Who is Who Kolumnen Specials Besprechungen Batman Superman JLA DCU Home News Forum Besprechungen












Startseite -> DC Universe -> Besprechung: Hitman Frischfleisch




  Hitman  
Dino:
Lokalmatadoren

Panini:
Helden, Väter, Untote!

Für das Morgen

Frischfleisch

Hitcomics:
HitComics Sonderausgabe


Garth Ennis Interview

Tommys Freunde

     








Hitman: Frischfleisch


Hitman: Frischfleisch Autor:
Garth Ennis

Zeichner:
John McRea, Carlos Ezquerra

Erscheinungsdatum:
August 2004





Inhalt:

Frischfleisch
Er ist Scarback, er ist unbesiegbar, er ist ein Tyrannosaurier und… er ist im Niemandsland von Gotham City im Jahre 1999. Und er hat Freunde mitgebracht. Kurz: Eine Menge Dinosaurier sind in Gotham los und Tommy ist daran nicht unschuldig, nicht ganz jedenfalls. Auf jeden Fall hat Natt damit zu tun, denn der hat sich auf der Suche nach dem Klo in der Tür geirrt und ist zusammen mit Tommy und Urzeitwilderern in ebendiese Zeit versetzt worden. Dort wurden schnell Dinos auf die neuen Snacks aufmerksam und verfolgten sie. Bald schon finden Tommy, Natt und Überbleibsel des Wilderertrupps den Weg nach 1999 zurück, aber die Dinosaurier sind nicht auf den Kopf gefallen: Nachdem sie unter anderem dem Anführer der Wilderer, Mr. Butcher, einen Arm weggegessen haben verfolgen sie den Trupp. Die Waffen die die Zeitreisenden bei sich tragen, zeigen sich wirkungslos. Größeres Geschütz muss her, viel Größeres. Das gibt’s aber nur in der Stadt und genau dahin sind die Saurier, nachdem sie Mr. Bucher auch noch das halbe Gesicht weggefressen haben. Letzterer ist dann relativ übergeschnappt und will nun Tommy für all das Böse, das dieser ihm angetan hat, bestrafen. Tommy ist unterdessen frohen Mutes, zusammen mit Natt in einem Gleiter nach Gotham unterwegs, der dann bald von Flugsauriern angegriffen wird und Notlanden muss. Apropos landen, die Dinos haben inzwischen die Stadt erreicht und schlagen sich die Bäuche voll. Auch der inzwischen ebenfalls in Gotham angekommene und immer noch lebendige Mr. Bucher ist gelandet, vor dem Gesicht eines Tyrannosauriers…


Auch Baytor hat inzwischen die Dinosaurier gesehen und warnt Pat Noonan mit einem gekonnten „ICH BIN BAYTOR!“. Doch Pat reagiert nicht wie gewollt, denn der Dinosaurier bricht durch die Wand und versucht Baytor zu fressen. Dieser schmeckt allerdings nicht so gut und den Dinosaurier überkommt der Brechreiz. Baytor wird ausgekotzt, der Dinosaurier von Pats großem Gewehr, praktisch unter der Bar gelagert, zerfetzt und aus der Dinosaurierleiche schneidet sich jemand frei. Kein geringerer als, ihr habt es erraten, Mr. Butcher, neu mit zusätzlich noch ein paar Zähnen im Körper, und macht sich auf den Weg um Tommy zu bestrafen. Totzukriegen ist der nicht leicht, das muss man sagen.


Die Dinos haben unterdessen Heimweh, zu viele Gifte und bedeutend zu wenig Sonne in Gotham und so ziehen sie sich zurück zum Labor wo sie aus der Zeitmaschine kamen. Unterdessen hat Mr. Butcher Tommy gefunden und verletzt zuerst einmal Natt bevor er sich Tommy zuwenden will, aber zuerst einem weiteren Dino zum Opfer fällt. Aber ohne Gegenwehr lässt sich ein Mr. Butcher nicht unterkriegen, aber irgendwann ist auch sein Glück zu Ende und er wird zum letzten Mal verschluckt.




Kommentar:

Mann, diese Geschichte ist schnell, sehr schnell. Die Ereignisse überschlagen sich fast und man kann fast nicht aufhören zu lesen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal eine Geschichte mit einem derart hohen Tempo gelesen habe. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Natt muss dringend aufs Klo und landet stattdessen in der Vergangenheit, wo er sich den Hintern gezwungenermaßen mit einem Blatt abwischen muss, das sich aber als prähistorische Brennnessel herausstellt. Das Panel ist so komisch, ich hab mich fast kaputtgelacht. Auch der morbide Running Gag, die schrittweise Auflösung des Mr. Butcher, vermag immer wieder zu amüsieren. Was mir allerdings fehlt, war der Tiefgang. Die Geschichte spielt sich doch recht flach ab, was meiner Begeisterung aber nichts abtut.


Die Zeichnungen sind im gewohnten McCrea Stil gezeichnet, was mich immer wieder beeindruckt. Ein Zeichner der einer Serie so lange treu bleibt, findet man nicht alle Tage. Auf jeden Fall schafft es McCrea wieder, Hitman seine persönliche Note aufzudrücken, denn ich kann mir Tommy gar nicht mehr anders vorstellen. Mir gefällt dieser Stil sehr gut, denn er passt so schön nach Gotham: düster, viel Schatten und rau, Gotham eben.








Inhalt:

Für einen Sarg voll Dollar
Tommy und Natt sitzen im Noonans und sehen sich Clint Eastwood-Filme and versuchen, Tommy mehr, Natt weniger erfolgreich, wie Clint durch die Zähne zu sprechen. Da trifft es sich gerade gut, dass der nächste Job unseren Helden nach Tiburon, im Westen, führt. In bester Clint-Manier sorgt Tommy dort für Ärger, indem er den Truck von ein paar Schlägern des lokalen Gangsterbosses sprengt. Doch da taucht die Polizei auf… und stellt sich Tommy vor. Sheriff Halliday hat Tommy beauftragt, er soll dem Sheriff helfen, ein Problem zu lösen. Ein Mann namens Santiago soll sterben, der hat an 30 Leute um sich, plus ein Metawesen mit noch unbekannten Kräften. Der Sheriff selbst ist korrupt und lässt sich von Santiago bezahlen, sodass er bei allem was Santiago tut wegschaut. Letzterer will den Sheriff nicht bezahlen, kann ihn aber auch nicht direkt angreifen, da dieser im Notfall den Staat Texas zu Hilfe rufen könnte. Halliday kann den Drogenboss nicht angreifen, da sonst die Korruptionsaffäre auffliegen würde. Also muss Tommy her. Warum jetzt aber ein Metawesen-Killer einen Drogenboss ausschalten soll, kann man mit einer einzigen Zahl begründen: 90'000 $. Und Tommy wurde auf den Plan gerufen, weil eine Baustelle in dem Örtchen ist. Dort wurde dereinst ein Sarg mit zwei Millionen Dollar verscharrt und Halliday hat die Arbeiter auf der Baustelle damit beauftragt, ihm den Sarg zu übergeben, falls sie ihn finden sollten. Zwei Millionen sind genug Geld um Halliday einen Ausweg aus der vertrackten Situation mit Santiago zu befreien.


Tommy beschließt, sich die ganze Sache noch einmal in der örtlichen Bar durch den Kopf gehen zu lassen, wo er allerdings nur Jorge, einen Desert Storm Veteranen mit Gehbehinderung, trifft. Die beiden freunden sich schnell an, doch viel Spaß werden die beiden kaum haben. Am selben Abend wird Tommy von den Schlägern Santiagos aus der Stadt eskortiert, an einer Kette an einem Truck hängend. So liegt Tommy da, mit einem gebrochenen Arm… mindestens. Die Nacht bricht herein, und der Hitman hat sich noch immer nicht bewegt, er bracht Hilfe. Die Hilfe kommt in Form von Jorge, der seinen Kumpel auf der Baustelle versteckt und ihn dort versorgt, doch dieses Arrangement ist auch nicht von langer Dauer, da Tommy am nächsten Morgen den Arm von Jorge geliefert bekommt. Derweilen eskaliert die Situation in der Stadt: Manko, das Metawesen an Santiagos Seite, steht alleine den vier Deputees des Sheriffs gegenüber und tötet sie mit einem Revolver bevor auch nur einer einen Schuss abgeben kann. Das also ist seine Superkraft, er ist schnell, sehr schnell, nicht im Rennen sondern im Schiessen. Tommy aber sieht rot. Alle haben sie ihn veräppelt. Der Sheriff wusste genau was auf ihn zukam und wollte den Hitman kaltblütig krepieren lassen, Jorge ist womöglich tot und ihm selbst geht’s auch nicht so gut. Trifft sich also prima, dass Jorge, bevor er einen Arm ärmer wurde, auf Tommy raten hin Natt angerufen hat, denn genau der erwartet Tommy in der Stadt. Mit Uzi und Shotgun wird die Bande klein gemacht bis nur Santiago und Manko, der sich als Armeeexperiment herausstellt, übrig bleiben. Es kommt zum High Noon. Auge in Auge, im Wilden Westen, Manko und Tommy, zwei Revolverhelden der Neuzeit… Die Sekunden vergehen. Ein Schuss fällt. Manko wird in den Kopf getroffen, der Hitman aber steht immer noch regungslos da. Kann es sein, dass Tommy noch schneller als Manko zieht? Fast, neue Zeit, neue Regeln. Natt hat sich, während den bangen Sekunden an Manko angeschlichen und diesen erschossen. Jorge ist inzwischen befreit worden und würgt Santiago wie ein Besessener.


Tommy und Natt kümmern sich nun um den korrupten Sheriff, der den Sarg voller Papiermillionen, nun allesamt wertlose Schnipsel, gefunden hat. Die beiden begraben den Sheriff kurzerhand mitsamt dem Sarg und gehen gen Gotham in den Sonnenuntergang…




Kommentar:

Die zweite Geschichte präsentiert sich in einem anderen Gewand. Ezquerra hat die Zeichnungen übernommen. Na ja, schlecht würde ich es nicht nennen, nur halt sehr ungewohnt. So lange hat man McCrea’s Zeichnungen gesehen, sich so daran gewöhnt. Ich persönlich könnte mir aber für diese Geschichte den McCrea Stil aber nicht vorstellen, denn der Killer aus Gotham hat ja auch sozusagen ein Auswärtsspiel und da passt der düstere Gothamlook einfach nicht.


Die Story ist echt verdreht und brauchte sicherlich ein gutes Gespür für Intrigen und Korruption, denn so eine Geschichte sieht man nicht alle Tage, vor allem die Gründe warum die beiden Parteien einander in Ruhe lassen, sind echt gut ausgefeilt und machen Sinn. Das Duell Manko/Tommy gehört zu meinen Lieblings-Hitman Momenten und lässt den Leser echt um seinen Helden bangen. Was der ersten Story an Tiefgang fehlt, macht die zweite mehr als wett.


Dominik "Bär" Bärlocher


Black Dog Comics

Specials
JLA/Avengers Special

DC FAQ

Episode Guides

Batman: Hush - Die neuen Abenteuer

Our Worlds At War

Just Imagine: Crisis









© 2003 DC Fan-Page, siehe Impressum


ZurückNach oben