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Green Lantern Rebirth #2
Story:
Geoff Johns
Zeichnungen & Inks:
Ethan Van Sciver
Erscheinungsdatum:
Coverdatum Januar 2005
Inhalt:Enemies Within
Kyle geht im Geiste noch einmal die Geschichte des Green Lantern Corps durch. Vor über zehn Milliarden Jahren erschufen die Guardians auf Oa die Zentralbatterie und das Green Lantern Corps. Doch es gab einen Schwachpunkt in ihrem Plan... eine Verunreinigung... und alles wurde zerstört. Aus der Zentralbatterie, die mittlerweile wieder aufgebaut wurde, dringt währenddessen eine zerstörerische grüne Energie, die als erstes Hal Jordans Statue in Schutt und Asche legt und sich dann auf den Weg zur Erde macht, mit den Worten: Finde ihn. Finde Kyle Rayner. Dieser verliert gerade sein Bewusstsein, als sein Ring zu sprechen beginnt: Parallax kommt.
Hal unterhält sich mit Carol. Er beantwortet keine ihrer Fragen, sondern spricht das erste Mal an, bei dem die beiden sich auf diesem Flugplatz trafen. Damit meint er allerdings nicht die Zeit, in der er Pilot und sie die Tochter seines Chefs war, sondern einige Jahre zuvor, als beide noch Kinder waren. Da standen die beiden nämlich anscheinend vor dem Zaun des Geländes. Jordans Vater war dort nämlich auch schon Pilot, und die beiden Kinder mussten mit ansehen, wie seine Maschine in Flammen aufging, weil Carols Vater ihn nicht landen ließ.
Alles, was Hal von seinem Vater blieb, war seine Jacke, die dieser ihm kurz vor seinem Tod in die Hand gedrückt hatte – die Jacke, die Hal noch heute trägt. Damals lernte Hal übrigens auch, die Obrigkeit in Frage zu stellen. Und nun sucht er nach einem Weg zurück. Er will wieder so werden, wie er war.
Während sich Martian Manhunter und Dr. Mid-Nite noch immer um Guy kümmern, sucht Zatanna mittlerweile mit ihrer Magie nach Hal. Es fällt ihr nicht schwer, ihn zu finden.
Im Hauptquartier der Justice Society verschlechtert sich Alan Scotts Gesundheitszustand übrigens dramatisch. Mittlerweile hat er starkes Fieber.
Die Justice League (plus Zatanna) konfrontiert Hal mit den Geschehnissen der letzten 24 Stunden. Dieser weiß von nichts, er behauptet, bloß den Flugplatz wiederhergestellt zu haben, mit dem Rest habe er nichts zu tun. Plötzlich dreht John Stewart durch und greift alle Anwesenden an. Während Hal versucht, zu helfen, will der Spectre an einen anderen Ort. Es scheint die beiden für einen Moment zu zerreißen, dann sind beide plötzlich weg. Auch Johns Ring beginnt plötzlich, die Worte Parallax kommt zu wiederholen.
Während Guy um sein Leben kämpft, dupliziert sich plötzlich der Ring, den Ollie auf den Watchtower mitgenommen hatte. Ein Ring bleibt bei ihm, der andere fliegt an Guys Finger. Auch dieser Ring verrät uns, dass Parallax kommt, danach gibt es einen grünen Lichtblitz, und auch Guy ist wieder wie vor zwölf Jahren. Er trägt sogar wieder sein altes Green-Lantern-Kostüm.
Kyle kommt wieder zu Bewusstsein und deutet an, dass Parallax der Name „der Verunreinigung“ sei. Plötzlich erscheint Kilowog (der ebenfalls wieder aussieht wie zu Corps-Zeiten) auf der Bildfläche und attackiert Kyle. Dabei wird der Sarg geöffnet. Plötzlich ist dann auch noch Ganthet da (in klassischer Guardian-Kutte, nicht mehr im Armani-Anzug) und warnt Kilowog, dass Hal Jordans Leiche unter dem Schutz der Guardians stehe...
Moment... Leiche? Hal hatte sich doch in Energie aufgelöst, um die Sonne wieder anzuschmeißen... und wieso spricht Ganthet von Guardians im Plural? Wieso trägt er wieder seine alte Schlumpfrobe? Was ist mit Kilowog? Mit John? Mit Guy?
Geoff Johns schmeißt uns hier ein Ereignis nach dem anderen um die Ohren, ein durchgängiger Plot ist noch nicht ersichtlich. Zu sehr setzt er auf einen Schock nach dem anderen. Was soll diese kindische Rückblende in die Kinderzeit von Hal und Carol? Was passiert mit Alan Scott? Gutes Storytelling ist das bislang nicht...
Fazit:
Insgesamt hochgradig unbefriedigend. Nach Green Arrow, Aquaman und den Teen Titans ein weiteres Beispiel für blinden Retro-Fundamentalismus ohne Sinn und Verstand. So langsam warte ich auf die Enthüllung, dass sämtliche Ereignisse seit JLA #8-9 nur Illusionen des Key waren. Ach was, wenn wir schon einmal dabei sind, können wir ja gleich die Crisis rückgängig machen. Aber wer weiß? Vielleicht wird es ja doch noch besser. Lust habe ich aber, ehrlich gesagt, nicht mehr. Immerhin kostet eine Ausgabe stolze $2.95. Und dem Leser nach fast sechs Dollar noch immer keine Antwort, sondern nur chaotisches Durcheinander zu präsentieren, halte ich für dreist. Aber immerhin sind die Jungs von „H.E.A.T.“ – Hal’s Emerald Attack Team - glücklich...
Kommentar 2: Pro von H.E.A.T.
Hossa, Johns geht aber in die Vollen. Da dreht einer mächtig am Rad! Nur zwei Hefte bis jetzt, und es wird kein Stein auf dem anderen gelassen. Der Mann mag's radikal.
Fazit:
Johns versteht sein Handwerk! Über die Zeichnungen muss man, glaube ich, sowieso kein Wort verlieren - Van Sciver eben!
Emerald Twilight wird anscheinend komplett ausradiert (gottseidank) und bis jetzt macht er keine Fehler. Für manchen
mag es zwar unbefriedigend sein, dass es noch relativ wenig Antworten auf viele Fragen gibt. Aber das ist eben nun mal sein Erzählstil, dass mehrere Handlungsfäden gesponnen werden, die dann ineinander verwoben werden - und erst am Ende
aufgelöst werden. Gut so !
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