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Green Lantern
Rebirth #1


Rebirth #1 Story:
Geoff Johns


Zeichnungen & Inks:
Ethan Van Sciver


Erscheinungsdatum:
Coverdatum Dezember 2004



Inhalt:

In Blackest Night


Die Geschichte beginnt in New Mexico. Zwei Teenager versuchen gerade, in einen Area-51-ähnlichen Militärkomplex einzubrechen, als ein echtes Raumschiff direkt vor ihrer Nase abstürzt. An Bord? Kyle Rayner, Green Lantern. Schwer verletzt, mit einem leicht beschädigten Kostüm. Ansonsten mit an Bord des Raumschiffes? Seine Batterie und ein grüner Sarg. Verzweifelt versucht er, seinen Ring abzuziehen, doch es gelingt ihm nicht. Sein innerer Monolog verrät uns, dass er die letzte Green Lantern war – und der erste, der wirklich wusste, was Angst ist.

Carol Ferris indessen steht vor dem mittlerweile geschlossenen Gelände von Ferris Aircraft. Voller Nostalgie schlendert sie durch einen der Hangars und bleibt vor Hal Jordan’s Maschine stehen.
Schwenk zu John Stewart und Guy Gardner, die sich mit Hal Jordan (dessen Seele seit Day of Judgment mit dem Spectre verschmolzen ist) im Yankee-Stadion zu einem Baseball-Match verabredet haben. Auf dem Weg zu ihren Plätzen schwelgen sie in Erinnerungen. Während John anscheinend der Zeit des Green Lantern Corps (und der Zeit, in der er Hal vertrauen konnte) nachtrauert, erfreut sich Guy wieder einmal an seinen Vuldarianischen Genen. Außerdem bezweifelt er, dass Hal tatsächlich aufkreuzt – was er aber tut. Nicht in Form des Spectre, sondern in seiner alten Fliegerjacke, die Hände tief in den Taschen vergraben. Graue Schläfen sind keine zu sehen. Doch die drei bekommen nicht viel vom Spiel mit, denn plötzlich beginnen alle Zuschauer im gesamten Stadion, Hal ihre Sünden zu beichten.

Star City. Ollie Queen und Mia machen sich gerade bereit, auf ihre nächtliche Patrouille zu gehen, als plötzlich Black Hand auftaucht, auf der Suche nach dem Power Ring, den Hal Ollie vor Jahren anvertraut hatte (nachzulesen in Green Arrow: The Archer’s Quest). Ollie schießt ihm in die Hand, als plötzlich Hal auftaucht, die Gestalt des Spectre annimmt, um Black Hands Hand in Kohle zu verwandeln. Bevor er verschwindet, vertraut er sich Ollie an: Das ist falsch. Nichts davon hätte passieren dürfen. Das bin nicht ich.

Zurück im Warriors schwelgen Guy und John weiter in Erinnerungen, als Guy sich plötzlich vor Schmerzen windet. Seine Vuldarianischen Kräfte manifestieren sich unkontrolliert, und er zerstört das gesamte Gebäude.
Zwei Piloten stellen fest, dass Coast City wieder steht – zumindest sämtliche Straßen, Ampeln und Verkehrsschilder. Und ein Wohnhaus...

Im Belle Reve Gefängnis regt sich Hector Hammond plötzlich wieder. Er ergötzt sich an Kyles Furcht.
Im Watchtower wird Guy Gardner von Martian Manhunter und Dr. Mid-Nite untersucht. Sein Körper scheint sich gegen die Vuldarianische Physiologie zu wehren wie gegen eine Krankheit.

Wonder Woman, Power Girl, Mr. Terrific, Alan Scott und Jade untersuchen die Trümmer des Warriors. Das einzige, was noch steht, ist eine Statue von Hal Jordan. Alan Scott klagt über leichten Durst. Flash und Aquaman stellen unterdessen fest, welches Gebäude in Coast City erschienen ist: Es ist Hal Jordans altes Wohnhaus – und in seiner alten Wohnung brennt das Licht.

Carol steht im strömenden Regen, immer noch an Hal Jordans alten Flieger gelehnt, als der gesamte Flugplatz wieder in den Zustand seiner Glanztage zurückversetzt wird. Sämtliche Maschinen sind wieder wie neu, die Gebäude wie frisch gebaut. Hal erscheint: Wieder in zivil steht er in den Schatten. Seine einzigen Worte: Hallo, Carol.





Kommentar 1: Pro von H.E.A.T.




There is something going on ! Johns wirft bereits in #1 eine Menge Fragen auf (die teilweise bei genauer Betrachtung aber auch erklärt werden). Natürlich bleibt noch vieles offen, aber wir sind ja erst bei #1. Er verzichtet allerdings darauf großartig mit dem Finger darauf zu deuten, aber es kann ja nicht falsch sein wenn der Leser auch mal selber etwas nachdenken muss. Das gibt dem ganzen einen gewissen Suspense-Faktor.

Dass Johns gut Spannungsbögen aufbauen kann ist ja denke ich bekannt. Über die Zeichnungen von Van Sciver braucht man eigentlich auch nichts zu sagen - einfach brillant der Mann.

Johns hat keinen einfachen Weg eingeschlagen und bringt nicht einfach "nur" Hal Jordan zurück, nein, es sieht so aus als wird er noch viel weiter gehen. Darauf lassen auch die Geschehnisse um Guy, Coast City und die "Instabilität" des Spectre schließen. Auf jeden Fall wird da etwas großes gebacken.


Fazit:
Nach einer Ausgabe eigentlich noch etwas früh. Allerdings hat es Johns geschafft, mich mal wieder einen Comic regelrecht "verschlingen" zu lassen. Gepaart mit der Art von Van Sciver habe ich zum ersten mal wieder seit mindestens 10 Jahren so was wie ein GL-Feeling beim Lesen verspürt.

Um das hier wie mein Mitrezensent ebenfalls mit einem Zitat abzuschließen:
"All it takes is a couple of years - a change in an editor here, and a change in a publisher there - and the next thing you know, it's 'We want Hal Jordan back as GL. He's the icon, he's the guy that we need.' "
-- J. M. DeMatteis.


Kommentar 2: Contra von Spider Jerusalem


Hmmm... ich stehe dem gesamten Projekt, Hal als Green Lantern zurückzubringen, immer noch sehr skeptisch gegenüber. Und bisher konnte mich noch nichts in diesem Heft umstimmen, im Gegenteil. DC scheint sich nicht damit zufrieden zu geben, Hal Jordan zurückzuholen, man scheint gleich die Zeit komplett zurückdrehen zu wollen. Coast City ist zurück, Guy verliert seine Vuldarianischen Gene, und sämtliche vergessenen Gegner Hals sind wieder da. Und allem Anschein nach wird Kyle es nicht mehr lange machen. Was mich stört ist allein, dass man uns noch keine Begründung gegeben hat. Das passiert Schlag auf Schlag, und keiner weiß warum.


Fazit:
An sich ist es noch etwas früh für ein Fazit, also nutze ich diesen Platz, um Kyle Rayner aus Green Lantern #0 zu zitieren: Ich schätze, es war wohl nur eine Frage der Zeit...


Michael Heide

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