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Green Lantern Rebirth #4
Story:
Geoff Johns
Zeichnungen & Inks:
Ethan Van Sciver
Erscheinungsdatum:
Coverdatum März 2005
Anmerkung:
Die Umfrage, ob ich weiterhin diese Serie rezensieren soll, kam zu keinem klaren Ergebnis. Ich habe mich jetzt mit H.E.A.T. geeinigt, dass wir beide jeweils einen Kommentar und ein Fazit schreiben, um jeweils eine klare negative, und eine positive Stimme zu Wort kommen zu lassen.
Inhalt:Force of Will
Sinestro kämpft gegen Kyle und Ollie. Kyle's Ring ist nun auch machtlos gegen alles, was gelb ist. Alles, was während Emerald Twilight passiert ist, war offenbar lange von ihm geplant. Dass Hal Sinestro "tötete" (ja, Sinestro setzt seinen Tod in Anführungszeichen, offenbar war er nie tot), brach seinen Willen und erlaubte Parallax, mit seiner Seele zu verschmelzen.
Der innere Kampf zwischen Hal, Spectre und Parallax geht weiter, im Moment hat Parallax die Oberhand. Er kämpft gegen Ganthet, der ohne große Anstrengungen Kilowog, John und Guy von Parallax' Einfluss befreit - und dann auch noch den Rest der Justice League sowie Supergirl, Zatanna und die gesamte JSA sowie die Teen Titans herbeiruft (ohne Speedy, Rebirth spielt also offenbar vor den aktuellen Teen Titans-Ausgaben).
Kyle ist ausgeschaltet, als Ollie seine gesamte Willenskraft zusammennimmt, Hal's Ring Kyle's Batterie lädt und einen einzigen grünen Pfeil direkt durch Sinestros Brustbein schießt, womit er zumindest Kyle befreit.
Parallax will gerade Alan Scott töten, als Hal hervorbricht und den Spectre um Hilfe bittet. Dieser löst die drei Persönlichkeiten voneinander und verschwindet mit den Worten, jemand würde gerade getötet und zu seinem nächsten Wirtskörper. Parallax übernimmt den Körper von Ganthet, der Hal's Seele gerade noch davon abhalten kann, im Jenseits zu verschwinden. Hal unterhält sich also noch kurz am Rande des Jenseits mit den Geistern von seinem Vater und Abin Sur, dann übernimmt er wieder seinen alten Körper, der nun keine grauen Schläfen mehr hat, aber wieder das alte Kostüm trägt.
Kommentar:
Soviel geballten Pathos habe ich seit Gangs of New York nicht mehr erlebt. Waren Ollies Einsatz des Rings und vor allem die paar Worte zwischen Hal und seinem Vater wirklich nötig?
Davon abgesehen sind immer noch zahllose Fragen offen: Wie genau hat Sinestro denn jetzt seinen Tod gefälscht? Wenn die Gelbschwäche all die Jahre immer daherrührte, dass Parallax eine Verunreinigung in der Zentralen Batterie war, wieso hat dann Kyle's Ring jetzt, wo Parallax frei ist, ebenfalls eine Gelbschwäche? Was ist mit Alan Scott's Holz-Fimmel? Den hat er vom vorherigen Träger seines Ringes geerbt, und der war reguläres Mitglied im Green Lantern Corps (siehe Green Lantern #25 aus Vol. #3). Da gab es keine Gelb-Schwäche, weil die Guardians sie bewusst gegen die Holzschwäche ersetzt hatten. Und was ist jetzt mit den anderen Guardians? Warum trägt Ganthet wieder eine Kutte statt dem coolen Designer-Anzug? Parallax hatte sich in Energie aufgelöst, um die Sonne neuzustarten. Energie, die später von Kyle aufgenommen wurde und ihn zu Ion machte. Wie kann Hal's Körper dann noch existieren, und durch irgendeine obskure Rest-Energie tipptopp konserviert sein?
Johns enttäuscht mit jeder Ausgabe mehr. Van Sciver hat allerdings wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet, sehr schön vor allem die kleinen Unterschiede in den Auren der einzelnen Lanterns. Kyle ist ordentlich umrissen. Die grüne Masse um Guy pulsiert wild, voller Funken. Um den Architekten John Stewart kreisen geometrische Linien und Formen, und Hal erstrahlt wie eine Sonne. Nett. Aber wenn es so weiter geht, gibt's das nächste Mal wirklich Kochrezepte.
Fazit:
Viel ist dieses Mal nicht passiert. Eigentlich gar nichts. Besonders ärgerlich, da das Heft einige Wochen Verspätung hatte. Da fragt man sich doch erneut, ob wirklich sechs Hefte nötig sind. Die Ankündigung für Heft 5 verspricht die Klärung des endgültigen Schicksals des Kyle Rayner. Gähn - der taucht doch schon auf dem Cover von Heft 6 auf, da wird's wohl nicht so schlimm sein. Man liest sich.
Michael Heide
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