das Gespräch mit angehört hat. Dieser Diener ist jedoch niemand anderes als der totgeglaubte Batman. Daraufhin fliegt Batman zurück, um den übrigen JLA-Mitgliedern zu helfen. Auf dem Weg begegnet ihm Superman. Die beiden planen einen Angriff, der sofort in die Tat umgesetzt wird. Die gesamte JLA begibt sich ins Himalaya und stürmt Ra's' Festung. Nachdem Ra's' Diener besiegt sind, bemerkt Superman, dass in der Festung der rote Alarm ausgelöst wurde, daher weist er Flash an, die Diener aus der Festung zu bringen, bevor diese explodiert. Kommunizieren können die Helden jedoch nur über J’Onns telephatische Verbindung, da Ra’s auch weiterhin ihr Sprachzentrum stört. Talia nimmt darauf Kontakt zur JLA auf und berichtet den Helden, dass dies nur ein kleiner Sieg war und ihr Vater noch einen zweiten Plan auf Lager hat. Ein Diener bemerkt jedoch den Verrat und schießt Talia nieder, bevor sie den gesamten Plan verraten kann. Die Fortsetzung dieser Story findet sich in JLA #2, das ab dem 9. August erhältlich sein sollte. Kommentar: Endlich halte ich sie in den Händen, die neue Nummer 1 der Justice League of America! Es war ein langer und steiniger Weg, an dieses Heft zu gelangen. Auf diesem Weg habe ich immerhin dreimal JLA/Witchblade erhalten. Einige von euch kennen diese Story ja schon, darum möchte ich sie hier nicht noch einmal wiederholen. Nun also zum Heft selbst. Die Mühe hat sich gelohnt. Das lange Warten hat ein Ende. Die Story "Turm zu Babel" ist einer der besten, die ich bisher gelesen habe. Der Beginn der Geschichte ist einfach wunderbar gewählt. Ra’s Al Ghul ist eigentlich kein richtiger Schurke, er versucht auf seine Weise schließlich auch, die Welt zu retten. Seine Methoden sind allerdings mehr als fragwürdig. Jedenfalls ist er ein Genie und damit für die JLA ein ernstzunehmender Gegner. Storys mit ihm gefallen mir grundsätzlich immer sehr gut. Die gesamte Handlung der Storyline ist also nur zu loben. Mark Waid kann daher mit seinem Einstieg in die Serie zufrieden sein. Das einzige, was mich ein wenig grübeln lässt, ist, wie man es geschafft hat, Green Lantern das Augenlicht zu nehmen. Der Tathergang ist in meinen Augen etwas unklar, aber damit lässt sich leben. Die Zeichnungen sind wie bei den vorangegangenen Heften (siehe die JLA-Serie bei Dino) genau der richtige Stil für die JLA. Mir gefallen sie sehr gut. Besonders die Cover der drei in diesem Heft beinhalteten US-Hefte sind ein Augenschmaus. DC Deutschland hat diese US Hefte sehr schön in Szene gesetzt, auch wenn ich an einigen Punkten Kritik äußern möchte. Es wäre in diesem Fall besser gewesen, vier US-Hefte auf einmal zu veröffentlichen, um die "Turm zu Babel"-Storyline komplett zu haben. Außerdem ist der Preis von 12,95 DM für drei Hefte schon ein wenig hoch. Trotzdem werde ich auch weiterhin meiner Lieblingsserie treu bleiben. Zur Leserbetreuung: Der Einstieg ist sehr gut gelungen, auch neue Leser, die vorher noch kein JLA-Heft in den Händen gehalten haben, bekommen eine kurze Erklärung der Situation und zu den Charakteren. Eine Frage stellt sich jedoch, und zwar, wieso ausschließlich die alte Rechtschreibung benutzt wird. Ich bin selbst kein Freund der neuen Rechtschreibung, doch da die jüngeren Leser in der Schule nur die neue Rechtschreibung kennengelernt haben, wäre es vielleicht sinnvoll, auch auf die neue Rechtschreibung umzusteigen, um so Missverständnisse zu vermeiden. Die Übersetzung gefällt mir persönlich auch sehr gut. Nur hin und wieder sind ein paar grammatikalische Fehler zu finden. Die Leserbetreuung auf der letzten Seite ist ebenfalls gelungen. Hier werden die Sachverhalte und Hintergrundinformationen deutlich gemacht. Leider paßt der abgedruckte Leserbrief nicht zum Thema "JLA". Was ebenfalls nicht passt und in meinen Augen ein sehr dummer Fehler war, ist die Checklist von Marvel Deutschland anstelle der von DC Deutschland. Da hat wohl jemand geschlafen. Insgesamt bin ich mit dem Heft rundum zufrieden und erwarte schon das Nächste. Beachtet auch unsere Rezension der amerikanischen JLA-Ausgaben 43 bis 46, in denen die "Tower of Babel"-Storyline ursprünglich in den USA erschienen ist. Andreas Eich |
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