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Hawkman #18


Hawkman #18 Autor:
Geoff Johns

Zeichner:
Josè Garcia-Lòpez




Inhalt:

Bloodlines:
Hawkman ist unterwegs nach Deutschland, auf dem Weg nach Lübeck. Er hängt seinen Gedanken nach, und erinnert sich daran, wie er damals in Lübeck starb, niedergestochen in einem Kampf auf Leben und Tod.
Er sucht ein Lokal auf, in dem ein Betrunkener eine Schlägerei anfängt, und mit einer zerbrochenen Flasche zuschlagen will, was Carter verhindern kann. Er beruhigt die Leute, und gibt eine Runde aus. Er erfährt einiges über das Lokal, das von dem Sohn eines Schmiedes vor über 500 Jahren errichtet wurde. Carter nennt sich, gefragt nach seinem Namen, Koenraad von Grimm. Dieser Name ist auch der Name, den der Erbauer des Gebäudes hatte.

Carter erinnert sich, während er durch die Straßen von Lübeck geht, wie er als Koenraad seinen Vater, einen der berühmtesten Schmiede, damals bewundert hatte, ehe er und der Rest von Koenraads Familie an der Pest starben. Carter sucht den Friedhof auf, und wird von dem Betrunkenen angesprochen. Dieser versucht seinen Schmerz im Alkohol zu ertränken, weil er seine Frau verloren hat. Doch er beschließt den Tod zu akzeptieren, und mit dem Trinken aufzuhören. Als der Mann weg ist, paust Carter die Vorderseite des Grabsteins von Koenraad von Grimm ab, und tut dieses Blatt später in einen Ordner, wo die Namen seiner früheren Leben verzeichnet sind. Da ruft Atom an, und lädt Hawkman ein, gemeinsam mit ihm Essen zu gehen.




Kommentar:

Josè Garcia-Lòpez ist kein bekannter Name. Aber vielleicht ist man seinen Zeichnungen bei diversen Merchandise-Sachen begegnet. Seine Arbeiten haben durchaus ihren Reiz, auch wenn sie teilweise sehr skizzenhaft wirken.

Was mir aber übel aufstößt ist die Darstellung von Lübeck. Ich weiß, dass ich zuviel verlange, aber können die Zeichner und Autoren sich nicht mal Mühe geben, und etwas recherchieren? Die Stadt Lübeck (im Heft geschrieben als Lubeck) wird als eine Stadt gezeichnet, die im Mittelalter stehen geblieben ist. Die Menschen und Wagen wirken so, als ob sie gerade erst aus den 50er, 60er Jahren entsprungen seien, und die Kneipenszene hätte auch in einer amerikanischen Bar stattfinden können. Ganz zu schweigen von den Paar Brocken Deutsch, die nichts anderes sind, als 1:1 übersetztes Englisch.
Kein Deutscher würde sich am Telefon mit: “Dies ist Carter” melden. Ein englisch sprechender Mensch schon, dort würde es dann heißen: “This is Carter”. Aber, wie gesagt, ich verlange vielleicht zu viel, bin zu sehr von Mark Millar und seinen Deutschen in “The Ultimates” verwöhnt.

Dabei ist die Story eigentlich nicht so übel. Es geht in ihr um Schmerz, und um die Bewältigung von Verlusten. Wer weiß, vielleicht hat Carter dabei auch etwas gelernt.

Fazit: Wenn man nicht allzu sehr auf das Deutsche achtet, ist dies schon ein passables Heft.


Götz "comicfreak" Piesbergen


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