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JLA: Heaven's LadderAutor:Mark Waid Zeichner: Bryan Hitch Preis: 25,- DM (Softcover) Erscheinungsdatum: 05.07.2001 In aller Kürze: Zum ersten Mal seit dem Big Bang steht eine Rasse gottgleicher Aliens vor dem größten aller Rätsel...dem Tod. Auf der Suche nach dem Schlüssel zur Nachwelt reißen sie ganze Welten aus dem Orbit... und nun auch die Erde! Um Trillionen Wesen vor der Vernichtung zu retten, muß die Justice League die große Frage beantworten, die die Aliens quält: Wohin gehen Götter, wenn sie sterben? Inhalt: Die Geschichte beginnt im Wachturm der Justice League of America. Atom ist gerade damit beschäftigt, Makroben aus J'Onns DNS zu entfernen. Als er fertig ist, trifft ein Notruf ein. Ein Erd- bzw. Mondbeben erschüttert den Wachturm. Ein riesiges Flugobjekt nähert sich der Erde. Sprachlos und geschockt müssen die JLA-Mitglieder mit ansehen, wie die Erde "gestohlen" wird. Mit Hilfe von Flashs Supertempo schaffen es die Helden, über den Teleporter des Wachturm zur Erde zu gelangen, die sich nicht mehr an ihrem angestammten Platz im Weltall befindet. Auf der Erde findet Batman in der Zwischenzeit eine verbrannte Leiche. Commissioner Gordon ist sich vollkommen sicher, dass das Opfer vom Pinguin ermordet wurde, Batman jedoch nicht. Flash informiert Batman über den wahren Grund des Erdbebens. Überall auf der Erde bricht Panik aus, und die JLA sowie diverse andere Teams versuchen, die Menschen wieder zu beruhigen. Aquaman, Superman und Wonder Woman versuchen, die Verbindung des Raumschiffs zur Erde zu lösen und so die Erde zu befreien. Seltsamer Weise wurde die Erde so "eingespannt", dass sie sich unverändert weiter dreht und es zu keinerlei Naturkatastrophen kommt. Batman koordiniert die Einsätze der einzelnen Gruppen auf der Erde. Es scheint, dass nicht nur die Erde, sondern eine große Anzahl an Planeten "gestohlen" wurde. Der Martian Manhunter und Atom versuchen, mehr Informationen über das Flugobjekt zu erhalten, dabei stoßen sie auf eine feindliche Spezies. Doch die anderen JLA-Mitglieder eilen zu Hilfe und können den Feind besiegen. J’Onn wird dabei verletzt und in ein Objekt gesogen, das in seiner Struktur Wasser ähnelt. Aquaman versucht, J’Onn daraus zu befreien, doch Arthur selbst droht daraufhin zu ersticken, da es sich in Wahrheit nicht um Wasser handelt, sondern um eine Lebensform. Die beiden Telepathen vereinen ihre Kräfte, um mit der Lebensform in Verbindung zu treten. Dabei entdecken sie, dass es sich die älteste Rasse des Universums handelt. Für diese Wesen sind die Menschen so klein wie Atome. Sie versuchen, eine Möglichkeit zu finden, nach dem Tod weiter zu leben. Aus diesem Grund haben sie sogenannte "Schläfer" auf verschiedene Planeten geschickt, um eine Lösung für das Rätsel namens "Tod" zu finden. Jede Lebensform wird anderes mit dem Tod fertig, diese "Mechaniker" versuchen nun, alle zu vereinen und sich so selbst eine Art "Himmel" zu schaffen. Eine Gruppe Fanatiker aus den Reihen der "Mechaniker" versucht, diesen Versuch zu sabotieren und die Schläfer zu töten. Aus diesem Grund beschließt die JLA, die Schläfer aufzusuchen und zu schützen, als Gegenleistung winkt der Erde und den übrigen Planeten die Freiheit. Aquaman und Flash begeben sich zum Planeten Durla. Dort angekommen, müssen sie sich gleich in den Kampf begeben, um den Schläfer Durlas zu retten. Steel und Plastic Man machen derweil auf dem Planeten Colu Bekanntschaft mit einem Riesencomputer, der den Kollektivschlaf der Bewohner koordiniert. Auf der Erde koordiniert Batman derweil die Superhelden der Erde, dabei erklärt er Alfred, dass er dem Mordfall etwas Zeit lässt. Im Verlauf der Konfrontationen der Helden mit den Schläfern kommt es zu diversen Gesprächen zum Thema Tod, zu dem jeder Held seine eigene Auffassung hat. Auf Rann, dem Heimatplaneten von Adam Strange, ist ebenfalls ein Schläfer zu finden. Weitere Schläfer finden die JLAler auf den Planeten Ventura, Thanagar und Khundia. Auf Khundia müssen es Green Lantern und Wonder Woman mit der kriegerischen Bevölkerung aufnehmen. Auch auf einem Planeten aus der 5. Dimension ist ein Schläfer zu finden. Superman und Atom reisen dorthin und können auch hier den Schläfer vor den Fanatikern zu retten. Danach begeben sich die Helden daran, den Schläfer der Erde aufzusuchen und ihn zu den "Mechanikern" zu bringen. Außerdem versuchen sie, den Schaden, der während des Kampfes zwischen J’Onn und den Fanatikern entstanden ist, zu reparieren. Atom stößt dabei auf eine wichtige Erkenntnis, alle Wesen sind miteinander verbunden. Als sich Superman gemeinsam mit ihm sich die Anordnung der "entführten" Planeten aus großer Entfernung ansieht, ähnelt diese einem DNS-Strang. Daraufhin nimmt Atom Kontakt mit den "Mechanikern" auf und erklärt ihnen, dass es keine Schande sei, mit den Menschen verwandt zu sein. Einer der "Mechaniker" gesellt sich zur JLA und läßt sie wissen, dass sein Volk seine Arroganz erkannt habe. Nun arbeiten die "Mechaniker" mit den Helden der Erde zusammen. Die JLA bricht auf, die übrigen Schläfer zu suchen. Dabei kommt es zur direkten Konfrontation zwischen der JLA und den Fanatikern. Diese sind extrem stark, und es gelingt der JLA nur durch einen selbstlosen Akt Flashs, sie zu besiegen. Batman findet derweil heraus, dass das Mordopfer, das ihn nach wie vor beschäftigt, nicht vom Pinguin getötet wurde, sondern von jemand anderem. Die JLA hat nicht den Schläfer der Erde zu den "Mechanikern" gebracht, sondern einen der Fanatiker, der zuvor den Schläfer der Erde getötet hatte. Die JLA eilt zu Hilfe, doch der Fanatiker zerstört große Teile der Anlage. Atom und Green Lantern versuchen, diese Schäden zu reparieren. Der Fanatiker setzt der JLA unterdessen stark zu. Green Lantern bildet die zerstörten Teile der Anlage unter größter Anstrengung mit Hilfe seines Ringes nach. Als der Fanatiker besiegt ist, ist sich die JLA ihres Sieges bereits sicher, doch die übrigen Fanatiker vereinen sich und helfen ihrem Kameraden. Auch wenn die Schlacht nun verloren scheint, kommt Flash die Idee, den Fanatikern zu zeigen, dass sie nur gemeinsam überleben können. Die JLA-Mitglieder fassen sich an den Händen und demonstrieren so den Wesen ihren Zusammenhalt und ihren starken Glauben. Die "Mechaniker" und die Fanatiker erkennen, dass sie nur zusammen eine Chance haben, und ein weißes Licht erfüllt die gesamte Umgebung. Die JLA kehrt zur Erde zurück. Die "Mechaniker" haben die Planeten zurück an ihren jeweils angestammten Platz gebracht und allen Lebewesen ein kurzes Gefühl des Glücks geschenkt. Sogar Batman scheint für einen kurzen Moment glücklich zu sein, doch wie immer überspielt er dies. Es gibt auf der Erde noch ein paar kleinere Krisen, die durch die Panik ausgelöst wurden. Superman möchte, dass niemand alleine loszieht: "Nicht heute." Kommentar: JLA: Heaven's Ladder ist einfach riesig, und das im wahrsten Sinne des Wortes. DC Deutschland hat für diese Story ein ungewöhnlich großes Format (das Doppelte eines normalen Heftes) gewählt. Das kommt den Zeichnungen von Bryan Hitch sehr zu gute. Besonders die Zeichnungen des riesigen Raumschiffes sehen phantastisch aus. Hitch übernimmt bald die JLA-Serie, die ebenfalls bei DC Deutschland erscheint, als regulärer Zeichner. Ein Nachteil dieses großen Formates ist die Lagerung. Das Heft ist sperrig, da es nicht in die üblichen Regale etc. passt. Zum Inneren des Heftes, also zur Handlung: Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie gehört zwar nicht zu den besten Stories, die ich bislang gelesen habe, doch jeder JLA-Fan sollte sich diesen Band holen. Man sollte die Bilder zu Beginn erst ein paar Sekunden auf sich wirken lassen, bevor man weiter liest, da sonst die gewünschte Untergangsstimmung nicht richtig herüber kommt. Ganz besonders wichtig halte ich die Gespräche der einzelnen Helden während der Suche nach den Schläfern. Für jeden Helden gibt es eine andere Form von "Leben nach dem Tod". So ist es zum Beispiel für Wonder Woman wichtig, dass sich die Menschen an sie erinnern, da sie nur in Form einer unsterblichen Legende weiterleben kann. Mich wundert ein wenig , dass sich der Schläfer der Erde ausgerechnet in Gotham aufhält. Die Idee mit der verbrannten Leiche finde ich hingegen sehr gut. So setzt sich das Puzzle langsam zusammen. Alle JLA-Mitglieder wurden in die Geschichte integriert, und kein Fan kann sich beschweren, dass sein Held zu kurz kommt. Es ist Mark Waid mal wieder gelungen, sich eine Geschichte auszudenken, mit der keiner gerechnet hätte. Wer hätte sich schon vorstellen können, dass jemand die Erde stiehlt? Am Ende stellt sich heraus, dass der Glaube über die Gewalt siegt und man nur zusammen etwas erreichen kann. Das sind sehr ehrenvolle Gedanken, doch am Ende der Geschichte war das Ganze ein wenig zu überspitzt. Innerhalb von ein paar Sekunden wandelt sich plötzlich das Verhalten der atheistischen Fanatiker. Außerdem schafft es Green Lantern, die halbe Anlage mittels seines Ringes zu vervollständigen, was ebenfalls eher unwahrscheinlich ist. Jeder Leser konnte sich zu Beginn davon überzeugen, wie groß dieses Flugobjekt ist, und muss einsehen, dass es für eine einzige Green Lantern unmöglich ist, so etwas zu vollbringen. Wunder gibt es halt immer wieder, man muss nur daran glauben. Eine Leserbetreuung gibt es nicht, ist aber bei derartigen Sonderausgaben auch unnötig. Leserbriefe sollte man nur in den regulären Serien unterbringen. Eine Beschreibung der einzelnen Charaktere nach dem Prinzip: "Wer ist die JLA?" halte ich ebenfalls für überflüssig und wurde in diesem Heft auch nicht vorgenommen. Dieser Band wird sowieso nur von Fans gekauft und gelesen, die kennen ihre Helden ja schon. Also ein Lob an DC Deutschland. JLA: Heaven's Ladder zu bringen, war eine sehr gute Idee. Das große Format ist auf jeden Fall ein Experiment wert. Es passt perfekt zu den Zeichnungen von Bryan Hitch. Man sollte sich den Band auf jeden Fall zulegen, wenn die JLA und Weltraumabenteuer mag. Da das Heft keinerlei Auswirkungen auf die reguläre Serie hat, braucht man das Heft nicht unbedingt zu kaufen, die 25 DM lohnen sich meiner Meinung nach jedoch schon. Ach ja, man sollte außerdem noch Platz im Regal frei haben. Andreas Eich |
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