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Green Arrow
Secret Files and Origins #1



US-Green Arrow Secret Files#1Autoren:
Judd Winick, Dan Curtis Johnson, Scott McCullar

Zeichner:
Diego Barreto, Kelly Yates, Rick Burchett

Preis:
4,95 $

Erscheinungsdatum:
30.10.2002


Hidden Past, Hidden Future:


Vor den Toren Star Citys üben Olliver Queen und sein Sohn Connor Hawke mit ihren Bögen. Die Zielscheiben sind für Connors Geschmack etwas zu weit entfernt, doch für Olliver ist dies kein Problem. Leider schafft Connor es nicht, und während er es immer wieder probiert fragt er seinen Vater, was für ihn der längste Schuss ins Schwarze war.
Und Olliver erzählt. Damals, als er in Star City für Recht und Ordnung sorgte, fing er einen Handtaschendieb ein. Als er mit diesem zurück ging hörte einen Schrei. Eine weibliche Person schien von einer großen Kreatur angegriffen zu werden. Doch die beiden sind Dämonen, und Olliver konnte gerade noch verhindern, dass die weibliche Kreatur entwischt. Der männliche Dämon ist auf Ollies Seite und erklärt ihm das ganze, während er sich in einen Menschen verwandelt. Er braucht die Dienste von Olliver.
Dieser überprüft später bei Jason Blood die Geschichte von Tonnabok, so der Name des Dämones, und erfährt dass dieser eine recht abwechslungsreiche Vergangenheit hat. Olliver beschließt Tonnabok zu helfen, der die Stadt vor ein paar Dämonen retten will. Auf dem Weg zu ihnen berichtet Tonnabok, dass er des Lebens müde sei. Und dann sind sie bei den anderen Dämonen, die gerade mit der Beschwörung beginnen. Tonnabok und Oliver versuchen vergebens ihr bestes, um die Beschwörung zu verhindern. Einer der Dämonen verwandelt sich in eine Königin, und diese muss einen Altar erreichen, um die Beschwörung abzuschließen. Der Altar ist für Olliver zu weit entfernt, so dass dieser einen Schuss wagt. Tonnabok hat genau dies erwartet, und lässt sich von dem Pfeil treffen. Und so endet die Geschichte, und Olliver und Connor gehen nach Hause.

Kommentar:

Irgendwie will die Story nicht so recht zünden. Man liest sie durch, ohne irgendwelche Emotionen zu verspüren. Woran das liegt?
Zum einen an der Art der Story. So unglaublich das hinsichtlich des ersten Storybogens von Kevin Smith klingen mag, aber Green Arrow ist nicht der Charakter für eine mystische Story. Und von daher fühlt sich die ganze Geschichte aufgesetzt an und mag nicht recht zu überzeugen.
Judd Winick charakterisiert Olliver als einen Helden, der extrem liberale Ansichten hat und die Motive von Tonnabok nie hinterfragt. Und das ganze erscheint mir sehr "off-character". Das ist nicht der Olliver, den wir von der Serie her kennen.
Apropos Serie: Judd Winick versucht die ganze Zeit den ironisch/komischen Unterton von Kevin Skith auf seine Story zu übertragen, nur leider funktioniert das nicht.
Die Zeichnungen von Diego Barreto sind nett anzuschauen, und wirken sehr weich (er erinnert mich etwas an Dougie Braithwaite).

Fazit: Die ganze Story ist sehr belanglos und will nie so richtig in Fahrt kommen.

Bag of Tricks

Olliver hat gerade einen kleinen Gauner hochgenommen, als dessen Kumpane Green Arrow eine Kanonen an den Kopf hält. Oliver wird von Cameron Chase gerettet, die eine alte Akte über ihn wiedereröffnet hat. Ehe jedoch Olliver losmeckern kann, werden die beiden angegriffen. Die Angreifer tragen gestohlene High-Tech Rüstungen und wollen die beiden Schmalspurgauner umbringen. Olliver lenkt die neuen Feinde ab, so dass Chase die Gauner befreien kann. Chase hat auch einen Plan, doch leider funktioniert der nicht, weil Olliver nur noch mit scharfen Pfeilen kämpft. Dennoch können die beiden die Gauner besiegen und Olliver verzieht sich.

Kommentar:

Eine gut gelunge Story, die vor allem sehr witzig ist. Das Team-up zwischen Chase und Green Arrow ist gut geschrieben und gut gezeichnet.
Vor allem die Tatsache, dass Olliver eigentlich nichts von diesen Akten hält, und sie letzten Endes doch noch den Tag retten, ist gut gelungen. Die Zeichnungen von Kelly Yates sind sehr cartoonhaft, ohne jedoch irgendwie stören zu wirken.

The Mantle:

Olliver, Connor und Dinah packen gerade einige alte Sachen aus, als Connor über ein Foto stolpert, das Olliver mit seinen Eltern zeigt. Es ist eine alte Geschichte, die Olliver wehtut. Seine Eltern gehörten zum alten Geldadel. Eines Tages schenkten sie ihm einen Bogen, mit dem er als erstes einen Hasen tötete. Dies nahm ihn so sehr mit, dass er sich schwor, nie wieder einen Bogen anzufassen. Einige Jahre später besuchten seine Eltern Freunde in Afrika, wo es Olliver ablehnte mit auf die Jagd zu kommen, sehr zur Enttäuschung seines Vaters. In der Nacht wird das Camp überfallen, und Ollivers Mutter und Vater werden von den angreifenden Löwen getötet. Olliver tötet daraufhin den Löwen, der seinen Vater umgebracht hatte. Später im Himmel konnte Olliver Frieden mit seinen Eltern schließen.

Kommentar:

Naja. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Geschichte offizieller Kanon ist, aber eins weiß ich: Sie ist Schrott!
Wieder wird das Klischee des Waisenkindes bemüht, dessen Eltern vor seinen Augen umkamen. Wieder war es ein prägendes Erlebnis. Nur dass es dieses Mal nicht zu einem Schwur kommt, so etwas nie wieder zuzulassen. Immerhin sind die Zeichnungen gut gelungen. Kein Wunder, bei Rick Burchett.

Fazit:

Zwei ganz miese Stories ziehen das Secret File zu Grunde. Die Profile Pages sind so lala, und nur die letzte Seite weiß vollkommen zu überzeugen. Schade!

Götz 'comicfreak' Piesbergen


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